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163 Millionen Lotto-Gewinn: Das Glück lag auf der Straße

Glück im Zahlenspiel? (Bildquelle)

Es ist schon einige Jahre her, da wurden die 163 Millionen Euro im Lotto, genauer gesagt bei den Euromillions, geknackt. Der glückliche Gewinner kam aus Frankreich. Doch das Glück hielt nicht lange an. Denn ohne jeden Zweifel ging das Los verloren. Wem Fortuna hingegen hold war, war der Finderin. Eine Frau fand den Schein später. Kurios ist hingegen, dass diese Geschichte sich bereits im Jahr 2011 abspielte. Doch über Jahre haben sich die Gerichte mit dem Fall beschäftigen müssen.

Schlussendlich galt es einige Fragen zu klären. Durfte die Finderin den Lotto-Gewinn überhaupt für sich beanspruchen? Und geht der eigentliche Käufer des Euromillion Scheins leer aus? Außerdem galt es zu prüfen, ob dem Staat noch Steuern zustehen. Diesbezüglich hat sich sogar der Finanzminister ins Geschehen eingemischt. Letztlich haben die Gerichte in Frankreich ein Urteil gefällt, mit dem alle Beteiligten leben können.

Französin findet Lotto-Scheint auf der Straße und sahnt ab

Der Schreiber eines Comedy-Drehbuches hätte es nicht besser hinbekommen. Die Euromillions sind mit 163 Millionen Euro im Jackpot prall gefüllt. Jemand füllt einen Schein aus und die gewählten Zahlen stimmen mit der Ziehung überein. Eigentlich sollte der Tag der Auszahlung bevorstehen. Doch es kommt anders. Das Los geht verloren. Auf der Straße stolpert eine Frau über den Schein und nimmt ihn an sich. Es stellt sich heraus, dass es sich um das Gewinnerlos handelt. Anstatt den Lottogewinn dem ursprünglichen Eigentümer zurückzugeben, möchte die Frau selber Millionärin werden. Sie versucht ihr Glück und versucht den Gewinn zu beanspruchen. Doch hat sie die Rechnung ohne den Käufer des Loses gemacht.

Letztlich ging die Geschichte vor Gericht für beide Parteien mit einem Erfolg zu Ende. Der Lotto-Schein für die Ziehung am 13. September 2011 hat sowohl den Ausfüller, als auch die Finderin zu Millionären gemacht. Letztlich lief es auf einen Vergleich hinaus. Der Kläger erklärte sich damit einverstanden, der Frau 12 Millionen Euro zu bezahlen, wenn sie den Gewinnschein zurückgibt. So blieb die Frage nach dem Eigentum am Schein zweitrangig. Denn um den Gewinn überhaupt in Anspruch nehmen zu können, sind zwei Voraussetzungen zu erfüllen. Einmal gilt es das Los vorzeigen zu können. Es muss sich also physisch im Besitz befinden. Dieser Punkt wäre in jedem Fall zugetroffen. Doch muss der Vorzeigende ebenfalls der Eigentümer sein.

Vergleich bringt Gewinn: Letztlich wurde gerichtlich ein Vergleich angestellt. Die Frau erhält, obwohl sie nicht versucht hat den Schein zurückzugeben, gewissermaßen einen Finderlohn in Höhe von 12 Millionen Euro. Dass es überhaupt zur Gerichtsentscheidung kommen konnte, liegt daran, dass der ursprüngliche Käufer des Loses nachweisen konnte, auf die entsprechenden Zahlen gesetzt zu haben.

Französischer Finanzminister fordert 4,3 Millionen Euro vom Gewinn

Lotto-Glück oder Lotto-Pech? (Bildquelle)

An dieser Stelle sollte die Geschichte eigentlich mit einem Happy End abschließen. Doch die Story bekommt von Seiten der Regierung noch eine spannende Wende. Grundsätzlich sind Lottogewinne in Frankreich nicht steuerpflichtig. Doch die Finderin vom Lotto-Schein hat strikt gesehen nicht die Euromillions gewonnen. Sie fand ein Los auf einer öffentlichen Straße. Das Finanzministerium wollte daher die ihnen zustehende Steuer kassieren. Die Forderung bezifferte sich auf 4,3 Millionen Euro. Die Argumentation lautete wie folgt: Es handele sich nicht um einen Gewinn im Lotto, sondern um die Auszahlung von einer Einzelperson zur nächsten.

Erneut musste das Gerichtswesen in Frankreich wegen des einen Lotto-Scheins, der auf der Straße gefunden wurde, einschreiten. Übrigens ist letztlich nicht geklärt worden, warum und wie das Gewinnlos überhaupt seinen Weg in den öffentlichen Raum gefunden hat. Gegen die Zahlung von 4,3 Millionen Euro klagte die Finderin. Und das Verwaltungsgericht gab ihr Recht. Schlussendlich unterliegen ihre 12 Millionen Euro nicht der Steuer in Frankreich. So hat eine Euromillions Ziehung bei den Franzosen für zwei glückliche Gewinner gesorgt. Jedoch gab es einen Verlierer – den Staat. Denn dieser hat nicht nur keinen Anspruch auf die geforderten 4,3 Millionen Euro. Er muss auch noch die Kosten für das Verfahren im Wert von 2.000 Euro begleichen.

Zweithöchste Gewinn in Frankreich: Die 163 Millionen Euro sind der zweithöchste Lotto-Gewinn in der Geschichte Frankreichs. Höher war nur eine Summe aus 2012 dotiert, welche mit 170 Millionen Euro ebenfalls von den Euromillions ausgezahlt wurde.

Aktuelle Lotto-Jackpots für Ziehungen aus Deutschland

Wer selbst sein Glück versuchen und den Schein lieber nicht auf der Straße verlieren möchte, der spielt eventuell online. Interessant sind an diesem Punkt die Jackpots, also die Hauptgewinne der jeweiligen Lotterien. Beim heutigen Lotto am Mittwoch liegt der Jackpot bei 18 Millionen Euro.

Wer es auf größere Summen abgesehen hat, der wendet sich wohl dem Eurojackpot zu. Denn dort sind in der Ziehung am Freitag 48 Millionen Euro abzustauben. Ebenfalls werden die Euromillions am Freitag gezogen. Dort finden sich aktuell ebenfalls 48 Millionen Euro als Hauptgewinn im Pott.

Dank Lotto ausgesorgt? Das glauben viele Gewinner. Doch es gibt Gegenbeispiele. Einer der bekanntesten Fälle in Deutschland ist Lotto-Millionär Achim. Er machte seinen Gewinn publik und hatte ganz plötzlich sehr viele Freunde.

163 Millionen Lotto-Gewinn: Das Glück lag auf der Straße 1200 1000 2019-07-31 08:13:06 Online-Casino.de

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