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Casino Köln: Zwei vorläufige Sieger beim Architektur-Wettbewerb

Christian Webber, 18. Januar 2017, Unterhaltung

Auf dem Ottoplatz vor der Kölner S-Bahn-Station Messe/Deutz soll ab 2018 das neue Casino (Bildquelle)

Die zwei vorläufigen Sieger des Architektur-Wettbewerbs für den Casinoneubau auf dem Ottoplatz in Köln Deutz stehen fest. Die beiden Konzepte setzten sich gegen insgesamt 16 andere Teilnehmer durch. Nun naht die endgültige Entscheidung, da die Bauarbeiten schon im nächsten Jahr beginnen sollen. Mit der geplanten Fertigstellung und Eröffnung 2021 wird auch gleichzeitig den rückläufigen Umsatzzahlen durch die wachsende Konkurrenz im Internet der Kampf angesagt.

Aus 18 mach zwei

Der Neubau eines Casino-Komplexes auf dem Ottoplatz vor der S-Bahn-Station Messe/Deutz in Köln befindet sich in der entscheidenden Planungsphase. Nachdem die Stadt Köln die Lizenz für den Bau des Großprojektes bekommen hatte, wurde von dem zukünftigen Besitzer der Spielbank, der Westdeutschen Spielbanken GmbH & Co. KG, kurz Westspiel, ein Architektur-Wettbewerb ausgeschrieben, an dem insgesamt 18 Architekturbüros teilnahmen.

Eine Jury hat nun die beiden besten Konzepte gekürt und das Projekt einen großen Schritt nach vorne befördert. Die Teilnahmeanträge mussten bis zum 16. August 2016 eingereicht werden, sämtliche Wettbewerbsunterlagen bis zum 30. August 2016 vor Ort sein. Unter den 18 Teilnehmern befanden sich unter anderem auch renommierte Architekten wie zum Beispiel der Kölner Peter Kulka, der die TÜV-Akademie Rheinland in Köln entwarf und am Universitätsbau in Bielefeld beteiligt war.

Die Ausschreibung fand auch im Ausland Gehör. Die Architektenbüros Delugan Meissl Associated Architects aus Wien und Burkard Partner aus Basel bewarben sich ebenfalls für den Zuschlag. Die Jury tagte am 7. Dezember 2016 und legte sich auf die beiden Gewinner fest. Die Jury setzte sich dabei folgendermaßen zusammen:

  • „Leiter Bauwesen“ Stefan Bielig von WestSpiel
  • Stadtplaner der Stadt Köln
  • Vorsitzende des Gestaltungsbeirats der Stadt Köln
  • Stadtkonservator vom Amt für Denkmalschutz in Köln
  • Vertreter des Bankengewerbes und des Finanzministeriums NRW
  • Politiker aller im Landtag und Stadtrat sitzenden Parteien
  • Architekten aus der gesamten deutschen Republik

 

Eines der beiden Gewinnerbüros wird den letztendlichen Zuschlag nach einer weiteren letzten Entscheidungsrunde erhalten. Zur Auswahl stehen die Konzepte der

  • AIP Planungs GmbH
  • Das Unternehmen ist für die Stadt Köln kein unbekanntes, da sie bereits das Verlagsgebäude des Lingen Verlags entworfen haben. Der Hauptsitz befindet sich in Düsseldorf. Weitere Zweigstellen befinden sich in Frankfurt, München, Leipzig und der Schweiz.

  • Allmann Sattler Wappner Architekten
  • Auch dieses international tätige Architektenbüro konnte bereits mit Projekten wie der Herz Jesu Kirche und dem Haus der Gegenwart in München sowie dem Dornier Museum in Friedrichshafen und dem Verwaltungsgebäude für Südwestmetall in Reutlingen von sich reden machen. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in München.

Egal, welcher der beiden verbliebenen Anwärter den Zuschlag für das neue Westspiel-Casino im Endeffekt bekommt, die Zeit drängt. Schließlich sollen die Bauarbeiten an dem Großprojekt bereits Mitte 2018 starten, wir berichteten bereits darüber. Im Jahr 2021 sollen dann die ersten Gäste den neuen, hochmodernen Spieltempel betreten können.

Westspiel-Geschäftsführer Steffen Stumpf sagte zum letzten Schritt des Wettbewerbs: „In den kommenden Monaten wird sich zeigen, welcher Siegerentwurf tatsächlich gebaut wird.“ Der Geschäftsführer ist sich aber mit dem Baudezernenten der Stadt Köln, Franz-Josef Höing, darüber einig, dass die Millionenmetropole

„ein fulminantes Casino mit internationaler Strahlkraft“

bekommen werde, dass sich auch Fassadentechnisch in das Bild am Ottoplatz optimal einfügen wird.

Chance auf zusätzliche Steuereinnahmen

Für den Spielbankenbetreiber Westspiel wird es bereits das fünfte Casino in Nordrhein-Westfalen sein. Die weiteren Spielorte der Westdeutschen Spielbanken GmbH & Co. KG befinden sich in

  • Aachen,
  • Bad Oeynhausen,
  • Dortmund
  • Duisburg

 
Für den Eigentümer der Westspiel-Gruppe, das Land Nordrhein-Westfalen, steigt somit die Chance auf zusätzliche Steuereinnahmen in Millionenhöhe. Im Jahr 2015 wurden bereits 16,55 Prozent der gesamtdeutschen Spielbankenabgabe durch die Casinos in Nordrhein-Westfalen erzielt. Der Neubau in Köln könnte ab der geplanten Eröffnung 2021 dafür sorgen, dass der Gesamtanteil auf über 20 Prozent ansteigt. Insgesamt 23 Millionen Euro soll der neue Komplex kosten und die Umsatzzahlen der Westdeutschen Spielbanken GmbH & Co. KG erheblich ankurbeln. Diese sind seit Anfang der 2000er nämlich rückläufig.

Konnte 1998 noch ein Umsatz von umgerechnet ca. 179 Millionen Euro erwirtschaftet werden, sanken sie in den Jahren stetig und fielen im Jahr 2012 auf nur noch 107 Millionen Euro. Bei den Umsätzen fließen neben den vier bereits genannten Spielbanken in Nordrhein-Westfalen auch die Umsätze der Spielbank Bremen, der Automaten-Dependance Bremerhaven und der Spielbank Erfurt mit ein.

Letztere schloss nach Ablauf der Konzession und aufgrund eines fehlenden Käufers im Jahre 2014. Dadurch verlor das Land Thüringen seine einzige staatlich konzessionierte Spielbank. Das neue Casino in Köln soll hingegen mit seinem hochmodernen Design und einem kundenfreundlichen Konzept die Konkurrenz durch Spielhallen und Online-Casinos abwehren. Allgemein wolle sich, laut einem Sprecher von Westspiel, das Unternehmen

„angesichts von Millionen-Verlusten auf die Casinos in Nordrhein-Westfalen konzentrieren.“

Video: Trailer zur Neueröffnung eines Westspiel-Casinos

Rückläufige Zahlen

Die rückläufige Anzahl von Spielbanken ist auch in der Spielbankenabgabe deutlich zu sehen. Konnte der Staat im Jahr 2007 noch 418 Millionen Euro in allen Bundesländer einnehmen, waren es im Jahr 2015 nur noch 108 Millionen Euro. Ein drastischer Rückgang, der hauptsächlich mit dem boomenden Glücksspielmarkt im Internet begründet werden kann.

Auch die Verteilung der Spielbanken in Ost- und Westdeutschland ist sehr unterschiedlich, wie die nachfolgende Tabelle zeigt. Lediglich acht der 66 deutschen Casinos befinden sich in den neuen Bundesländern.

Bundesland Anzahl an Spielbanken
Sachsen-Anhalt Zwei
Sachsen Drei
Brandenburg Zwei
Mecklenburg-Vorpommern Keine
Thüringen Keine
Niedersachsen Zehn
Bayern Neun
Saarland Sieben
Rheinland-Pfalz Sechs
Schleswig-Holstein Fünf
Berlin Fünf (eine im östlichen Teil Berlins)
Hamburg Vier
Hessen Vier
Nordrhein-Westfalen Vier
Baden-Württemberg Drei
Bremen Zwei

Infografik zum Casino-Neubau in Köln

Bild: Die Zahlen und Fakten zum Bau des neuen Casinos in Köln sind beeindruckend. Bildquelle: eigene Darstellung

Casino Köln: Zwei vorläufige Sieger beim Architektur-Wettbewerb 1000 664 2017-01-18 09:16:08 Online-Casino.de

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