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9,3 Millionen Euro Gewinn: Deutscher siegt bei eSports Turnier

Martin Hill, 16. August 2017, Sport & Spiel

Offizielles eSports Logo "The International 2017" (Bildquelle)

Die Spitzensportarten sind weltweit sehr gut bezahlt. Wer hätte gedacht, dass eSports sich in diese Riege einreihen kann. Der deutsche eSport Profi Salehi Takhasomi, alias „KuroKy“ ist Weltmeister. Diesen Sieg errang er mit seinem „Team Liquid“. Schon 2013 stand Takhasomi im Finale, unterlag damals jedoch mit dem ukrainischen Team „Natus Vincere“ gegen das schwedische Team „Alliance“.

Das Preisgeld der Weltmeisterschaft ist mit 10,7 Millionen US-Dollar oder eben 9,3 Millionen Euro ausgeschrieben gewesen. Diese Summe teilt sich das Team Liquid, welches aus fünf Teilnehmern besteht. Diese stammen aus Deutschland, Finnland, Bulgarien, dem Libanon und Jordanien. In der Nacht zum Sonntag wurde die Weltmeisterschaft in der KeyArena zu Seattle eingetütet. Gespielt wurde das Echtzeitstrategiespiel Dota 2 (Defense of the Ancients).

Trend eSports: Nicht mehr aufzuhalten!

Noch ist es nicht im Fernsehen zu sehen. Aber im Internet haben sich eSports zu einem großen Trend entwickelt. Die Turniere werden auf YouTube oder Twitch übertragen und Millionen Fans auf der ganzen Welt fiebern mit ihren Lieblingsteams mit. Für die Spieler selber ist es ein Wettkampf. Der 24-jährige Berliner Takhasomi startete mit seinem Team beim großen eSports-Turnier „The International 2017“ in Seattle. Dota 2 ist ein Spiel, wo fünf Spieler je Team sich gegenseitig innerhalb einer Arena bekämpfen. Wie viel Preisgeld KuroKy als Teamkapitän von den 9,3 Millionen Euro abbekommt, ist unbekannt. Seine Fähigkeiten, in Zockerkreisen als „Skill“ bekannt, basieren zum Teil auf einer Behinderung. Denn seit seiner Jugend ist Takhasomi an den Rollstuhl gefesselt und hat früh die Computerspiele für sich entdeckt. Innerhalb der eSports soll er der am besten verdienende Athlet der Geschichte sein.

Im nachfolgenden Video ist das Finale von „The International 2017“ in Seattle/Washington auf YouTube zu sehen. Kontrahenten vom „Team Liquid“ mit Teilnahme von KuroKy war das „Team Newbee“ aus Chine. Das Finale endete einseitig mit 3:0 für Team Liquid.

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An dieser Stelle möchten wir den Erfolg der eSports auch am wahnsinnig hohen Preisgeld festmachen. 9,3 Millionen Euro hat das Siegerteam zugesprochen bekommen. Selbst wenn diese Summe noch durch fünf geteilt wird, bleibt für jeden Sportler ein Betrag von über 1,8 Millionen Euro übrig. Zum Vergleich gab es im Herreneinzel 2017 in Wimbledon für den Sieger ein Preisgeld von 2,2 Millionen britischen Pfund, was umgerechnet über 2,4 Millionen Euro entspricht. Und Wimbledon ist das prominenteste Tennis-Turnier im Kalender.

Wird eSports 2024 olympisch? Diese Frage muss derzeit vom Komitee beantwortet werden. Die Verantwortlichen in Paris überlegen den elektronischen Sport aufzunehmen. Die Jugend könnte mit diesem Schritt wieder mehr für Olympia interessiert werden. Erste Gespräche zwischen dem Olympischen Komitee und der eSports Szene haben stattgefunden. Demonstrationsspiele werden als Testlauf schon bei den Asiatischen Spielen 2018 ausgetragen. Die Medaillenvergabe scheint nicht mehr fern. Bei den Asienspielen 2022 sind sie schon fix gelistet.

Vorausschau auf die Entwicklung von eSports weltweit

Anfang des Jahres stellten wir noch die Frage: Ist eSports Glücksspiel, Job oder einfach nur Sport? Job und Sport schließen sich zumindest nicht aus. Immerhin ist es möglich, Millionenbeträge an Preisgeldern abzusahnen. In diesem Sinne ist eSports mit Pokern zu vergleichen. Allerdings handelt es sich beim elektronischen Sport meistens um ein Aufeinandertreffen von Teams. Gerade bei den jungen Altersgruppen ist ein starker Anstieg der Beliebtheit zu verzeichnen. Aus der Deloitte-Studie geht hervor, dass das Marktvolumen innerhalb von drei Jahren auf ein Volumen von 130 Millionen Euro ansteigen wird. Somit handelt es sich um ein Wachstum von 25 Prozent. Auch an Deutschland geht dieser Trend nicht vorbei. Bei der ESL One in Köln fanden sich 15.000 Besucher täglich ein, um den Spielern beim Daddeln zuzuschauen.

Die Entwicklung wird aktuell von professionellen Fußballvereinen beschleunigt. Denn der FC Schalke 04 und der VfL Wolfsburg haben die Entwicklung bereits erkannt und eigene Teams aufgestellt. Die Clubs können auf diesem Weg weitere Einnahmen generieren und steigern darüber hinaus ihre Bekanntheit auf der ganzen Welt. Laut der benannten Studie ist der Begriff eSports 54 Prozent der Befragten bekannt, wenngleich 24 Prozent die Bedeutung nicht benennen können. Je jünger die Befragten, desto höher der Bekanntheitsgrad. 16 Prozent der Befragten gaben an, sich eSports auch im Fernsehen anschauen zu wollen. Zehn Prozent der Personen im Alter von 19 bis 24 Jahren hat bereits ein eSports Event besucht. Acht Prozent der Befragten sind bereit, für eSports auch zu zahlen.

Die beliebtesten eSports Spiele auf einen Blick

eSportler als Neben- oder Hauptberuf? Diese Entwicklung ist im Kommen. Die besten Spieler können bereits von ihren Preisgeldern leben. Einen kurzen Blick wollen wir auf die beliebtesten, elektronischen Sportarten werfen. Häufig ist es sogar möglich, bei diversen Wettanbietern Tipps auf die Computerspieler zu platzieren.

League of Legends: 27 Millionen Zuschauer sahen die LOL World Championship 2014. Zu den stärksten Zeiten spielten über sieben Millionen Spieler zeitgleich.

Defence of the Ancients 2: Besser als Dota 2 bekannt, handelt auch dieser Artikel zum großen Teil vom strategischen Wettkampf. Ziel ist das Zerstören der gegnerischen Basis mit Helden. Von den Preisgeldern gibt es kein stärkeres Game.

Counter-Strike – Global Offensive: Der Wettstreit zwischen den Terrorristen und der Anti-Terror-Einheit hat sich zu einem beliebten Sport entwickelt.

9,3 Millionen Euro Gewinn: Deutscher siegt bei eSports Turnier 300 250 2017-08-16 16:02:53 Online-Casino.de

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