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5 Casino-Mythen: Mehr als nur ein Ammenmärchen?

Martin Hill, 17. August 2020, Unterhaltung

Was ist dran an Casino-Mythen? / Shutterstock.com

Ob im Online-Casino oder in der physischen Spielbank – einige Mythen halten sich hartnäckig. Daher ist es jetzt an der Zeit einmal zu untersuchen, was der Wahrheit entspricht und was nicht. Denn längst nicht alle Aussagen über die Spielcasinos, die einem täglich so begegnen, enthalten mehr als nur einen Funken Wahrheitsgehalt. Allerdings sollte sich niemand auf die falsche Fährte führen lassen. Vielleicht überprüfst du dich gleichst selbst, ob du schon einem Mythos auf den Leim gegangen bist.

Casinospiele haben einen großen Boom erlebt. Und heute brauchst du nicht einmal mehr dein Wohnzimmer verlassen, um am Spielautomaten oder Roulette-Tisch Platz zu nehmen. Ein Tablet oder Smartphon reichen völlig aus. Doch einige Casino-Mythen können dir den Spielgenuss durchaus madigmachen. Typische Sprüche und Halbwahrheiten wollen wir aufnehmen und schauen, was dran ist an diesen Aussagen.

1. Das Casino gewinnt immer!

Wer als Verlierer das Spielcasino verlässt oder sich mit Fremden über das Thema unterhält, der hat diesen Spruch natürlich schon einmal gehört. Nach unserer Ansicht entspricht er zum Teil der Wahrheit. Denn freilich kannst du als Spieler den Blackjack Tisch oder auch jeden beliebigen Spielautomaten mit einem stattlichen Gewinn verlassen. Wäre dies nicht möglich, so wären die Casinos online und offline leergefegt. Immerhin hält die Chance auf die möglichst große Ausschüttung die Kunden bei der Stande.

Doch gibt es eine zweite Ebene. Das Casino gewinnt am Ende immer. Und dass muss auch so sein. Immerhin werden Casinos als Wirtschaftsunternehmen betrieben. Würden sie keine Gewinne verbuchen, müssten sie ihren Betrieb einstellen. Je nach Spiel werden ca. 90 bis 99 Prozent der Einsätze wieder an die Kunden ausgeschüttet. Da einige Spieler hoch gewinnen, müssen einige moderat verlieren. Doch wirklich immer gewinnt das Casino nur auf Langstrecke. Einzelne Kunde können ebenfalls zu den Gewinnern gehören.

2. Kartenzählen ist im Spielcasino verboten

Zu viele Filme geschaut? Tatsächlich darfst du Karten zählen und dadurch deine Gewinnchance steigern. Filme wie „21“ zeigen die Tricks auf. Dass Casinoangestellte gewaltsam Jagd auf dich machen, ist nicht anzunehmen. Gesetzlich haben die Betreiber nämlich keine Handhabe gegen das Kartenzählen. Doch wenn es so einfach ist, warum werden Casinos nicht reihenweise ausgenommen? Eine berechtigte Frage.

Nicht umsonst sind es häufig Mathematiker, welche entsprechende Tricks anwenden. Und häufig brauchst du auch eine größere Gruppe an Personen, um erfolgreich zu sein. Obendrein ist das Zählen der Karten zwar nicht illegal, doch die Spielcasinos können es in der Hausordnung negativ belegen. Fliegst du auf, so werden deine Gewinne einbehalten und du erhältst Hausverbot. Deswegen ist es vor dem Gesetz jedoch längst nicht illegal.

3. Auf eine lange Pechsträhne folgt ein großer Gewinn

Vom Verlierer zum Gewinner? (Bildquelle)

Ob und wann ein Gewinn im Automaten auftritt, ist komplett dem Zufall überlassen. Ein Zufallsgenerator ist dafür zuständig. Dieser kann umgekehrt dafür sorgen, dass langfristig z.B. 96 Prozent der Einsätze wieder ausgeschüttet werden. Dennoch ist es möglich, dass zwei Großgewinne praktisch aufeinanderfolgen. Umgekehrt kann eine Pechsträhne länger als erwartet andauern. Oder anders gesagt: Glücks- und Pechsträhnen sind eine statistische Auffälligkeit, die jedoch komplett dem Zufall überlassen ist.

Dieser Casino-Mythos geht es ein Stück weit auf einen Selbstbetrug zurück. Kam es länger zu keinem Gewinn, wird das Weiterspielen damit begründet, dass es doch jetzt bald mal wieder passieren muss. Umgekehrt wollen Spieler eine bestehende „Glückssträhne“ nicht durchbrechen und ziehen immer wieder am Arm des einarmigen Banditen. Würden die Automaten bei Gewinnen und Verlusten jedoch einem Schema folgen, dann gäbe es langfristig immer erfolgreiche Spieler. So ist es aber nicht.

4. Je höher der Jackpot, desto früher die Ausschüttung

Bei einem progressiven Jackpot geht ein kleiner Anteil der Einsätze immer in die Summe des Hauptgewinns. Beim Automatenspiel Mega Moolah wurden beispielsweise im September 2018 knapp 19 Millionen Euro ausgeschüttet. Doch hätte der Pott ebenso gut früher geknackt sein können. Denn der Auslöser basiert auf einem Random Number Generator (RNG) und ist demzufolge komplett dem Zufall überlassen.

Doch je höher der Jackpot, desto mehr Spieler nehmen am Rennen um den Hauptgewinn teil. Und mehr Spieler steigern dann schon irgendwie die Chance, dass der Pott irgendwann geknackt wird. Doch die Gewinnchance für den einzelnen erhöht sich dadurch nicht.

5. Mit der nötigen Erfahrung lässt sich regelmäßig gewinnen

Diese Aussage ist nicht gänzlich ins Reich der Casino-Mythen zu verbannen. Doch bei einem Spielautomaten hast du nur wenige Chancen Einfluss zu nehmen. Du kannst eine Einsatzstrategie verwenden, um Verluste auszugleichen und in die Gewinnzone vorzustoßen. Klappt aber nicht immer. Dafür ist der Slot zu „random“. Doch bei anderen Spielen lässt dich die Erfahrung wachsen.

Nehmen wir Blackjack als Beispiel. Hier lässt sich lernen, wann noch eine Karte zu ziehen ist oder wann du dein Blatt teilst. Auch beim Poker lernst du, wann bestimmte Kombinationen wahrscheinlich sind und welche Karten du entsprechend tauscht. Allerdings handelt es sich jeweils um Kartenspiele. Erneut ist der Faktor „Glück“ nicht unerheblich. Denn je nachdem welches Blatt du auf der Hand hast und welche Karten die Dealer oder Gegenspieler halten, verlierst du vielleicht dennoch.

5 Casino-Mythen: Mehr als nur ein Ammenmärchen? 1200 1000 2020-08-17 10:45:26 Online-Casino.de

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