Erfurt: Casino brachte Thüringen kaum Einnahmen

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Erfurt: Casino brachte Thüringen kaum Einnahmen

Martin Hill, 3. April 2016, Wirtschaft

Der Freistaat Thüringen konnte nur wenig Profit aus dem Spielcasino in Erfurt schlagen. Hier wird in der Vergangenheit gesprochen, da das Etablissement inzwischen geschlossen hat. Bei der Eröffnung war die Euphorie noch groß. Die CDU, welche zu jener Zeit alleine am Regieren war, hatte sich größere Einnahmen erhofft.

Schlussendlich kam für den Freistaat nur wenig Geld herum und auch für die Betreiber hat es sich nicht gelohnt. Die Eröffnung war im Jahr 2005 übereinstimmend von den Parteien genehmigt worden.

Welche Summen wurden Thüringen zur Verfügung gestellt?

Gut geführte und besucherstarke Casinos spülen nicht selten hohe Beträge in den Landeshaushalt. Das Etablissement in Erfurt konnte diese Anforderungen zu keiner Zeit erfüllen. Das Casino, welches 2005 eröffnet und 2014 geschlossen wurde, brachte lediglich 76.000 Euro für den Haushalt ein. Würden die Jahre der Eröffnung und Schließung vollständig angesetzt, wären es 7.600 Euro im Jahr.

Diese Zahlen stammen aus dem Haushalts- und Finanzausschuss des Landtages, wie ein Bericht aus dem Finanzministerium Aufschluss gibt. Finanziell hat die Spielbank nie ausschöpfen können, was erwartet wurde. Schlussendlich kam die Schließung und das Land Thüringen musste ebenfalls seine Konsequenzen ziehen. Erneut waren sämtliche Parteien für einen Schlussstrich. Eben jene Vertreter haben das „Experiment“ zehn Jahre zuvor aber auch gebilligt und somit die Durchführung in Gang gebracht. Lediglich die FDP sprach sich schlussendlich gegen die Schließung aus.

Die tatsächlichen Zahlen, welche die Spielbank einbrachte, sollen höher gewesen sein. Es ist von ungefähr 5,2 Millionen Euro die Rede. Allerdings stehen diesen Einnahmen auch Ausgaben in Höhe von 5,12 Millionen Euro entgegen. Dieses Geld wurde für den laufenden Betrieb und Einrichtung genutzt. Schon die Kosten für das Personal schlugen sich mit 2,2 Millionen Euro in der Bilanz nieder.

Wie Thüringen dennoch vom Glücksspiel profitiert

Die Spielbank ist geschlossen. Der Rückschluss des Freistaates lautet, dass Spielbanken im Allgemeinen an Bedeutung verlieren. Eine Anspielung auf den starken Markt online, der natürlich auch aus dem Freistaat in Anspruch genommen werden kann. Eine Eröffnung weiterer Casinos in der Region wird derzeit ausgeschlossen. Damit bleibt der Freistaat ohne Spielstätte. Anwohner können die oftmals kurze Reise zu den Nachbarn antreten, wenn sie physisch am Casino-Glücksspiel teilnehmen möchten.

Allerdings bekommt Thüringen dennoch, wenngleich indirekt, durch das Glücksspiel Geld in den Haushalt gespült. Seit dem Jahr 2007 werden nach steuerlichen Bestimmungen 2,3 Millionen pro Jahr vom Bund als Spielbankabgabe überwiesen. Vorteilhaft ist hierbei, dass Thüringen keine eigenen Aufwendungen diesbezüglich vornehmen muss.

Erfurt: Casino brachte Thüringen kaum Einnahmen 900 387 2016-09-05 13:22:51 Online-Casino.de

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