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Crown Casino Melbourne: Wie ein Dealer 275.000 Euro abzweigte

Dieter Maroshi, 28. November 2018, Recht & Gesetze

Baccarat, Blackjack und Poker sind beliebte Casino-Spiele (Bildquelle)

Glücksspiel ist länderübergreifend gefragt, so auch im Crown Casino Melbourne in Australien. Doch eben dort hat sich in jüngster Vergangenheit ein Vorfall ereignet. Ein Angestellter war nur auf das eigene Glück bedacht und wollte seinen Arbeitgeber betrügen. Doch haben die Maßnahmen hinsichtlich der Sicherheit im Casino gegriffen, so dass der Betrug schnell aufgeflogen ist. Wie der Dealer beim Baccarat in die eigene Tasche wirtschaftete und warum der Trick aufgeflogen ist, darauf kommen wir zu sprechen.

Der Fall hat sich bereits vor einigen Monaten ereignet. Tatsächlich steht der Dealer bereits vor Gericht. Während die Spielbank von Beweisen spricht, hängt sich die Verteidigung an einem anderen Fakt auf. Denn der Anwalt des Baccarat-Dealers hätte gerne die Videoaufzeichnungen gesehen, welche das Verhör des Sicherheitsdienstes vom James Packer Crown in Melbourne mit dem Angeklagten zeigen. Doch die Videos liegen offensichtlich nicht mehr vor.

Luxus-Casino deckt Betrugsversuch von Dealer auf

Das Crown Casino in Melbourne ist über die australischen Landesgrenzen hinweg bekannt. Es handelt sich um die größte Spielbank in Down Under. Sogar ein Tennisstar, wie Roger Federer, ist dort häufiger zu sehen. Denn der Tennisspieler bereitet sich während der Australien Open auf dem Dach des Gebäudes, wo eine Tennisanlage zu finden ist, auf das Turnier vor. Ein faires Spiel hatte zumindest der Dealer im Crown Casino nicht geplant. Zunächst einmal soll dargelegt werden, wie der Angestellte sich den Trick im Spiel vorgestellt hat. Im wahrsten Sinne des Wortes hatte er alle Karten auf der Hand. Der Tatzeitraum ist mit dem 26. März bis 01. Mai 2017 umrissen. In diesem Zeitrahmen soll die Bande 400.000 Dollar, umgerechnet 275.000 Euro, erbeutet haben. Und der Dealer des Casinos hat bei diesem Betrugsversuch die Hauptrolle eingenommen.

Die einfachsten Tricks sind doch oftmals die Besten. So muss der Croupier es sich gedacht haben. Beim Geben der Karten hat er sich viel Zeit gelassen. Dies kam daher, dass er die obersten Spielkarten immer ein wenig hat vorstehen lassen, um zu erkennen, welches Blatt sich wo verbirgt. Durch sein eigentümliches Geben hat er schließlich seinen Komplizen die beste Ausgangslage für einen hohen Gewinn verschaffen können. Der Dealer im Alter von 35 Jahren und seine drei Komplizen, die zwischen 22 und 46 Jahre alt sind, haben sich die besten Karten gesichert und so das Spiel beeinflusst.

Baccarat: Das klassische Spiel wir mit 52 Kartensets, also mit 312 Spielkarten ausgetragen. Ziel des Spielers ist es, mit maximal drei Spielkarten auf eine Punktzahl von 9 zu kommen. Wer näher an der Zahl dran ist, gewinnt.

Security des Crown Casino Melbourne deckt Trick auf

Urteil im Betrugsfall steht noch aus (Bildquelle)

Generell macht es keinen guten Eindruck, wenn von einem Betrug im Casino zu berichten ist. Doch handelt es sich im gewissen Sinne schon um eine Erfolgsgeschichte. Schließlich haben die Sicherheitsmaßnahmen gegriffen. So findet im Crown Casino Melbourne immer eine Überprüfung der zehn höchsten Gewinnsummen eines Tages statt. Allein dadurch ist der Dealer aufgefallen. Weil die hohen Gewinne recht häufig an seinem Tisch stattfanden. Er war somit bereits in das Visier der Sicherheitsfirma geraten. Demzufolge fand eine genauere Überprüfung seiner Arbeit statt. Dabei ist bereits aufgefallen, dass er einen Blick auf die Karten erhascht und einen merkwürdigen Verteil-Rhythmus vollzogen hat.

Das Quartett wurde am 01. Mai 2017 überführt. Zu diesem Zeitpunkt nahmen die drei Komplizen wieder am Tisch des Baccarat-Dealers Platz. Und sie gewannen. Insgesamt hatte das Personal schon im Vorfeld des letzten Betrugsversuches festgestellt, dass der Dealer in 20 Fällen einen Blick auf die Karten erhascht hatte. Dabei hatte sich der Kartengeber im Vorfeld dieser Aktion durchaus verdient gemacht. Er war sogar in den Mahagony Raum aufgestiegen, wo nur die Spieler Platz nehmen, die große Summen setzen. Dies kam seinem Bestreben zum Betrug natürlich entgegen. Ob er diesen Clou lange im Voraus geplant hatte, ist jedoch nicht bekannt.

Rückzug: Der damalige Chef James Packer hat sich inzwischen wegen psychischer Probleme zurückgezogen. Einige seiner Angestellten wurden in China verhaftet, weil sie Pakete für das Glücksspiel in Australien verkaufen wollten. Packer sieht sich hier nicht unschuldig und dies soll seinen derzeitigen Gesundheitszustand ausgelöst haben.

Strafmaß für Betrug im Casino: Wie hat das Gericht entschieden?

Eine der Komplizinnen war direkt geständig. Sie gab zu 1.900 Dollar bekommen zu haben. Das Gericht verordnete Sozialstunden und eine Zahlung von 500 Dollar für eine Organisation, die sich zur Hilfe bei Spielsucht verpflichtet fühlt. Die drei anderen Täter stehen noch vor Gericht. Ein Urteil ist hier noch nicht gefallen. Dies liegt auch daran, dass die Verhörstunden der Sicherheitsleute, vor dem Eintreffen der Polizei, nicht rekonstruiert werden können. Zwei Stunden wurden der Dealer und seine Komplizen festgehalten. Aufzeichnungen aus dieser Zeit sind gelöscht. Nach 14 Tagen fand eine Überspielung des Materials statt – wie im Crown Casino Melbourne üblich. Auch liegen weder Aufzeichnungen der Sicherheitskameras aus dem Casino vor, noch die verfassten Textnachrichten des damaligen Sicherheitschefs. Dass der Croupier straffrei ausgeht, ist nicht anzunehmen. Die fehlenden Beweise könnten das Strafmaß aber nach unten schrauben.

Betrug beim Kartenspiel: Auch die Hells Angels haben sich kürzlich mit ihren Pokerrunden verdächtig gemacht.

Crown Casino Melbourne: Wie ein Dealer 275.000 Euro abzweigte 1200 1000 2018-11-28 09:59:06 Online-Casino.de

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