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Aktienhandel macht ebenso süchtig wie Casino-Spiele

Ralf Schneider, 10. Oktober 2016, Sport & Spiel

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Der Handel an der Börse kann ebenso süchtig machen, wie das Spielen innerhalb eines Casinos. Eine gewagte These? Tatsächlich hat sich ein Student der Universität in Zürich, Ermin Halilovic, mit dieser Thematik beschäftigt. Als Student der Wirtschaft und mit einem Nebenverdienst als Croupier im Züricher Casino sind ihm beide Ebenen vertraut. Der Blick am Abend berichtete.

Überall wo Geld im Einsatz ist, scheint auch eine Suchtgefahr zu bestehen. Dies geht natürlich auch über das Casino und den Aktienhandel hinaus. Schließlich gibt es sogar für das zwanghafte Einkaufen einen Begriff: Die Shopping-Sucht. Aber wo liegen die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Casino und Wertpapierhandel?

Börse: Nicht mehr als blankes Glücksspiel?

Wer sein Kapital in Wertpapieren angelegt hat, wird jetzt vermutlich aufschreien. Allerdings schlägt das Zentrum für Spielsucht in Zürich und dort der Präventionsexperte Christian Ingold, in die gleiche Kerbe. Es wird ausgeführt, dass sowohl das Casino, als auch der Aktienhandel, Gemeinsamkeiten in der Einsatzhöhe, den Gewinnchancen und der Frequenz der Ereignisse haben.

Die Studienarbeit von Halilovic hat aufgezeigt, dass zwischen Börsenhandel und Glücksspiel kaum ein Unterschied besteht. Experten meinen häufig die Kurse der Unternehmen bewerten und so eine Entwicklung vorhersagen zu können. Tatsächlich ist eine Prognose aber meist ungewiss. Halilovic führt aus, dass der Aspekt „Zufall“ viel größer ist, als vielfach angenommen.

Wo liegen die Unterschiede zwischen dem Aktienhandel und dem Casino?

Jenseits der blinkenden Lichter eines Casinos, müssen doch weitere Unterschiede festzustellen sein. Oder liegt die einzige Differenz in den Begrifflichkeiten. Während Börsenexperten vom Investment und der Rendite reden, sind es im Casino der Einsatz und Gewinn.

Häufig ist ein weiterer Unterschied die Regulierung. Am Beispiel der Schweiz wird dies deutlich. Denn Casino-Spiele sind hier strikt reglementiert. Ein Großteil des gespielten Geldes wird hier an die Kantone abgeführt. Bei der Börse gibt es entsprechende Regeln nicht. Wiese ist hier nicht vom Spielerschutz die Rede?

Prominentes Beispiel für die Sucht beim Wertpapierhandel

Die Börsensucht ist spätestens seit der Gefängnisstrafe von Uli Hoeneß ein Thema. Der ehemalige und wahrscheinlich zukünftige Manager des FC Bayern München hat seine Gefängnisstrafe abgesessen. Er tätigte innerhalb von zehn Jahren 52.000 Transaktionen. Die Finanzen wurden hierbei nicht ausgewiesen, was die Gefängnisstrafe nach sich zog.

Einige Experten fordern inzwischen eine Steuer für das sogenannte Trading. Mit den Einnahmen könnten Programme für die Prävention, Aufklärung oder nähere Untersuchung der Börsensucht finanziert werden. Bei näherer Betrachtung lässt sich zumindest die Ähnlichkeit zwischen Glücksspiel und Aktienhandel nicht leugnen.

Bildquelle: Fotolia/Björn Wylezich (Bild-ID: #84528477)

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