404 Automaten in Wien beschlagnahmt

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404 Automaten in Wien beschlagnahmt

Martin Hill, 31. August 2015, Recht & Gesetze

Seit knapp acht Monaten, also seit Beginn des Jahres 2015, ist das kleine Glücksspiel innerhalb von Wien untersagt. Die einzige Ausnahme findet innerhalb von Casinos Anwendung. Dort darf auch an den Spielautomaten gespielt werden.

Allerdings hat sich die Neuregelung wohl nicht bei allen Betreibern von diversen Geschäften herumgesprochen. Denn zahlreiche Automaten wurden weiterhin betrieben. Wien ist aber bestrebt das neue Gesetz auch umzusetzen.

262 Kontrollen seit Anfang des Jahres durchgeführt

Um die Durchsetzung des Gesetzes zu überwachen, mussten Kontrollen erfolgen. Denn seit Januar 2015 ist der Betrieb von Glücksspielautomaten innerhalb von Wien, sofern außerhalb von Casinos, verboten.

257 Geräte sind von einem Tag auf den nächsten illegal geworden und mussten konfisziert werden. Bei den übrigen Geräten hat es sich nach Aussagen von Polizeipräsident Gerhard Pürstl und Stadträtin Ulli Sima von der SPÖ um Automaten zur Annahme von Wetten gehandelt.

Bei den Kontrollen wurden aber nicht nur einzelne Automaten aus dem Verkehr gezogen. Teilweise mussten Betriebe auch vollständig geschlossen werden. Wer sich nicht an die Regeln gehalten hat, dem drohen jetzt Konsequenzen. Geldstrafen in einer Höhe bis zu 22.000 Euro werden fällig.

Stadt und Polizei wollen weiterhin eng zusammenarbeiten, um zu verhindern, dass Menschen über ihre finanziellen Verhältnisse spielen und Schulden machen. Die bislang beschlagnahmten Geräte werden, sofern das Verfahren geschlossen ist, vernichtet. Weitere Kontrollen sind geplant.

Werden die Live-Wetten als nächstes gestrichen?

Die Automaten werden verboten und die Spieler schwenken um zum nächsten Hobby. Bei den Sportwetten sind es die Live-Wetten, welche schnellen Erfolg versprechen. Die Absicht von Wien ist jedoch nicht, die Spieler von den Automaten fernzuhalten, um sie zu den Live-Wetten zu treiben. Daher steht diese Form des Glücksspiels jetzt auch auf dem Prüfstand.

Es wird ein Gesetz geplant, wonach die Live-Wetten verboten werden sollen. Die Buchmacher sind mit diesem Vorstoß nicht einverstanden. Ein Verbot soll insbesondere für die Wahl des nächsten Torschützen, aber auch für aufgezeichnete Rennen erfolgen. Weiterhin legal bleibt der Tipp auf den Endstand.

Der Einsatz an sogenannten Wettterminals soll auf 50 Euro beschränkt werden. Freiwillig verzichten die Anbieter bereits auf Wetten, die sich mit Gelben oder Roten Karten, Anstöße oder dem Nachwuchs beschäftigen. Sie verweisen weiterhin darauf, dass es wissenschaftlich nicht erwiesen ist, dass von Live-Wetten eine besondere Suchtgefahr ausgeht.

Der neue Vorstoß der Stadt Wien würde erneut die Anbieter in der Stadt treffen. Die Online-Buchmacher wären nicht betroffen. Denn auf das Internetangebot hat die Stadt Wien keine juristische Handhabe.

404 Automaten in Wien beschlagnahmt 300 200 2016-09-23 17:03:08 Online-Casino.de

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