Novomatic und Tschechen beenden Casag-Streit

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Novomatic und Tschechen beenden Casag-Streit

Martin Hill, 26. Februar 2016, Wirtschaft

Über mehrere Monate gab es ein Gerangel um die Anteile der Casino Austria AG. Novomatic und ein Tschechisches Konsortium hatten die besten Karten. Da beide Parteien mit „harten Bandagen“ kämpften, zögerte sich der Deal hinaus. Eine endgültige Entscheidung hätte weitere Monate in Anspruch nehmen können. Daher haben sich Verantwortliche von Novomatic mit den Tschechen getroffen.

Novomatic, bekannt von den Stargames Casino im Web, besitzt 40 Prozent der Casag-Anteile. Die Tschechen können elf Prozent vorweisen. Beim gemeinsamen Treffen wurde eine Lösung gefunden. Die Anteile beider Parteien, sowie weitere Anteile die erst noch käuflich erworben werden, beschließen ein gemeinsames Joint Venture.

Novomatic und Tschechen werden gleichberechtigte Partner!

Mit dieser Wende im Poker um die Casag hätte wohl niemand gerechnet. Novomatic und das Konsortium aus Tschechien haben sich entschieden, gleichberechtigte Partner zu werden. Die bisherigen und zukünftigen Anteile werden in einem Joint Venture zusammengeführt. Insgesamt werden 51 Prozent angestrebt.

Novomatic bringt hierbei auch die Shares mit in den Deal, welche von der Lotteriegesellschaft Österreichs gehalten werden. Hierbei handelt es sich um 24 Prozent. Schnell wird deutlich, dass die Österreicher mehr zu diesem Deal beisteuern, als dies von Seite der Tschechen möglich ist.

Es ist davon auszugehen, dass Novomatic einen Ausgleich erhalten wird. Wie dieser aussehen könnte, wurde bislang nicht veröffentlicht. Die Verhandlungen, welche zu der aktuellen Einigung geführt haben, wurde nur zwischen den beiden betroffenen Parteien geführt worden. Weder das Finanzministerium Österreichs, noch die ÖBIB als Staatsholding waren beteiligt.

Wie sieht das Joint Venture im Detail aus?

Sowohl die Österreichische Novomatic, als auch die Sazka Group beteiligen sich mit je 50 Prozent. Die Investmentgruppe KKCG, sowie Emma Capital werden von Sazka vertreten. Hierbei handelt es sich um die größten Aktionäre des Glücksspielkonzerns OPAP. Die CASAG wird im Endeffekt zwei Shareholder vorweisen. Insgesamt wird ein Volumen von neun Milliarden Euro an Umsatz vorweisen, hat Neumann verraten.

Das Joint Venture soll die Kompetenzen der Gruppen klar verteilen. Pavel Horak von Sazka verriet, dass die jeweiligen Kerngeschäfte eingebracht werden sollen. So ist anzunehmen, dass Novomatic das Österreichische Business im Bereich Casino steuert. Auch die Online-Plattform wird hierzu gehören. Sazka engagiert sich demzufolge höchstwahrscheinlich bei den Lotterien Österreichs und im Bereich der Sportwetten.

Die internationalen Lizenzbehörden müssen diesem Deal noch zustimmen. Es ist von einer Übergangsdauer im Rahmen von drei bis sechs Monaten die Rede. In diesem Zeitrahmen wird Novomatic alleine die Durchführung übernehmen. Deswegen wird auch das Verfahren vor der Bundeswettbewerbsbehörde bis zum Schluss durchgeführt werden. Anschließend wird die gemeinsame Übernahme angekündigt.

Novomatic und Tschechen beenden Casag-Streit 900 367 2016-09-05 13:31:00 Online-Casino.de

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