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E-Football Meisterschaft: DFL beschließt E-Sports Wettbewerb

Martin Hill, 26. September 2018, Sport & Spiel

E-Sport vs. Vereinssport (Bildquelle)

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat einen neuen E-Sports Wettbewerb, die E-Football Meisterschaft, ins Leben gerufen. Allerdings stößt diese Entscheidung nicht nur auf Applaus. Einerseits freuen sich die Gamer über diese Entwicklung. Auf der anderen Seite stehen die Traditionalisten, welche eine Aufweichung des Fußballs und des Sports an sich sehen. Dennoch sind die Weichen gestellt. Die Clubs der 1. und 2. Bundesliga sollen künftig eine Meisterschaft im E-Sport ausspielen.

Natürlich ist die DFL diesbezüglich auf Hilfe angewiesen. Die Technik, also das Computerspiel, bringt Electronic Arts (EA) ein. Es ist keineswegs der erste Ausflug der Deutschen Fußball Liga in den virtuellen Sport. Schon im Jahr 2012 wurde mit der Virtuellen Bundesliga, im Zusammenspiel mit Tag Heuer, die erste als professionell geltende E-Sports Liga ins Leben gerufen. Seit diesen sechs Jahren erfreut sich das Format einer steigenden Beliebtheit. Jetzt soll der nächste Schritt gegangen werden.

Aktuelle Zahlen und Ziele der DFL mit der E-Football Meisterschaft

Werfen wir vorrangig einen Blick auf die derzeitigen Zahlen der virtuellen Bundesliga (VBL). Zunächst ist zu erwähnen, dass dieser Wettbewerb direkt ins Spiel FIFA von EA Sports integriert ist. Letztmals haben über 150.000 Spieler aktiv am Event teilgehabt. Die Zugriffszahlen sind dabei von Jahr zu Jahr weiter gestiegen. Jetzt möchte die DFL das Konzept ausweiten. Dabei soll das Ziel im Vordergrund stehen, eine Vorreiterrolle im Bereich E-Sports einzunehmen. Da Fußball innerhalb Deutschlands die beliebteste Sportart ist, soll das Hauptaugenmerk natürlich dem E-Football gelten. Nicht zuletzt setzt die DFL hierbei auf die Begeisterungsfähigkeit junger Menschen für Computerspiele, um Werbung für die Wettbewerbe auf dem Platz zu machen. Denn ein Hintergrund ist folgender:

Die steigende Popularität des E-Sports soll dessen Fans zu Zuschauern der 1. und 2. Bundesliga machen. Wenn begeisterte Spieler ständig mit Lewandowski, Reus oder Kruse Tore erzielen, so steigt die Chance, dass sie diese Kicker auch live sehen wollen. Wichtig ist außerdem das internationale Standing des E-Sports. Denn es werden nicht nur Fans innerhalb von Deutschland gewonnen. Virtueller Sport reicht unlängst über die Landesgrenzen hinaus. Und mit eigenen Wettbewerben bekommen die Wettbewerbe in Deutschland eine größere Aufmerksamkeit. In diese Richtung äußerte sich auch Christian Seifert als Geschäftsführer der DFL: „Nicht nur bei jungen Menschen hat E-Sport eine hohe Popularität, er gehört beinahe schon zur Alltagskultur – in Deutschland und weit darüber hinaus. Vor diesem Hintergrund ist es eine richtgie Entscheidugn, dass Clubs und DFL ihr Engagement in diesem Bereich weiter ausbauen. Es geht darum, die Zukunft zu gestalten und dabei auf Veränderungen bei Medien-Nutzung sowie Freizeitverhalten in Zeiten der Digitalität einzugehen.“

Pressemeldung der DFL: In einem Pressebericht hat sich die DFL ähnlich geäußert. Über die Ausgestaltung des Wettbewerbs wurde dabei jedoch kein Wort verloren.

DFL startet zweiten kompetitiven Wettbewerb im E-Sport

Ist E-Sport überhaupt ein echter Sport? (Bildquelle)

Noch sind viele Fragen offen. Wann soll der neue Wettbewerb zur E-Football Meisterschaft starten? Worin unterscheidet sich dieses Format konkret von der VBL? Bekannt ist hingegen wer teilnehmen darf. Nämlich die Vertreter der Bundesligisten. Gemeint ist damit sowohl das Oberhaus, als auch das Unterhaus. Somit können sich 18 Clubs melden. Beste Voraussetzungen also, dass diese Teams ambitionierte E-Sportler in Zukunft unter Vertrag nehmen können.  Die virtuelle Bundesliga war schlicht nicht an die tatsächlichen Vereine geknüpft. Wobei hinzuzufügen ist, dass bislang erst elf Mannschaften aus der ersten und zweiten Liga mit einem eigenen Team am Wettbewerb teilnehmen können. Es ist jedoch zu erwarten, dass andere Clubs zukünftig ebenfalls mit dem E-Sport starten.

Während sich der Rekordmeister, der FC Bayern München, beim E-Sport im Fußball noch bedeckt hält, so sind die E-Sportler der Basketballabteilung bereits in NBA 2K vertreten. Schalke ist nicht nur bei FIFA vertreten, sondern ebenso bei League of Legends. Hoffenheim bereitet aktuell seinen Einstieg vor. Eine total ablehnende Haltung nimmt Borussia Dortmund ein, weswegen nicht mit einem baldigen Einstieg zu rechnen ist. Leverkusen, Leipzig, Nürnberg, Stuttgart, Wolfsburg, Frankfurt und Bremen sind dabei. Gladbach und Berlin bereiten eigene Projekte vor. Augsburg konnte sich noch zu keiner Entscheidung durchringen. Mainz möchte ebenfalls mitmischen. Hannover zeigt sich interessiert. In Freiburg scheint man noch abwarten zu wollen. Gleiches gilt für Düsseldorf.

Die 50-Prozent-Marke überschreiten: Es ist durchaus möglich, dass innerhalb der laufenden Saison behauptet werden kann, dass über die Hälfte der Bundesligisten eigene E-Sportler stellt.

Ist das neue E-Football-Format ein Fest für Wettanbieter?

Bei den Buchmachern stehen E-Sports-Wetten inzwischen hoch im Kurs. Allerdings sind die meisten Wettanbieter eher bei League of Legends, Counter-Strike: Global Offensive, Heartstone, DOTA2 und Rocket League aktiv. FIFA genießt hier bislang noch ein Nischendasein. Allerdings könnte sich das ändern. Sollte die gesamte Bundesliga irgendwann ein E-Sports-Team stellen und der Wettbewerb an Fahrt aufnimmt, so ist mit der Aufnahme zu rechnen. Dies gilt insbesondere dann, wenn die E-Sportler mit vernünftig dotierten Verträgen ausgestattet sind. Denn dies vermindert die Wahrscheinlichkeit eines Betrugs. Es ist durchaus anzunehmen, dass auch weitere, internationale Wettbewerbe folgen werden.

Internationale Teams: Manchester City, Paris Saint-Germain, PSV Eindhoven und Ajax Amsterdam sind international nur einige Beispiele von Fußball-Mannschaften, die bereits ein eigenes E-Sports-Team stellen.

E-Football Meisterschaft: DFL beschließt E-Sports Wettbewerb 1200 1000 2018-09-26 16:07:17 Online-Casino.de

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