Berliner Spielhallen: 70 Prozent Schließungen

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Berliner Spielhallen: 70 Prozent Schließungen

Berlin ist schon seit Jahren im Kampf gegen Spielhallen engagiert. Aktuell weisen sie das härteste Anti-Spielhallen-Gesetz Deutschlands auf. Dies bedeutet nicht, dass keine Geschäftsmodelle dieser Art betrieben werden dürfen. Vielmehr werden Auflagen geschaffen, welche die Existenz vieler Betreiber bedroht.

Noch in dieser Woche könnte das schärfste Spielhallengesetz in der Bundesrepublik weiter verschärft werden. Die legal betriebenen Etablissements, mit den Spielautomaten, werden sich voraussichtlich um 70 Prozent reduzieren.

Berlin verzichtet auf viel Geld

Spielhallen haben auch einen wirtschaftlichen Faktor, den es zu bedenken gilt. In Berlin werden pro Jahr 40 Millionen Euro durch den Betrieb der Spielhallen in das Stadtsäckel gespült. Mit diesem Geld könnte viel Positives bewirkt werden, auch in Hinsicht zum Spieler- und Jugendschutz. Berlin wählt jedoch einen anderen Ansatz, verringert das Angebot und verzichtet auf Einnahmen.

Im Abgeordnetenhaus könnte noch diese Woche entschieden werden, dass eine weitere Verschärfung des Anti-Spielhallen-Gesetzes in Berlin durchgeführt wird. Das „Gesetz zur Umsetzung des Mindestabstandes nach dem Spielhallengesetz Berlin für Bestandsunternehmen sowie zur Änderung spielrechtlicher Vorschriften“ bedroht jedoch auch Existenzen.

Berliner Spielhallen: Existenzen bedroht

Zum 31. Juli 2016 sind die Genehmigungen für Spielhallen in Berlin hinfällig. Neuanträge können gestellt werden. Fest steht jedoch, dass sich das Angebot drastisch reduzieren wird. Ist eine Spielhalle in unmittelbarer Nähe zu einer Schule, so ist die Schließung bereits beschlossen. Der Mindestabstand muss hier 200 Meter betragen.

Weiterhin wird eingeführt, dass Spielhallen untereinander einen Mindestabstand von 500 Metern aufweisen müssen. Auch durch diese Gesetzesänderung werden zahlreiche Betreiber ihre Existenzgrundlage verlieren.

Weitere Änderungen sollen dem Schutz des Spielers dienen. So werden Geldautomaten in Spielhallen verboten. Damit die verbliebenen Betreiber sich an die Gesetze halten, wird das Strafmaß beim Verstoß gegen Gesetze in Sachen Bußgeld von maximal 50.000 auf 500.000 um ein Zehnfaches erhöht.

Wird sich das Stadtbild in Berlin verändern?

Was erwartet die Berliner, wenn die Spielhallen schließen müssen? Werden viele Geschäfte leer bleiben? Oder werden diese Etablissements mit Boutiquen und anderen Kleingeschäften gefüllt werden? Diese Frage ist noch unbeantwortet. Experten befürchten jedoch, dass ein anderes Glücksspiel diese Lücke schließen könnte.

Wettbüros unterliegen nicht der Gesetzgebung des Berliner Spielhallengesetzes. Das Staatsmonopol wurde durch die EU gekippt. Ebenfalls ist zu beobachten, ob nicht Cafés aus dem Boden schießen, welche sich ebenfalls dem Automatenspiel verschreiben. Sie wären in diesem Fall der „Scheingastronomie“ zuzuordnen und würden zumeist illegal betrieben.

Der Arbeitslosenanteil in Berlin wird sich auch erhöhen. Durch den Wegfall von 70 Prozent der Spielhallen stehen 2.500 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze auf dem Spiel.

Berliner Spielhallen: 70 Prozent Schließungen 900 409 2016-09-06 16:19:38 Online-Casino.de

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