Croupier betrügt im Genting Casino in London

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Croupier betrügt im Genting Casino in London

Martin Hill, 6. Januar 2016, Unterhaltung

Normalerweise sind die Angestellten der Casinos sehr ehrlich. Dies kommt nicht von ungefähr, werden sie doch von zahlreichen Kameras bei der Arbeit gefilmt. Schwarze Schafe gibt es jedoch in jeder Branche. In diesem besonderen Fall hat sich ein Croupier etwas ganz Besonderes einfallen gelassen, um die Chips der Kunden „in die eigene Tasche“ zu wirtschaften.

Über einen längeren Zeitraum ist den Besuchern nichts aufgefallen. Letztlich flog der Mitarbeiter, dessen Herkunft Rumänien ist, doch auf und bekommt nun seine Strafe.

Wie hat der Croupier Kunden und Casino betrogen?

Nach Bekanntwerden der Abzocke war das Vertrauen zu beiden Gruppen erschüttert: Das Casino, sein Arbeitgeber, hat ihn entlassen. Die Kunden werden ihn in Zukunft nicht mehr zu Gesicht bekommen.

Seine Betrugs-Masche war ein „Textil-Trick“. In die Hose seiner Kleidung hat sich der Croupier eine gesonderte Hosentasche einnähen lassen. Diese war mit einem Kanal verbunden, welcher die Chips direkt durch den Hosenstoff in die Strümpfe weitergeleitet hat.

Trotz Kameraüberwachung ist niemandem aufgefallen, wie regelmäßig Chips eingesteckt wurden. Kunden haben den Trick ebenso wenig durchschaut, wie das mechanische Auge. Über Monate bliebt der Betrug im Londoner Genting Casino unbemerkt.

Aber wie wurde aus dem Trick Profit gezogen? Der Mitarbeiter betrat während einer Raucherpause die Feuerleiter und übergab die ergaunerten Chips einer Komplizin. Diese oder ein anderer Komplize konnten später das Casino besuchen und nach angemessenem Aufenthalt die Chips in Geld umtauschen lassen.

So wurde der diebische Croupier überführt

Gegenüber seinen Kollegen muss der Croupier unvorsichtig geworden sein. Er hat sich verdächtig gemacht und wurde genauer überwacht. Eine Durchsuchung von der Sicherheitsfirma fand die zusammengeklaubten Chips, bevor diese übergeben werden konnten.

Auf dem Polizeirevier wurde der Mann befragt. Bei einer Hausdurchsuchung wurden 12.000 Pfund vorgefunden. Lange Zeit hatte der Angestellte eine Glückssträhne. Als Mitarbeiter eines Casinos hätte er besser wissen müssen, dass er rechtzeitig aufzuhören hat.

Der Angestellte soll 30.000 Pfund im Jahr verdient haben. Das Casino hat ihn fristlos entlassen. Auf eine Klage wird jedoch verzichtet. Hier wird 2016 noch die Berufung von Pokerspieler Phil Ivey verhandelt. Weitere Schlagzeilen juristischen Hintergrunds sollen wohl vermieden werden.

In England gab es bereits einen ähnlichen Fall. Sechs Jahre ist es her, dass ein Croupier die Socken als Versteck für Chips nutzte. Damals handelte es sich um das Grosvenor Victoria Casino, ebenfalls in London. Wayne Wagner ergaunerte sich auf diesem Weg knapp 70.000 Pfund. Dafür kam er später 15 Monate in Haft.

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