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Casag-Einstieg: Rekurs von Novomatic?

Martin Hill, 1. September 2016, Wirtschaft

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Die Casinos Austria steht vor der Übernahme. Aber es ist eine „Neverending Story“. Nach längerem Hin und Her hatten sich die tschechischen Milliardäre Jiri und Karel Komarek zusammen mit Novomatic auf einen Deal geeinigt. Das Unternehmen sollte aufgeteilt werden. Belastung und Verantwortung würden ebenso geteilt.

Aber jetzt hat sich das Kartellgericht zu Wort gemeldet und den Deal untersagt. Denn durch den Einstieg von Novomatic würden Bedenken hinsichtlich des Wettbewerbs bestehen. Jetzt bleibt der Firma aus Gumpoldskirchen nur noch ein Weg off: Rekurs beim Obersten Gerichtshof.

Kartellgericht legt Veto ein

40 Prozent der Anteile der Casag sollten an Novomatic gehen. Dies wurde über den Ankauf von Anteilen geregelt. Hier gab es Verahndlungen mit der Leipnik-Lundenburger Invest, der MTB Privatstiftung und UNIQA. Eine Meldung bei der Bundeswettbewerbsbehörde war hier unausweichlich. Und die Behörde untersagte den Zukauf nach Aussage von DerStandart.at .

Die Tschechen sind bereits mit über 11 Prozent bei Casino Austria beteiligt. Jetzt wird ein weiterer Zukauf erwogen. Aber auch Novomatic ist bereits mit 24 Prozent bei den Cashcow Lotterie involviert. Von kartellrechtlicher Seite gab es hier keine Bedenken, da die Schwelle bei 25 Prozent gelegen hätte.

Nach monatelangen Verhandlungen hatten sich die Tschechen und Novomatic auf die Übernahme zu fairen Konditionen geeinigt. Zusammen hätten die Anteile bei 51 Prozent liegen sollen. Ein Joint Venture ist das Ziel, welches einer gleichberechtigten Leitung bedarf. Bleibt das Kartellgericht jedoch bei seiner Meinung, so wäre das Vorhaben gescheitert.

Welche Wege stehen noch offen?

Mit einer Beteiligung durch Novomatic von 40 Prozent und den Tschechen von 11 Prozent, wäre die 51 Prozent Marke geknackt. Aber auch eine andere Aufteilung, mit einer geringeren Beteiligung durch Novomatic, wäre denkbar und kartellrechtlich weniger problematisch. Die Tschechen haben ihre Bereitschaft bereits signalisiert.

Ungeklärt ist bislang, was mit den geschlossenen Verträgen passiert. UNIQA, MTB und LLI haben sich auf einen Verkauf geeinigt, welcher jetzt vom Kartellgericht vorerst gestoppt wurde. Die genannten Unternehmen möchten verkaufen. Novomatic möchte kaufen. Die Bedenken bezüglich des Wettbewerbs können nur noch in der letzten Instanz ausgeräumt werden. Vier Wochen stehen zur Verfügung, um Rechtsmittel einzulegen. In diesem Fall wäre Rekurs anzumelden.

Dieser Schritt wird derzeit ohne Zweifel erwogen. Der Erfolg ist zwar zweifelhaft, aber dieser Weg wäre der am einfachsten umzusetzende. Sollte der letzte, gerichtliche Schritt ebenfalls ohne Erfolg bleiben, so müssen andere Wege gefunden werden. In diesem Fall ist wahrscheinlich, dass das tschechische Konsortium mit einer höheren Summe einsteigt und Novomatic ihren geplanten Zukauf von Anteilen verringern muss.

Bildquelle: Fotolia/reneberger123 (Bild-ID: #111092515)

Casag-Einstieg: Rekurs von Novomatic? 300 200 2016-09-06 08:29:07 Online-Casino.de

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