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Casino Aachen: Wo sind die Warhol-Werke?

Christian Webber, 15. Februar 2016, Unterhaltung

Im Aachener Casino haben diverse Siebdrücke des Künstlers Andy Warhol gehangen. In unterschiedlichen Farben wird die Schauspielerin Marilyn Monroe dargestellt. Inzwischen stellt sich die Frage, wohin die Kunstwerke verschwunden sind. Insbesondere die FDP in Nordrhein-Westfalen verlangt darüber Auskunft.

Es handelt sich insgesamt um zehn Siebdrucke. Das Aachener Casino wurde zur Ausstellung verwendet. Seit vielen Jahren sind die Werke von der Bildfläche verschwunden. Erst kürzlich wurden zudem erst zwei Kunstwerke von Warhol für viel Geld von Westspiel verkauft.

Monroe Siebdrucke: Wo sind die geblieben?

Das Casino hat inzwischen eine offizielle Auskunft gegeben. Nach eigenen Angaben wurde eines der zehn Kunstwerke in einer Weise beschädigt, welche einen Ersatz hat nötig werden lassen. Dieser hat seiner Zeit, im Jahr 1988, 22.000 Euro gekostet. Der Schätzwert der Gemälde liegt heute bei gut 850.000 Euro.

Ein Haustechniker soll für die Beschädigung verantwortlich gewesen sein. Anscheinend wurde das Casino nicht mehr länger als Ausstellungsort angesehen. Die Gefahr auf weitere Unfälle sollte vermieden werden. Nach Angaben des Casinos wurden die Siebdrucke eingelagert. Westspiel-Sprecher Marco Lippert hat sich diesbezüglich geäußert und fügte hinzu, dass aktuell keine Verkaufsabsicht bestehen würde.

Westspiel verkauft Siebdrucke aus Aachener Casino

Die zehn Marilyn Siebdrucke sollen nicht verkauft werden. Dennoch hat es in der jüngeren Vergangenheit weitere Gemälde gegeben, welche aus dem Aachener Casino verkauft wurden. Auch diese wurden von Andy Warhol angefertigt. Es handelte sich um „Four Marlons“ und „Triple Elvis“.

Im Jahr 2014 hat diese Versteigerung in Amerika, New York, stattgefunden. Westspiel konnte eine Rekordsumme in Höhe von 120 Millionen Euro für den Verkauf einnehmen. Dieser Deal hat durchaus für Proteste gesorgt. Immerhin gehört Westspiel indirekt zum Land Nordrhein-Westfalen. Für das Unternehmen war es jedoch ein Hauptgewinn. Denn der Wert hat sich im Zeit des Besitzes um über 56.000 Prozent gesteigert. Eine Sanierung des Spielbankbetriebes und ein Neubau in Köln sind als Verwendungszweck für die Einnahmen vorgesehen.

Politiker, Unternehmer und Kulturschaffende haben mittlerweile einen runden Tisch gebildet, um zu beraten, wie die übrigen Kunstwerke im Landesbesitz bleiben können. Diese Debatte ist überhaupt nur möglich, da Westspiel zum Teil zu Nordrhein-Westfalen gehört. Es wird spekuliert, ob die wichtigsten Kunstwerke über eine Stiftung ans Land verkauft werden können.

Ralf Witzel als FDP-Fraktionschef haut in die gleiche Kerbe. Er spricht sich gegen „Sorglos-Verkaufslösungen“ aus. Vielmehr sollen die Werke von privaten Mäzenen für das Bundesland gesichert werden. Defizite in den Spielbanken würden keine Gerüchte um einen Verkauf anheizen. Zudem könnte die Kunst in diesem Fall der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Casino Aachen: Wo sind die Warhol-Werke? 900 406 2016-09-30 07:49:01 Online-Casino.de

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