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55 Millionen Eurojackpot Gewinn bei Lottoland verpufft

Glück im Zahlenspiel? (Bildquelle)

Eine Altenpflegerin aus Köln füllte die Zahlen für den Eurojackpot bei Lottoland richtig aus. Nach ihrer Ansicht hätte sich 55 Millionen Euro gewinnen müssen. Doch zu früh gefreut. Denn die Zweitlotterie mit Sitz in Malta verweigert die Auszahlung. Allerdings gibt es diesbezüglich inzwischen eine Stellungnahme. Demnach hat die Spielerin ihren Schein schlicht und ergreifend einen Tag zu spät abgegeben. Ist die Ziehung wirklich schon vorher gelaufen, so besteht natürlich kein Anspruch auf die Zahlung des Millionengewinns.

8, 23, 40, 41, 42, sowie die Sonderzahlen 2 und 10 wurden angespielt und gezogen. Doch der Eurojackpot wird bereits am Freitag ausgespielt. Der Tippschein wurde jedoch wohl erst am Samstag abgegeben. Prekär an dieser Geschichte ist, dass die Frau aus Köln von einem Quicktipp spricht. Dabei werden im Zufallsprinzip Zahlen ausgewählt. Hatte sie wirklich das Pech, dass der Computer ihr die Zahlen vom Vortag auswählte. Und hat sie dann einfach nicht gewusst, dass die Ziehung beim Eurojackpot schon am Freitag stattfindet?

So lösen sich 55 Millionen Euro innerhalb von einem Tag in Luft auf

„In meinen Träumen habe ich mir schon einen Lamborghini gekauft.“ So teilte die Gewinnerin es dem Kölner Express mit. Auch ein Urlaub auf den Malediven soll in den Träumereien der Spielerin enthalten gewesen sein. Doch die erwünschte Gewinnbestätigung und Gratulation vom Anbieter Lottoland ist nie eingegangen. Nach Ansicht der Kölnerin hat der Glücksspielanbieter ihr die Auszahlung verweigert. Tatsächlich wurde die Ausschüttung sogar anders verteilt. Denn nach Rückfrage meldete sich Lottoland zu Wort: „Bei der aktuellen Eurojackpot-Ziehung hat dein Eurojackpot-Tippschein, den du abgegeben hast, leider nicht teilgenommen aufgrund von Transaktionsproblemen.“ So schildert es zumindest die Spielerin. Somit gab es bei dieser Ziehung nur einen Gewinner und der kam eben aus Tschechien.

Die Medien haben sich schon auf einen Betrug von Seiten Lottolands eingestimmt. Doch der Anbieter wehrt sich. „Die Spielerin hat am 14. Juni auf eine Ziehung von Lotto 6aus49 GO! Abgegeben. Das heißt, unter dieser Auftragsnummer gab und gibt es keinen Eurojackpot-Tipp.“ Weiterhin unterstellt der Lottovermittler der Dame selber Betrug. Es ist die Rede davon, dass weitergeleitete E-Mails der Spielerin durch Kopieren und Einfügen verfälscht seien. Für Lottoland scheint der Fall klar zu sein: „Lottozahlen der vergangenen Ziehung kann man relativ einfach tippen.“ Doch die 26-jährige aus Köln bleibt beharrlich. Sie wiederspricht den Vorwürfen: „Das wird ja immer besser. Jetzt soll ich auch noch betrügen. Ich werde mir einen Anwalt nehmen und Lottoland verklagen.“

Um einen Tag vertan? Wenn die Spielerin am 14. Juni getippt hat, dann war es der Tag der Eurojackpot Ziehung. Aber hat sie ihren Tippschein rechtzeitig abgegeben?

Lottoland versucht das Eurojackpot-Rätsel umfassend aufzuklären

Wer knackt den Jackpot? (Bildquelle)

Die schlechte Publicity hat Lottoland veranlasst in die Offensive zu gehen. Eine Sprecherin erklärte: „Die Spielerin hat nicht bei Lottoland gewonnen. Es kann anhand verschiedener Indizien dargelegt werden, warum diese Aussage falsch ist. Tatsächlich hat die Spielerin einen Tipp auf den Eurojackpot abgegeben, aber am Samstag, dem 15. Juni – also einen Tag nach der Ziehung. Getippt wurden die bereits gezogenen Zahlen vom Vortag.“ Weiterhin führt das Unternehmen aus: „Die E-Mail mit den Angaben zu den angeblichen Transaktionsproblemen wurde nicht von Lottoland verschickt. Der E-Mail-Text muss von jemanden anderen erstellt worden sein, was bei weitergeleiteten E-Mails leicht möglich ist.“ Dass Transaktionsprobleme vorlagen, wird bestritten.

Lottoland hat den Spieß also umgedreht. Es soll sogar ein rechtliches Vorgehen gegen die Kölnerin geprüft werden. Zudem äußerte sich WestLotto in der vergangenen Woche, dass es sich bei Lottoland um einen ausländischen Operator handle, der seine Produkte in Deutschland ohne Lizenz anbietet. Dem wiedersprach das Unternehmen ebenso. Es liegen Lizenzen aus Großbritannien, Irland und Italien vor. Und dank der europäischen Dienstleistungsfreiheit sieht die Sekundärlotterie seine Dienste in der Bundesrepublik als legal an. Tatsächlich sind die Gewinne versichert und werden in der Regel auch ausbezahlt. Lottoland stellt das staatliche Monopol auf den Prüfstand.

Glücksspielaufsicht in Malta: Richtig wäre es gewesen, sich an die jeweilige Aufsichtsbehörde zu wenden. Diese hätte den Fall ohne viel Aufsehen klären können.

Eurojackpot-Gewinn: Wer lügt und wer sagt die Wahrheit?

Die Spielerin beharrt auf ihre Sichtweise. Sie hat den Tippschein mit den richtigen Zahlen im Eurojackpot abgegeben. Die Auszahlung des Gewinns bleibt ihr jedoch verwehrt. Wenn es wirklich einen zweiten Sieger aus Tschechien gab, hätte die Summe jedoch nur die Hälfte der 55 Millionen Euro betragen. Noch immer genug, um nicht mehr arbeiten gehen zu müssen. Ob sie wirklich rechtliche Schritte gegen Lottoland einleitet, bleibt abzuwarten.

Die Zweitlotterie selber bestreitet sämtliche Vorwürfe. Nach Angabe von Lottoland hat die Spielerin zwar einen Schein abgegeben, aber einen Tag zu spät. Dieser scheint auch nicht, wie behauptet, als Quicktipp abgegeben worden zu sein. Das Unternehmen aus Malte vermutet, dass die Kölnerin bewusst die Zahlen vom Vortag auswählte. Hier bestehen zwei Möglichkeiten. Erstens: Sie wusste nicht, dass die Ziehungen schon am Freitag stattfinden und hat per Zufall die identischen Zahlen gewählt. Zweitens: Sie war sich der verspäteten Abgabe bewusst und wollte das Unternehmen betrügen. Da es Unstimmigkeiten mit den Mails und den Aussagen der Spielerin gegeben hat, erwägt nun Lottoland rechtliche Schritte. Weitere Informationen gibt es bei Merkur.de.

55 Millionen Eurojackpot Gewinn bei Lottoland verpufft 1200 1000 2019-07-05 07:55:16 Online-Casino.de

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