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Casino Techniker vor Gericht

Ganz ungefährlich scheinen Jobs in der Glücksspielbranche nicht zu sein. Wer tagtäglich mit den Geräten in Kontakt kommt, der hat potentiell natürlich eine höhere Gefahr der Spielsucht zu befürchten. Meist spielen Betreiber selbst zwar nicht, und auch Casino Manager lassen besser die Finger von den Spielautomaten im Casino. Marcus B., einem 33 Jahre alten Techniker für Spielgeräte, erging es dagegen weniger gut. Bereits seit geraumer Zeit litt er unter Spielsucht – bis er schlussendlich rund 35.000 Euro bei seiner Arbeit unterschlug und sich selbst im vergangenen Jahr gestellt hat.

Techniker leidet an Spielsucht

Herr B. war dafür zuständig, die Spielautomaten in den Zwickauer Spielhallen zu leeren. Dies tat er letztlich auch eine ganze Weile gewissenhaft. Irgendwann jedoch begann er damit, immer wieder Geld in die eigene Tasche zu „wirtschaften“. Damit finanzierte er seine Spielsucht. Nun musste sich der Techniker vor Gericht verantworten. Man konnte ihm eine Unterschlagung in Höhe von insgesamt mehr als 35.000 Euro nachweisen. Ob es sich letztlich um noch höhere Beträge handelt, ist fraglich.

Abertausende Euro „abgezweigt“

Wenn man so will, saß der Beschuldigte tatsächlich an der Quelle. Er kannte sich nicht nur bestens mit den Spielautomaten aus, sondern hatte während ihrer Wartung auch die Gelegenheit, Geld auszunehmen. Nicht alles davon landete am Ende in der Kasse der Aufsteller – denen der Großteil zusteht. Auch die Betreiber der Zwickauer Casinos haben offensichtlich lange Zeit keinen Verdacht geschöpft. Schließlich ist nicht anders zu erklären, dass eine solch hohe Summe verschwunden ist. Seine Spielsucht besteht inzwischen seit rund zwei Jahren.

Selbstanzeige 2014

Marcus B. bekannte sich vor dem Amtsgericht in Zwickau als schuldig und begründete diese Taten wie folgt: „Seit sieben Jahren arbeite ich in der Branche, vor zwei Jahren verfiel ich der Spielsucht.“ Sicherlich ist dies keine Entschuldigung dafür, dass er eine horrende Summe unterschlagen hatte. Aber schlussendlich ist eben niemand vor den Gefahren der Spielsucht sicher – schon gar nicht, wenn man jeden Tag mit den Geräten in Kontakt kommt. Es dauerte kein Jahr, bis der Techniker auf Schulden in Höhe von rund 60.000 Euro kam.

Mildes Urteil wegen Schuldbekenntnis

Das schlechte Gewissen muss Herrn B. geplagt haben, denn vor nunmehr rund einem Jahr kam es zur Selbstanzeige. Die Therapie begann der Betrüger direkt. Das Geständnis sowie die Erkenntnis, dass es so nicht weitergehen könne, haben ihm eine milde Strafe eingebracht. Das Gericht fällte nun ein Urteil: 3 Monate auf Bewährung.

Casino Techniker vor Gericht 300 200 2017-01-02 10:07:20 Online-Casino.de

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