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Aufsicht gestattet WestSpiel-Übernahme durch Gauselmann für 141,8 Millionen Euro

Martin Hill, 3. September 2021, Wirtschaft

Die Merkur-Sonne: Das Firmenlogo der Gauselmann-Gruppe (Bildquelle)

Schon seit Wochen gab es keine Zweifel mehr daran, dass sich die Gauselmann Gruppe WestSpiel einverleibt. Jetzt ist es also offiziell. Denn die Kartellbehörden haben den Deal genehmigt. Die Zahlen lagen schon im Vorfeld auf dem Tisch. Gauselmann lässt es sich 141,8 Millionen Euro kosten, in Nordrhein-Westfalen die vier Spielbanken zu übernehmen. Doch darüber hinaus erhält die Gruppe das Recht zwei weitere Casinos zu eröffnen. Offiziell trat die Übernahme von WestSpiel durch Gauselmann am 1. September 2021 in Kraft.

Allerdings war die Übernahme schon am 20. Juli 2021 abgezeichnet worden. An diesem Stichtag fand die Unterzeichnung des Kaufvertrages zwischen der Gauselmann Gruppe und der NRW.Bank statt. Dann hat es noch mehrere Wochen der Prüfung bedurft. Und jetzt hat die Kartellbehörde grünes Licht gegeben. Offenkundig sehen die Wettbewerbshüter keine unfairen Bedingungen auf dem Markt, wenn die Gauselmann Gruppe WestSpiel übernimmt. Unternehmensgründer Pauls Gauselmann verleibt sich damit die Standorte in Bad Oeynhausen, Aachen, Dortmund (Hohensyburg) und Duisburg ein. Zwei weitere Spielbanken werden in Nordrhein-Westfalen noch durch die Gauselmann Gruppe eröffnet werden. Nach einem jahrelangen Hin und Her kann um die Westdeutschen Spielbanken jetzt wieder Ruhe einkehren. Sie haben einen Käufer gefunden, der sich im Geschäft auskennt.

Gauselmann erweitert sein Portfolio um WestSpiel

Vier weitere Spielbanken gehören jetzt zur Gauselmann Gruppe. Doch was bedeutet dies genau? Es sind gleichwohl 900 Mitarbeiter, die jetzt einen neuen Arbeitgeber haben. Bislang wurden keine Kündigungen angekündigt. Denn auch die Gauselmann Gruppe muss den Spielbetrieb aufrechterhalten können. Immerhin reden wir von Spielerträgen, die noch im Jahr 2019 bei 117 Millionen Euro gelegen haben. Das Jahr 2020 ist wegen der Pandemie nicht maßgeblich. Eine Sache wird sich bei den WestSpiel Spielbanken in jedem Fall ändern. Denn sie werden künftig unter dem Logo der Sonne stehen und mit dem Namen „Merkur“ versehen sein. Dabei handelt es sich um das Markenzeichen der Gauselmann Gruppe, was bei den neu erworbenen Casinos natürlich ebenfalls nicht fehlen darf. Die Gauselmann Gruppe bringt eine Erfahrung von über 60 Jahren mit. Dass stimmt die Angestellten von WestSpiel sicherlich positiv. Denn weltweit arbeiten ungefähr 14.000 Mitarbeiter für Gauselmann.

Längere Zeit bestand über den Kaufpreis Stillschweigen. Das mag auch daran gelegen haben, dass während der Bieterphase andere Interessenten ebenfalls Angebote haben abgeben können. Letztlich setzte sich die Offerte der Gauselmann Gruppe in Höhe von 141,8 Millionen Euro durch. Das Land NRW will Konzessionen für Spielbanken ab 2022 vermutlich für 15 Jahre vergeben. Hier stellt sich jedoch die Frage, wo die zwei verbliebenen Casinos entstehen sollen. Bedenkt man das Einzugsgebiet, so sind Köln oder Düsseldorf mit Sicherheit in der engeren Auswahl. Doch auch Münster soll um den begehrten Spielbanken-Platz im Rennen sein. Gauselmann setzte sich übrigens in einer Bieter-Phase durch, die zunächst auf drei Bewerber beschränkt wurde. Nordrhein-Westfalen hat diesbezüglich konkrete Vorgaben vorgelegt, die einzuhalten sind. Anhand eines Punktesystems wurden die beiden „Finalisten“ ausgewählt, wo dann der Höchstbietende den Zuschlag bekam – die Gauselmann Gruppe.

Illegales Casino in Köln ausgehoben: Beamte hoben die „Spielhölle“ aus und beschlagnahmten 90.000 Euro Bargeld und verbotene Automaten. Eine legale Spielbank könnte solche Auswüchse verhindern.

Stellungnahme von Gauselmann zur WestSpiel übernahme

Bildquelle: Westspiel GmbH

Unternehmensgründer Paul Gauselmann äußerte sich in seiner Rolle als Vorstandssprecher zur Übernahme: „Wir freuen uns darauf, die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unserem Unternehmen begrüßen zu können. Gemeinsam werden wir die Spielbanken in NRW noch erfolgreicher ausrichten.“ Geschäftsführer (Merkur Spielbanken) David Schnabel ergänzt: „Die Zeit zwischen der Unterzeichnung des Kaufvertrages und der finalen Freigabe durch die Kartellbehörden haben wir intensiv dazu genutzt, um die Integration der Spielbanken in die Unternehmensgruppe vorzubereiten. Neben den technischen und organisatorischen Aspekten lag der Fokus dabei insbesondere auf der persönlichen Vorstellung des Managements bei den Kolleginnen und Kollegen in den Spielbankstandorten sowie der Zentrale in Duisburg.“ Dass hört sich aus Sicht der ehemaligen WestSpiel-Mitarbeiter doch sehr positiv an. Denn eine Übernehme scheint nach diesen Aussagen fast unumstößlich sicher.

Doch scheint die Gauselmann-Gruppe noch im Detail auf die Neuzugänge unter den Mitarbeitern schauen zu wollen: „Diesen Dialog werden wir in den kommenden Wochen weiter intensivieren“, fügt Schnabel an und fährt fort: „und haben dazu Begrüßungsveranstaltungen für alle neuen Kolleginnen und Kollegen in unserem Schulungszentrum auf Schloss Benkhausen geplant.“ Wenn wir auf der Homepage der Gauselmann Gruppe nachschlagen, so sucht das Unternehmen eher nach weiteren Beschäftigten. Doch sind viele für die Online-Aktivitäten eingeplant. Allerdings sollten Entlassungen eher weniger ein Thema sein. Immerhin gilt es nicht nur die vier Neuzugänge unter den Spielbanken zu betreiben. Zwei weitere Casino-Standorte in Nordrhein-Westfalen gehörten ebenfalls zu dem Deal beim WestSpiel-Kauf.

Gauselmann Gruppe beliebter Arbeitgeber: Focus Business hat das Unternehmen schon mehrfach unter den Top-Arbeitgebern in Deutschland gelistet. Sechs Mal in Folge war das Unternehmen schon in den Top-1000 zu finden. Bei der Betrachtung von 900.000 Unternehmensprofilen ist eine Listung in den besten 1.000 durchaus eine gute Leistung. Voraussetzung war zudem, dass mindestens 500 Mitarbeiter beim Unternehmen angestellt sind.

Aufsicht gestattet WestSpiel-Übernahme durch Gauselmann für 141,8 Millionen Euro 1200 1000 2021-09-03 10:49:19 Online-Casino.de

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