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Coronavirus Pandemie beeinflusst Glücksspiel-Aktien

Martin Hill, 6. März 2020, Wirtschaft

Wann stoppt der Abwärtstrend an den Börsen? / Shutterstock.com

Das Coronavirus breitet sich weltweit aus. Steigende Zahlen bei den Infizierten scheinen kaum mehr zu verhindern. Dass die Wirtschaft sich davon beeinflussen lässt, ist ein Fakt. Dementsprechend reagierten die Kurse an den Börsen weltweit. Natürlich bleiben die Wertpapiere aus dem Sektor Glücksspiel derzeit ebenfalls hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück. Allerdings haben wir uns stellvertretend mal einige Papiere angeschaut und ausgewertet, wie diese auf eine bevorstehende Pandemie reagiert haben. Besonders die Entwicklung seit Beginn des Jahres 2020 steht hier im Fokus.

Zunächst einmal haben wir bei Statista die Zahlen zum Coronavirus nachgeschlagen Am 20. Januar 2020 gab es auf dem chinesischen Festland 278 gemeldete Fälle. Fernab von China waren es zu diesem Zeitpunkt vier Infizierte. Inzwischen liegen die Daten vom 5. März 2020 vor. In China sind inzwischen 80.400 Personen erkrankt. Und auch abseits der Volksrepublik hat sich der Virus rasant verbreitet. 15.300 Menschen sind außerhalb Chinas betroffen. Anleger fürchten eine Phase der Rezension. Die Märkte reagieren.

Einordnung der Entwicklung bei den Glücksspiel-Aktien im Jahr 2020

Mancher Anleger mag nervös werden, wenn die Kurse auf den tiefsten Stand seit vielen Jahren fallen. Und auch die Kurse der Glücksspiel-Aktien zeigen aktuell deutlich nach unten. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um Unternehmen, die auf chinesische Zulieferer angewiesen sind. Ohnehin ist es kein Produktions-Unternehmen. Daher könnte sich der Chart hier schneller wieder stabilisieren. Was Anleger nicht machen sollten, ist auf einem tiefen Stand verkaufen. Traditionell geht der Kurs, auch wenn er sein größtes Tief vermutlich noch gar nicht erreicht hat, wieder nach oben. So war es auch bei der letzten großen Finanzkrise, ausgelöst durch die Pleite des Finanzinstitutes Lehmann Brothers.

Denn im Jahr 2007 stand der Dax beispielsweise noch bei über 8.000 Punkten. Der Sturzflug bis Februar 2009 ging auf einen Wert von 4.000 Punkten runter. 2011 nährte sich der Kurs seinen Ausgangswert an. 2013 hatte er diesen überflügelt. 2015 überstieg der Dax Chart sogar die Punktzahl von 12.000. Und sowohl 2017, als auch 2020, standen wir schon bei über 13.000 Punkten. Wenn der Kurs in der Vergangenheit also eins gezeigt hat dann, dass er langfristig nach oben zeigt. Wie lange die Talfahrt nach andauert, ist derzeit nicht abzuschätzen. Es hängt stark von der weiteren Verbreitung des Coronavirus und der damit verknüpften Auswirkung auf die Wirtschaft zusammen.

Warten auf den Temperaturanstieg: Viele Experten gehen davon aus, dass warmes Wetter die Verbreitung des Coronavirus eindämmen wird. Demzufolge sind viele Bürger in freudiger Erwartung des Sommers. Wobei noch gar nicht bekannt ist, wie sich das Virus bei wärmeren Temperaturen verhält.

Glücksspiel Aktien konkret: Wie entwickeln sich die Wertpapiere?

Coronavirus sorgt für Talfahrt an Börsen / Shutterstock.com

Von der allgemeinen Betrachtung gehen wir nun auf eine konkretere Beobachtung über. Dafür nehmen wir uns ein paar bekannte Glücksspielanbieter vor. Den Anfang machen wir mit 888 Holdings. Am 2. Januar 2020 stand der Kurs noch bei 1,90 Euro. Zum 5. März ist er auf 1,25 Euro abgesackt. Auch William Hill startete das Jahr mit 2,26 Euro und fiel bis gestern auf einen Wert von 1,56 Euro ab. Als etwas wertstabiler erwies sich die GVC Holdings. Zum 2. Januar reden wir hier von 10,67 Euro je Aktie. Gestern lag der Wert zum Börsenschluss noch immerhin bei 9,01 Euro. Einen Blick auf das aus Deutschland stammende Bet-at-Home, zeigt einen Kurseinbruch von 53,80 Euro zum Jahresstart, auf 36,94 Euro gestern auf.

Bislang haben wir uns ausschließlich den Glücksspiel-Aktien gewidmet, wo die Firmen in der Hauptsache vom Online-Geschäft leben. Jetzt möchten wir noch ein paar landbasierte Casinos in unsere Auswertung einbeziehen. Caesars Entertainment hat sich vom Beginn des Jahres mit 12,20 Euro, bis hin zum 20. Februar auf 13,50 Euro noch gewaltig gesteigert, ist dann aber noch bis auf 10,40 Euro abgerutscht. MGM hielt sich längere Zeit noch konstant bei ca. 29,80 Euro. Die Talfahrt begann ebenfalls im Februar und endete am 5. März vorerst bei 19,20 Euro. Wynn gab von 143,60 US-Dollar, auf 95,58 US-Dollar innerhalb dieses Jahres nach.

Anleger sind verunsichert: Auch in der Glücksspiel-Branche schlägt sich die Verunsicherung bei den Investments durch.

Ins Verhältnis gesetzt: Glücksspiel-Investment im Vergleich mit Dax

Bei der folgenden Betrachtung nehmen wir die Aktienkurse vom 2. Januar 2020 immer als Maßstab (100 Prozent) und rechnen von diesem Zeitpunkt aus den finanziellen Rückgang aus. Der Dax schlitterte von 13.385,93 Punkten, auf 11.944,72 Punkte herunter. Damit reden wir von einem Kursrückgang in Höhe von 10,77 Prozent in diesem Jahr. Freilich haben wir ebenfalls einen Blick auf den Dow Jones geworfen. Hier fand eine Abwärtsbewegung von 28.868,80 Punkten auf 26.121,28 Punkte statt. Prozentual ist der Dow also um 9,52 Prozent gefallen. Allerdings war hier nach der Zinssenkung durch die FED wieder ein Anstieg zu verzeichnen.

Ob dieser von Dauer sein wird, darf bezweifelt werden. Prozentual haben diverse Glücksspiel-Aktien stärker abgebaut, als der jeweilige Leitindex. Tatsächlich ist es nach einem jahrelang andauernden Hoch, aktuell ein Zeitpunkt, der für Investments von Interesse ist. Der absolut richtige Zeitpunkt für den Kauf von Aktien ist schwer zu treffen. Bislang ist unbekannt, wie weit die Kurse wegen des Coronavirus noch absacken. Diesbezüglich ist unsere Bewertung der Glücksspiel-Aktien mit Potential aus 2019 noch von Interesse.

Coronavirus Pandemie beeinflusst Glücksspiel-Aktien 1200 1000 2020-03-06 07:39:03 Online-Casino.de

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