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Casinos Austria: Den Jackpot in Liechtenstein geknackt!

Martin Hill, 31. August 2018, Wirtschaft

Logo der Casinos Austria aus Österreich

Casinos Austria sind Betreiber einer Spielbank in Liechtenstein. Nachdem die Auslandstochter lange Zeit in der Kritik stand und zwischenzeitlich sogar verkauft werden sollte, gibt es jetzt Positives zu berichten. Denn das Geschäft im Zwergstaat läuft sehr gut. Die Umsätze sind im ersten Halbjahr 2018 stark gewachsen. Es ist sogar von zweistelligen Steigungen bei den relevanten Kennzahlen die Rede. Ändert sich damit die generelle Einstellung gegenüber Casinos Austria International?

Das Casino steht im Liechtensteiner Schaanwald. Erst im Oktober 2017 eröffnete das Etablissement seine Pforten. Und schon im ersten Halbjahr 2018 übersteigen die Erlöse sämtliche Erwartungen. Anscheinend hat Liechtenstein lange auf ein eigenes Spielcasino warten müssen. Mit diesem Erfolg steigt ebenfalls das Konzernergebnis von Casinos Austria International gehörig an.

So entwickelt sich das Konzernergebnis von Casinos Austria International

Wenn wir Casinos Austria International anschauen und uns auf das erste Halbjahr 2017 fokussieren, so erkennen wir einen Anstieg von 1,30 auf 2,49 Millionen Euro beim Gewinn. Freilich ist der Umsatz ebenfalls um 17,6 Prozentpunkte, auf 72,94 Millionen Euro, angestiegen. Diesen positiven Effekt schreiben Experten der Eröffnung des Liechtensteiner Casinos zu. Doch gehören zum Konzern insgesamt 29 Spielbanken. Drei Stück davon werden jedoch auf Kreuzfahrtschiffen betrieben. Hier wurde die Anzahl jedoch um die Hälfte reduziert. Ebenfalls zu erwähnen ist ein Tochterunternehmen mit Lotto Terminals auf Mazedonien. Doch ist nicht nur der Standort in Liechtenstein für das Wachstum verantwortlich.

Weiterhin soll das Konzernergebnis positiv von den Beteiligungen in der Schweiz, in Belgien und Ungarn beeinflusst worden sein. Auch in Deutschland, insbesondere Niedersachsen, soll das Geschäft florieren. Und das Spiel mit den Automaten in Mazedonien hat ebenfalls eine positive Entwicklung genommen. Dort ist die Anzahl der Spielgeräte von 1.022 auf 1.256 angestiegen. Bis zum Ende des Jahres 2018 soll die Anzahl der Geldspielgeräte sogar auf bis zu 3.000 Stück erweitert werden. Besonders Generaldirektor Alexander Labak hat sich in der Vergangenheit immer für einen Verkauf von Casinos Austria International stark gemacht. Inzwischen hat sich seine Einstellung diesbezüglich gewandelt. „Die Zahlen zeigen, dass dies Früchte trägt und stimmen uns auch optimistisch, was die zukünftige Entwicklung betrifft“, so Labak.

Operativer Gewinn: Operativ brachten die Casinos Austria International sogar 5,78 Millionen Euro ein, von denen letztlich 2,49 Millionen Euro übrig blieben.

Die Eigentumsverhältnisse bei Casinos Austria

Folgt eine Netzsperre auch in Österreich? (Bildquelle)

Die Sazka-Gruppe hatte das Potential der Auslandsbeteiligung sehr früh erkannt. Denn hier wollten die Tschechen gerne weitere Anteile erwerben. Jiri Smejc und Karel Komarek stehen hinter der Sazka-Gruppe. Sie wollten vermehrt bei den Österreichern von Casinos Austria einsteigen. Von einer Erhöhung der Anteile und sogar von einer Machtübernahme war die Rede. Der Plan auf über 40 Prozent bei den Aktien zu kommen, ist bislang jedoch nicht von Erfolg gekrönt gewesen. Die Staatsholding hält nach wie vor ein Drittel am Unternehmen. Vor einem halben Jahr wurde noch berichtet, dass die Casinos Austria International Verluste einfahren. Auch das Inlandsgeschäft stand schon in der Kritik. Obwohl win2day zu Casinos Austria gehört und die einzig erlaubte Internetplattform ist, liegt der Marktanteil dort nur bei 50 Prozent.

Aus dem Ausland wird das restliche Potential abgefischt. Von dort mischen diverse Casinos auf dem Markt mit, die offiziell gar nicht zugelassen sind. Die Machtübernahme der Sazka-Gruppe hatten Novomatic, die immerhin 17 Prozent der Casag halten und die Staatsholding Öbib zusammen verhindert. Angeblich gab es hier einen Stimmbindungsvertrag, an den sich das Unternehmen aus Gumpoldskirchen nicht gehalten habe. Generaldirektor Labak gilt als Mann, der gut mit der Sazka-Gruppe kann. In seiner bisherigen Amtszeit hat er sich jedoch bei vielen Personen nicht gerade beliebt gemacht, weswegen bezweifelt wird, dass sein Vertrag verlängert wird.

Lotterien laufen: Wenn ein Part des Geschäfts der Casag funktioniert, dann sind es die Lotterien. Hier riskierte Labak den reibungslosen Vertrieb, indem er sich mit den Trafikanten anlegte.

Steht in Österreich eine Steuerreform bevor?

In Liechtenstein scheint es zu laufen. Die Tschechen von der Sazka-Gruppe, dessen Beteiligung bei der Casag noch recht frisch ist, würden sich über eine Änderung der Steuergesetzgebung in Österreich sicherlich ärgern. Ein Rückblick in das Jahr 2010 zeigt, dass die Abgabe für Spielbanken von 48 auf 30 Prozent gesenkt wurde. Stimmen wurden laut, die von einer Sanierung der Casinos auf dem Rücken der Steuerzahler sprachen. Dies ist nicht von der Hand zu weisen. Jetzt wo die Kennzahlen wieder nach oben zeigen, könnten die Uhren jedoch bald wieder anders gehen. Es ist von einem hohen zweitstelligen Millionenbetrag die Rede, der künftig mehr durch die Glücksspielabgabe eingefahren werden soll.

Im Gespräch ist dabei ebenfalls eine Aufstockung der Steuern für das Online-Spiel. Dabei soll das illegale Spielen im Netz gleich mit eingeschränkt werden. Eine IP-Sperre, wie in der Schweiz, wurde ebenfalls schon angesprochen. Das Finanzministerium hat sich bislang auf keine Lösung einigen können. Noch in diesem Jahr muss sich das Aufsichtspräsidium entscheiden, ob die Verträge von Generaldirektor Labak, sowie von den Vorständen Glatz-Kremsner und Dietmar Hoscher verlängert werden. Diese laufen noch bis Ende des Jahres 2019. Weitere Informationen zur geplanten Steuerreform hat der Kurier zusammengefasst.

Casinos Austria: Den Jackpot in Liechtenstein geknackt! 1200 1000 2018-08-31 15:30:11 Online-Casino.de

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