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E-Sports ab 2022 als Sportart der Asienspiele gelistet

Martin Hill, 24. April 2017, Sport & Spiel

E-Sports wird Medaillensportart bei den Asienspielen 2022 (Bildquelle)

Ab dem Jahr 2022 finden die E-Sports als Medaillensportart bei den Asienspielen statt. Das Asiatische Olympische Komitee (OCA) hat eine entsprechende Entscheidung kürzlich verkündet. Damit stoßen die Videospiele in eine neue Form der Professionalität vor. Dass die Bezeichnung Sport nicht unbedingt etwas mit Bewegung zu tun hat, ist spätestens seit Schach bekannt.

Die Entwicklung des elektronischen Sports ist nicht mehr aufzuhalten. Die Beliebtheit steigt rapide und mit ihr die Umsätze. Bereits im Jahr 2018 werden E-Sports als Demonstrationssportart getestet. Der Testlauf findet bei den Asienspielen in Jakarta/Indonesien statt. Nicht nur in Asien, auch in Europa ist ein großer Anstieg in der Professionalisierung des E-Sports zu erkennen.

Ein Blick hinter die Kulissen: So funktioniert E-Sports

Das Internet ist der größte Schauplatz der E-Sports Duelle. Hobbyspieler können teilnehmen. Die Ranglisten werden jedoch von Experten, sogenannten Pro-Gamern, dominiert. Dementsprechend gibt es Ligen. Wettbewerbe finden Spieler vs. Spieler oder Team vs. Team statt.

ESL: Electronic Sports League – Turtle Entertainment ist das Unternehmen aus Köln, welches die Liga seit dem Jahr 2000 betreibt. Bereits im Frühjahr 2015 konnten 5 Millionen registrierte User und 1 Millionen Mannschaften gezählt werden.

Was die Frage aufwirft, in welchen „Disziplinen“ die Spieler gegeneinander antreten. Teams spezialisieren sich für gewöhnlich. Ligen und Turniere stehen an der Tagesordnung. Die ESL ist für das Match-Making verantwortlich. Tatsächlich können Duelle in über 50 Spielen ausgetragen werden. Zu den beliebtesten Vertretern des Genres gehören aktuell Counter-Strike, League of Legends, Fifa, Rocket League, World of Tanks, Heartstone und Dota 2. Schließen sich mehrere Spieler zusammen, so ist von Clans die Rede. Der Verband Deutscher eSport-Bund (ESB) kämpft ebenfalls um eine Anerkennung des E-Sports als Sportart. Gerade da in den meisten Spielen Teamplay erforderlich ist, die Hand-Auge-Koordination eine gewichtige Rolle spielt und neben Reflexen auch Taktik erforderlich ist, unterscheidet sich das elektronische Spiel gar nicht so viel von einer herkömmlichen Sportart.

Es gibt jedoch ein Hindernis bei der Aufnahme im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB): Denn dort wird ausdrücklich eine „eigene, sportartbestimmende motorische Aktivität“ verlangt. Daran fehlt es im E-Sport.

Eine Liste auf Wikipedia, zuletzt aktualisiert im August 2016, zeigt die größten Einnahmen je Spieler und Turnier im E-Sports. Ganze oben steht Peter Dager aus den USA mit einem Gesamtvolumen von 2.617.389 US-Dollar. Die höchste Einzelsumme, bei einem Turnier gewonnen, teilen sich die Chinesen Li Peng, Zhou Yang, Zhang Yiping, Chu Zeyu und Zhang Ruida mit 1.824.736 US-Dollar. Diese Summen zeigen sehr gut, wie groß das Marktvolumen hinter E-Sports ist – eine Sportart, die noch in ihren Kinderschuhen steckt. 2015 schüttete das Turnier „The International“ ein Gesamtpreisgeld in Höhe von 18 Millionen US-Dollar aus.

Ausblick 2022: E-Sport in China erstmals Medaillensport

Hangzhou in China wird zum Schauplatz der ersten Austragung eines E-Sports Turniers, wo die besten Spieler und Teams mit Medaillen belohnt werden. Die Einführung von E-Sports geht auch auf eine Partnerschaft mit Alisports zurück. Dass es sich hierbei um eine Tochterfirma von Alibaba – einem Kommunikationsanbieter aus China – handelt, ist kein Zufall. Denn diese Firma ist wiederum Sponsor des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Während E-Sports über das World Wide Web und in diesem Sinne teilweise auch über die Konsole ausgetragen werden, versammeln sich die prominentesten Spieler während der großen Turniere auf einer gigantischen LAN-Partie. Spiele werden häufig über Twitch gestreamt, so dass auch die breite Masse daran teilhaben kann. Die Entscheidung pro E-Sports im Jahr 2022 ist gerade erst gefallen. Unbeantwortet bleibt bislang die Frage, welche Computerspiele für die Wettkämpfe zugelassen werden. Die Beliebtheit der Games im Zeitraum der Entscheidung und die Prognose für die Zukunft werden hier den Ausschlag geben.

E-Sports: Eine Chance für die Jugend in Sportvereinen?

E-Sports: Ein Sport-Trend für die Jugend? (Bildquelle)

Ein bedenklicher Trend hat sich in den vergangenen Jahren abgezeichnet. Die heutige Jugend nimmt immer mehr Abstand vom klassischen Sportverein. Die Freizeitaktivitäten von daheim haben die Gruppendynamik eines Vereins teilweise ersetzt. Die E-Sports könnten die Spieler jedoch von den Monitoren zuhause wegführen, zurück in die Vereine.

Dazu müssen die Sportvereine aufwachen und ein entsprechendes Programm einrichten. Im Fußball wurde ein entsprechender Prozess bereits gestartet. Denn mit dem VfL Wolfsburg und dem FC Schalke 04 haben bereits zwei Bundesligaclubs den Prozess initiiert. Beide Clubs verfügen über hauseigene E-Sport Teams. Das Finale der virtuellen Bundesliga fand Anfang April statt. Der Wettbewerb in Fifa 17 wurde insgesamt von 200.000 Spielern bestritten. Qualifikationsspiele und Live-Events haben das Teilnehmerfeld auf 20 Spieler zusammenschrumpfen lassen. Diese Player haben sich im April im Deutschen Fußballmuseum zu Dortmund versammelt, um die Meisterschaft der VBL auszuspielen und um ein Preisgeld von 15.000 Euro zu fighten.

Mit Timo Siep (Wolfsburg) und Cihan Yasarlar (Schalke) fanden sich Spieler in der Endrunde. Letztgenannter ist schlussendlich auch deutscher Meister geworden. Er spielte von der Playstation 4 aus gegen Niklas Raseck mit der Xbox One. Im Hinspiel gelang Cihan lediglich ein 1:1, bevor er im Rückspiel mit 4:2 gewann. Die Aufstellung dürfen die Spieler aus dem Pool der Bundesliga treffen, wobei je Mannschaft nicht mehr als drei Spieler aus einem Club aufzustellen sind.

E-Sports ab 2022 als Sportart der Asienspiele gelistet 300 250 2017-04-24 16:28:15 Online-Casino.de

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