Ehemaliger Spielleiter kassiert weiter Gehalt

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Ehemaliger Spielleiter kassiert weiter Gehalt

Martin Hill, 3. März 2016, Wirtschaft

Das Casino Hohensyburg gehört zur Westspiel-Gruppe. Hier haben vor einigen Jahren zahlreiche Kündigungen stattgefunden. Jetzt berichten mehrere Medien übereinstimmend, dass ein ehemaliger Spielleiter nicht nur sein Gehalt weiter kassiert, sondern auch den Firmenwagen noch zur Verfügung gestellt bekommt.

Die Verantwortlichen halten sich zu diesem Thema bedeckt, haben diese Regelung aber eingestanden. Sie verweisen allerdings auf einen laufenden Rechtsstreit und darauf, dass sie derzeit zahlen müssen.

Rückblick: Kündigungswellt vor sieben Jahren

Die Westdeutsche Spielbanken GmbH hat vor sieben Jahren acht Saal-Chefs aussortiert. Die Spielbank Hohensyburg war betroffen. Die gekündigten Personen waren zum Zeitpunkt zwischen 49 und 62 Jahre alt. Einige konnten noch auf die Gründung des Unternehmens 30 Jahre zuvor zurückblicken.

Ebenfalls rausgeworfen wurde der Leiter des Automatensaals. Der ehemalige Spielleiter wollte sich mit seiner Kündigung nicht abfinden. Er beschritt den Rechtsweg. Bislang hat er dadurch ein gutes Geschäft gemacht.

Spielleiter erhält weiterhin Gehalt und Dienstwagen

Die Spielbank Hohensyburg hat die Kündigung bereits 2011 ausgesprochen. Jetzt sind fünf Jahre vergangen und der Spielleiter kann noch immer auf ein eindrucksvolles Salär blicken, welches ihm jährlich von der Spielbank überwiesen wird. Die Rede ist von gut 100.000 Euro.

Auch weitere Sonderkonditionen werden weiterhin gewährt. So darf der gekündigte Spielleiter noch den Dienstwagen nutzen. Die Tankkarte steht ihm ebenfalls, ohne Begrenzung, zur Verfügung.

Marco Lippert von Westspiel hat hierzu Stellung bezogen. Er hielt sich jedoch bedeckt und sprach von vertraulichen Informationen und vom Datenschutz. Öffentliche Aussagen seien ihm verboten. Es wurde jedoch deutlich, dass seit mehreren Jahren ein Rechtsstreit geführt werde. Solange das Verfahren nicht beendet ist, erhält der ehemalige Angestellte seine Bezüge und seine sonstigen, vertraglich geregelten Leistungen weiter.

Auf die Frage, ob es sich um einen Einzelfall handelt oder auch die vorab entlassenen Mitarbeiter betrifft, nahm Westspiel keine Stellung.

Leidtragende sind die Steuerzahler

Der Steuerzahler bezahlt dem ehemaligen Spielleiter gewissermaßen sein Einkommen. Denn das Casino Hohensyburg hält eine staatliche Konzession. Diese Unternehmen führen ihre Gewinne zum Teil ab. Durch die jährliche Zahlung von 100.000 Euro an Gehalt, zuzüglich der Sonderkonditionen, verringert sich der Gewinn. Das Land erhält weniger Geld, was im Zweifel durch den Steuerzahler ausgeglichen wird.

Das Casino selber hat aber auch mit einem Rückgang der Besucher zu kämpfen. Vor fünf Jahren wurden noch 3,5 Millionen Euro erwirtschaftet. 2014 lag das Ergebnis noch bei 2,9 Millionen. Im Jahr 2013 waren mehr als 330.000 Besucher vor Ort. Ein Jahr später hat sich die Menge der Besucher auf gut 311.000 verringert.

Ehemaliger Spielleiter kassiert weiter Gehalt 900 408 2016-09-05 13:29:59 Online-Casino.de

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