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Bringt ein EU-Verfahren Unruhe ins Lotto-Spiel?

Dass beim Lotto 6 aus 49, sowie bei der Super 6 und im Spiel 77 große Summen fließen, ist den deutschen Bundesbürgern nur zu bewusst. Sechs Kreuze werden regelmäßig von den Lotto-Spielern gesetzt, immer in der Hoffnung auf den Millionengewinn. Während es bei den Tippern jedoch den Zufall überlassen ist, gewinnt der Staat in jedem Fall.

Die Chance auf einen Gewinn beträgt hingegen nur 1:139.838.160. Dennoch gibt es regelmäßig Gewinner. Zuletzt wurde die Summe in Höhe von 33 Millionen Euro kurz vor Pfingsten ausgespielt worden. Und hohe Summen sind erst recht ein Grund für Bund und Länder sich zu freuen. Denn hier nimmt die Anzahl der Spieler erfahrungsgemäß zu. Somit steigen auch die Einnahmen.

EU startet Vertragsverletzungsverfahren

Wegen des Glücksspielstaatsvertrages wurde Deutschland bereits angezählt. Hier wird noch immer über eine Überarbeitung oder Neuauflage diskutiert. Aber auch das staatliche Lotto steht unter Beschuss. Denn im Zuge der Liberalisierung des Marktes für Online-Casinos und Sportwetten könnte auch das klassische Lotto Konkurrenz bekommen.

Dieser Rückschluss ist durchaus einleuchtend. Denn sowohl Casino-Spiele, als auch Wetten auf Sportevents weisen eine höhere Suchtgefahr auf, als das Lottospiel. Daher stellt sich schon die Frage, warum nicht auch der Markt des Lottos für Drittanbieter geöffnet wird.

Weitere Konkurrenz droht aus dem Web

Aber nicht nur Brüssel und die EU können dem staatlichen Lotto Steine in den Weg legen. Diverse Online-Anbieter laden zum Setzen der Kreuze ein. Dabei handelt es sich oftmals nicht um das klassische Lotto, wenngleich die Kunden den Unterschied nicht bemerken. Vielmehr wird hier eine Wette auf die Lottoziehung abgegeben. Diese Unternehmen sind zumeist in Gibraltar oder England ansässig. Diese Zweitverwertung der Lottoziehung hat inzwischen einen Anteil am Markt von gut 50 Prozent.

Auch bei den Sportwetten sind bekannte Internetanbieter, für die zum großen Teil beim Fußball geworben wird, sehr beliebt. Das staatliche Oddset zieht hier gleich zweifach den Kürzeren. Denn in der Lotto-Annahmestelle wird weniger gespielt. Zudem wurde auch über die Internetplattform kein Spielerstamm aufgebaut.

Länder profitieren vom Lotto-Spiel

Die Einnahmen im abgelaufenen Jahr bezifferten sich auf 7,3 Milliarden Euro. Diese wurden von Toto und Lotto eingespielt. Von diesem Betrag gingen 2,9 Milliarden Euro direkt an die Länder, welche die Gelder in Sport, Soziales und Kultur investieren.

Bund und Länder fürchten derzeit doppelt um diese Einnahmequelle. Denn einerseits droht Unbill aus Brüssel. Es bleibt abzuwarten wie das Vertragsverletzungsverfahren verlaufen wird. Gleichwohl gruppiert sich Konkurrenz im Internet, die bereits jetzt einen Teil des Marktes an sich gerissen hat.

Bildquelle: Flickr/Steffen Zahn

Bringt ein EU-Verfahren Unruhe ins Lotto-Spiel? 900 598 2016-09-07 07:47:49 Online-Casino.de

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