Illegales Glücksspiel: Tablets statt Automaten

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Illegales Glücksspiel: Tablets statt Automaten

Martin Hill, 17. Juni 2016, Technik

In Österreich wurde in einigen Ortschaften ein Automatenverbot durchgesetzt. Nur bestimmte Slots dürfen und dann natürlich nur mit Genehmigung aufgestellt werden. Die Anzahl der illegal genutzten Spielautomaten ist dadurch drastisch zurückgegangen. Allerdings hat sich dank dieser Regel ein neuer Trend durchgesetzt.

Statt die Automatenspiele an den klobigen Geräten zu spielen, werden diese jetzt über ein Tablet gestartet. Auch hier besteht die Chance Einsätze zu tätigen und Gewinne zu erzielen. Gleichwohl ist diese Art zu spielen aber weniger auffällig und kann schwerer nachgewiesen werden, so die Seite Spieler-Info.at.

Darum ist ein Tablet unauffälliger als ein Spielautomat

Das klassische Restaurant, die Kneipe an der Ecke oder das gemütliche Café sind bisweilen mit Automaten ausgestattet gewesen. Jetzt ist ein Verbot in Kraft getreten und Glücksspiel ist nicht mehr erlaubt. Würden weiterhin die Automaten aufgestellt, so würde dies von den Ordnungskräften bemerkt und sanktioniert werden. Das Gesetz zum Kleinen Glücksspiel hat eine andere Technik mehr in den Mittelpunkt gerückt – die Tablets.

Das Tablet ist klein und lässt sich leicht verbergen. Passanten und Ordnungskräfte erkennen nicht auf den ersten Blick, was mit dem Mini-Computer gemacht wird. Zumal das Gerät auch einer Privatperson gehören könnte. Per Knopfdruck wird der Spielautomat auf dem Tablet gestartet und ebenso schnell kann die Glücksspiel-Anwendung auch verborgen werden.

Ist das Elektrogerät Privatbesitz, so darf es auch nicht ohne triftigen Grund entwendet werden. Die Ordnungshüter haben hier nur bedingt Möglichkeiten dem illegalen Glücksspiel entgegenzuwirken. Mit diesem Wissen verzichten sogar einige Spieletablissements bewusst auf die großen Automaten und setzen auf die Tablets.

Wie könnte dem Tablet-Trend beim illegalen Glücksspiel entgegengewirkt werden?

Die entscheidende Frage hierbei ist: Gehört das Tablet einer Privatperson oder dem Lokal? Im ersteren Fall ist die Benutzung legal und sogar Automatenspiele dürften über das Internet betrieben werden. Ist es Besitz der Lokalität, so gehört die Verwendung in den Rahmen des illegalen Glücksspiels.

Im Falle der Illegalität muss die Software auf dem Gerät überprüft werden. Denn gehören die Tablets zum „Hausbesitz“, so ist ein Aufladen innerhalb des Etablissements möglich. Schließlich wollen die Betreiber aktiv Geld verdienen.

Und hier haben wir den Punkt erreicht, wo viele Betreiber bewusst das Risiko erwischt zu werden eingehen. Illegale Automaten haben oftmals 10.000 Euro monatlich eingebracht. Bis zu 50.000 Euro je Spielautomat waren je Monat die Regel. Ausnahmen mit bis zu 100.000 Euro mtl. waren selten zu verzeichnen. Nehmen die Eigentümer der Etablissements mit den Tablets Geld in einer ähnlichen Größenordnung ein, so wird sich sowohl die Anschaffung der Technik, als auch das Risiko einer Strafe schnell auszahlen.

Bildquelle: Flickr/Cheon Fong Liew

Illegales Glücksspiel: Tablets statt Automaten 900 675 2016-09-07 07:39:46 Online-Casino.de

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