China im Kampf gegen organisierte Kriminalität

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China im Kampf gegen organisierte Kriminalität

Martin Hill, 19. November 2015, Recht & Gesetze

Glücksspiel ist auch in Asien beliebt. Nicht immer werden hier die legalen Wege beschritten. Durch die hohe Einwohnerzahl, sind auch die Verhältnisse bei den illegalen Aktivitäten überdimensioniert. Kürzlich haben Chinas Behörden einen Schlag gegen grenzüberschreitendes Glücksspiel landen können. Es handelte sich um einen Online-Ring, der wohl über eine Millionen Kunden gehabt hat.

Diese Zahlen gehen aus Angaben des Ministeriums für öffentliche Sicherheit aus China hervor. Es ist weiterhin von 98 Verdächtigen die Rede, welche Beteiligungen an mehr als 500 Homepages haben. Diese wurden allesamt festgenommen. Wie groß angelegt dieser Schlag gegen das illegale Glücksspiel war, zeigt die Zeitspanne der Ermittlungen. Bereits im August 2014 wurden die Untersuchungen eingeleitet.

Wo wurde das illegale Glücksspiel in China organisiert

Die Aufmerksamkeit der Behörden wurde auf den Fall gelenkt, weil ein Funktionär auf einen Wettkunden hingewiesen wurde, welcher über ein Internetcafé eine illegale Wettpage aufgerufen hat. Anschließend wurde eine gesonderte Ermittlungseinheit ins Leben gerufen. Ziel war es den Anführer zu verhaften.

Dieser wurde als ein 40-jähriger Mann aus Guangdong identifiziert. Laut Informationen befinden sich die Server für das illegale Geschäft in Taiwan. Die Operationen vor Ort wurden hingegen von einem technologischen Konzern am chinesischen Festland in Shenzhen geleitet. Die Anbieter offerieren sogar einen ausführlichen Kundenservice, welcher über die Philippinen, Thailand und Hong Kong verteilt ist.

Gewinner haben ihre Auszahlung in Form von Bargeld erhalten. Beim Verlust mussten die Kunden, angeblich gab es 120.000 registrierte Nutzer, den entsprechenden Betrag auf ein vordefiniertes Bankkonto überstellen.

Die Konten der Spieler wurden inzwischen eingefroren und das Geld der Operatoren beschlagnahmt.

Chinas Erfolge gegen die illegale Kriminalität in 2015

Bereits im Januar konnten Festnahmen durchgeführt werden. Gleichfalls wurde ein Betrag in Höhe von 9,7 Milliarden Dollar als Einsatz beschlagnahmt, welcher von den Betreibern verwaltet wurde. Inzwischen wurden diesbezüglich schon mehr als 1.000 Personen verhaftet. Die Anklage lautet auf illegalen Betrieb eines aus Thailand agierenden Online-Wettbüros.

Ein weiterer Erfolg konnte im August und September erzielt werden. Über drei Monate hat die Polizei in Hong Kong, China und Macau mehrere tausend Verdächtige verhaftet. Unter dem Decknamen „Thunderbolt15“ wurde die organisierte Kriminalität hier bekämpft. Der Nachrichtensender BBC sprach von 19.000 Festnahmen. Eine chinesische Zeitung hat sogar 51.000 Verhaftungen erwähnt. Dort waren jedoch die Festnahmen von 30.000 Drogensüchtigen eingerechnet.

Auch hier wurde wegen Glücksspiel, aber auch wegen Hehlerei und Prostitution ermittelt. Beschlagnahmt wurden weiterhin Waffen, Drogen und Raubkopien. Bei der Aktion sollen auch hochrangige Mitglieder der chinesischen Unterwelt in Gewahrsam genommen worden sein.

China im Kampf gegen organisierte Kriminalität 300 200 2016-09-05 16:02:24 Online-Casino.de

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