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Disney treibt Pläne für Sportwetten-Angebot voran

Sabina Kugler, 15. November 2021, Unterhaltung

Disney Sportwetten: Das nächste große Ding? / Bild: Shutterstock.com

Disney ist eine global bekannte Marke. Der Aktienkurs steht bei knapp 140 Euro. Längst ist Disney mehr als Mickey Mouse und Co. Der Konzern hat sich vielfältig aufgestellt, ist inzwischen im Streaming tätig und betreibt natürlich weiterhin seine Freizeitparks. Was in Deutschland weniger bekannt sein dürfte ist, dass Disney in den USA den Sportsender ESPN betreibt. Und damit hat das Unternehmen im Prinzip den perfekten Vertriebskanal für hauseigene Sportwetten. Genau solche Pläne sollen laut Disney-Boss Bob Chapek künftig verschärft vorangetrieben werden. Bereits seit 2018 sind Sportwetten in den USA legal.

Das unglaubliche Potential der Sportwetten ist aus Europa bekannt. Daher suchen sich diverse Unternehmen aus den Vereinigten Staaten Hilfe bei in Europa ansässigen Glücksspielunternehmen. Bislang ist nicht bekannt, ob Disney eine ähnliche Partnerschaft anstrebt. Streitpunkt bei der Frage, ob Disney sich überhaupt in Sportwetten engagieren sollte, drehen sich um das Image der Firma. Passen Wett-Tipps zu einem Unternehmen, welches in der Unterhaltungsbranche tätig ist? In Deutschland ist ProSiebenSat.1 an Jackone beteiligt. Springer hat als Verlag BildBet gestartet. Da ist es keineswegs abwegig, dass Disney eigene Sportwetten an den Start bringt. Eine diesbezügliche Prüfung ist ebenfalls positiv ausgefallen.

Was spricht für Sportwetten via Disney?

Es ist nicht das eine Argument, welches Sportwetten für Disney interessant macht. Tatsächlich gibt es diverse Gründe. Zunächst einmal ist die unglaubliche Reichweite des Anbieters zu nennen. Disney ist weltbekannt. Dass gilt einmal für die Freizeitparks, aber ebenso für das Geschäft in der Branche Film, Fernsehen und Streaming. Manchen Fan ist sogar unbekannt, das Lucas Arts (Star Wars) und Marvel (Superhelden-Filme) ebenfalls inzwischen zum Disney-Konzern gehören. Doch in diesen Bereichen fängst du die Sportwetten-Kunden weniger ein – höchstens über Werbung.

Von größerem Interesse ist der hauseigene Sportsender ESPN, der sich in Amerika großer Beliebtheit erfreut. Regelmäßig gehört der Kanal zu den meistgesehenen Kabelnetzwerken. Zukünftig könnte das Angebot auch über den Streaming-Dienst zu empfangen sein. Doch will Disney zum jetzigen Zeitpunkt noch an der Kabelübertragung festhalten. ESPN steht für „Entertainment and Sports Programming Network“. Ob American Football (NFL), Eishockey (NHL) oder Baseball (MLB), ESPN ist dabei. Dass gilt übrigens auch für Basketball (NBA) und Fußball (Soccer). So hat sich der Sender unter anderem die Rechte für die deutsche Bundesliga in den USA gesichert.

Marke und Reichweite sind definitiv Gründe, warum Disney ein erfolgreicher Einstieg in die Welt der Sportwetten glücken sollte. Dagegen hätte das Image sprechen können. Doch hat der Konzern eine ausführliche Prüfung in Auftrag gegeben. Nach einem verhaltenen Start sollen inzwischen 80 Prozent der Bürger in den USA Sportwetten gegenüber aufgeschlossen sein. Wett-Tipps sind also nicht negativ konnotiert. Gerade die jungen Kunden, die Disney im Blick hat, sind bezüglich Sport und Wetten sehr aufgeschlossen. Disney befürchtet daher keine negativen Konsequenzen auf seine Dachmarke – zumal Sportwetten in den USA längst legal (in den meisten Bundesstaaten) sind.

Disney hält 80 Prozent am Sport Netzwerk ESPN: Beziehungsweise gehört die Senderfamilie zu 80 Prozent ABC, was wiederum zu Disney gehört. Die verbleibenden 20 Prozent liegen bei der Hearst Corporation.

Disney CEO Bob Chapek äußert sich zu den Sportwetten-Plänen

Disney: Maus-Konzern weltbekannt / Bild: Shutterstock.com

Bob Chapek spricht von einer „stärkeren Präsenz bei Online-Sportwetten“. Folglich laufen scheinbar schon Angebote dieser Art auf dem Sender. Dass ist zweifelsohne richtig. Doch stammen diese aktuell von Drittanbietern. Eigene Sportwetten hätten ein größeres Potential. Chapek verweist diesbezüglich selber auf die eigene „Reichweite und Größe“ des Konzerns. Gleichwohl gesteht er ein, dass eine Zusammenarbeit mit einem Dritten Sinn ergibt. Ähnliche Partnerschaften sind in den Vereinigten Staaten von Amerika schon mehrfach geschlossen worden. In diesem Fall würde Disney für die Platzierung am Markt sorgen. Doch die technische Infrastruktur käme von einem Konzern, der schon Erfahrungen in diesem Bereich vorzuweisen hat. Über das enorme Wachstumspotential im US-Sport brauchen wir kaum weiter reden. Allein im Jahr 2020 stieg die Zahl der ESPN-Abonnenten um 66 Prozent an.

In Deutschland machen es die Medienunternehmen vor. Jackone ist eine Kombination aus Betsson und ProSiebenSat.1. BildBet kommt vom Axel Springer Verlag. Auch in Bezug auf DAZN, ein Sport-Streaming-Anbieter, gibt es Gerüchte. Dass käme dem, was ESPN und Disney planen, sehr nahe. Denn DAZN hat die Reichweite. Dort lässt sich aktuell beispielsweise die 1. Bundesliga (Spiele am Freitag und Sonntag) sehen. Auch finden sich dort für deutsche Kunden ein Großteil der Partien in der Champions League wieder. Ausländischer Fußball, Basketball, Golf und viele weitere Sport-Angebote sind unter der Dachmarke DAZN vereint. Doch wie kommt das DAZN-Gerücht bezüglich Sportwetten zustande? Zwei Indizien sprechen dafür. Mit Shay Segev ist der ehemalige CEO von Entain führend im Management tätig. Außerdem wurde kürzlich eine Stellenausschreibung geschaltet, in dem vom Wett- und Glücksspielbereich die Rede war. Inzwischen ist das Angebot entfernt oder die Stelle vergeben.

Medien und Sportwetten: Diese Kombination scheint immer größere Früchte zu tragen. Eventuell sind BildBet und Jackone in Deutschland erst der Anfang. Auch in Amerika scheint dieser Trend denkbar. Disney könnte mit ESPN den Anfang machen.

Disney treibt Pläne für Sportwetten-Angebot voran 1200 1000 2021-11-15 09:24:24 Online-Casino.de

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