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Casino Resorts in Japan liegen bis ins Jahr 2020 auf Eis

Glücksspiel-Potential in Japan ist riesig. (Bildquelle)

In Japan gab es ein längeres Hickhack um das Glücksspiel. Wo Pachinko Automaten erlaubt sind, standen die Asiaten mit den Geldspielautomaten auf Kriegsfuß. Doch politisch hat sich in der jüngeren Vergangenheit etwas getan. Pläne zur Eröffnung eines Casinos Resorts wurden beharrlich vorangetrieben. Zwei Unternehmen sind in den Planungen für drei Standorte, wo dem Glücksspiel gefrönt werden kann, bereits weit fortgeschritten. Doch ein Hindernis macht dem vorzeitigen Start einen Strich durch die Rechnung – das Fehlen einer Glücksspielaufsicht.

Die Politik mag den Plänen zum Glücksspiel zugestimmt haben. Höchste Priorität scheint das Projekt jedoch nicht zu genießen. Denn zur Umsetzung gehört die Einrichtung einer Glücksspielbehörde. Und diese soll erst im Jahr 2020 einsatzbereit sein. Ohne Behörde gibt es keine Casino Resorts. Also müssen sich die Unternehmen, welche mit der Umsetzung des Glücksspiels in Japan beauftragt wurden, ebenfalls gedulden.

Casino Management Board verzögert Glücksspiel-Start in Japan

Drei neue Casinos sollen es werden. Und in Japan ist der Bedarf noch groß. Über viele Jahre war das Glücksspiel verboten. Wer dennoch seiner Spielleidenschaft nachkommen wollte, der hat häufiger die Sonderverwaltungszone in Macau aufgesucht. Das asiatische Spielerparadies ist inzwischen größer als Las Vegas. Doch die Japaner wollen jetzt ein Stück vom Glücksspiel-Kuchen abhaben. Die Politiker um Shinzo Abe haben sich für drei Casino-Standorte ausgesprochen. Doch jetzt hat der Premierminister wieder den Rückwärtsgang eingelegt. Wo es zunächst so aussah als könnte es mit den Lizenzen ganz schnell gehen, ist inzwischen von einem Aufschub bis ins Jahr 2020 die Rede. Denn eigentlich sollten die Casinos in den nächsten Monaten schon startklar sein. Da ist die Verzögerung bis ins nächste Jahr für die Geschäftsleute natürlich ärgerlich.

Doch wieso kommt diese Wartefrist zustande? Schuld ist das Casino Management Board, beziehungsweise dessen Nichtexistenz. Es handelt sich um eine Glücksspielaufsicht, wie sie in Deutschland im Jahr 2023 ins Leben gerufen werden soll. Allerdings möchten die Japaner nicht ohne diese Behörde, welche für die Lizenzvergabe und die Regulierung zuständig sein soll, starten. Dass ist nur wenig verwunderlich. Aktuell gab es wieder in Großbritannien Fälle, wo die Unternehmen aus der Glücksspielbranche gegen die Regeln verstoßen haben. Sanktionen waren die Folge. Japan möchte das Glücksspiel sofort in die richtigen Bahnen lenken. Wenn das Casino Management Board ins Leben gerufen wird, so besteht es allem Anschein nach aus fünf Mitgliedern. Diese sollen direkt dem Regierungskabinett unterstellt sein.

Strikte Kontrolle: Die genannten fünf Mitarbeiter sollen tatsächlich ihre Zuständigkeit nur auf die drei Casino Resorts beschränken. Wichtig scheint der Regierung hierbei, dass die Angestellten Einblicke in die Zahlungsströme erhalten. Geldwäsche und Steuerhinterziehung sollen damit einem Riegel vorgeschoben werden.

Welche Chancen entgehen Japan mit dem Aufschub der Casino Resorts?

Glücksspiel-Lizenzen zu vergeben? (Bildquelle)

Auf den ersten Blick hört sich alles gar nicht so tragisch an. Die Resorts wurden vom aktuellen Jahr 2019, auf das Jahr 2020 verschoben. Was haben diese wenige Monate schon für Auswirkungen. Allerdings ist es der Bau selber, der mit dem Fehlen der Glücksspielaufsicht nicht fortgeführt wird. Die Reihenfolge sieht aktuell so aus: Zunächst muss das Casino Management Board eingerichtet sein. Dann wird der Bau der Resorts (Casino und Hotel) voranschreiten. Erst nach Fertigstellung der Komplexe folgt die Eröffnung. Daher ist es durchaus logisch, dass noch einige Jahre ins Land ziehen können, bis die Japaner zu ihren drei Casino Standorten kommen. Dabei hätte es durchaus einige Gründe gegeben, diese Projekte schneller voranzutreiben. Diesbezüglich sei insbesondere die Expo im Jahr 2025 genannt.

Immerhin handelt es sich um eine Messe, zu der 28 Millionen Besucher erwartet werden. Mit einem Spielcasino vor Ort hätten diese Touristen eine aktive Möglichkeit der Freizeitgestaltung gefunden. Weiterhin wäre ein attraktives und modernes Hotel verfügbar gewesen. Denn die Planungen gehen aktuell davon aus, dass der Komplex Platz für 2.000 bis 3.000 Betten bieten wird. Derzeitige Schätzungen gehen davon aus, dass die Expo2025 in Osaka eine Summe von 17 Milliarden US-Dollar zusätzlich in die Kassen spült. Durch das Vorhandensein eines Casinos hätte diese Summe sicherlich noch vergrößert werden können. Natürlich ist diese Option nicht vom Tisch. Jede Verzögerung macht eine rechtzeitige Eröffnung weniger Wahrscheinlich. Wenn die Behörde 2020 steht, müssen Konzessionen vergeben, Gebäude gebaut und Eröffnungen gefeiert werden.

Bewerbung mit Hindernissen: Tatsächlich stehen die Japaner mit dem Glücksspiel nach Jahren der Abstinenz selber auf dem Kriegsfuß. Bei der Bewerbungsphase um Lizenzen fiel es schon schwer, geeignete Standorte zu finden.

Politik verzögert Bau der Casino Resorts

Anders kann es nicht formuliert werden. Denn wie bereits geschrieben, steht dem Voranschreiten lediglich die Einrichtung einer Behörde im Wege. Und diese soll nur fünf Mitarbeiter umfassen. Dass es hier nicht schneller geht, ist dem Unwillen der Politik zuzuschreiben. Vom Volk kommt Gegenwind. Umfragen belegen, dass 70 Prozent der Japaner dem Bau der Resorts ablehnend gegenüberstehen. Doch eigentlich waren die Casinos ein Projekt der aktuellen Regierung. Warum also die Verzögerung? Im Juli finden Wahlen statt. Und das Volk ist zum großen Teil gegen die Resorts. Daher wird dieses Projekt, zugunsten der Wählerstimmen, aufgeschoben. Mit Eintrittspreisen ab 55 US-Dollar und Limitierungen der Besuche für Japaner, soll eine eventuell aufkommende Spielsucht in Schach gehalten werden.

Casino Resorts in Japan liegen bis ins Jahr 2020 auf Eis 1200 1000 2019-05-27 08:31:51 Online-Casino.de

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