Aktuelle Casino Nachrichten für Deutschland
Recht & Gesetze, Sport & Spiel, Steuern, Technik, Unterhaltung und Wirtschaft

El Gordo 2018: Wo in Spanien landete der 2,4 Milliarden Gewinn?

Sabina Kugler, 27. Dezember 2018, Sport & Spiel

Lotto-Glück oder Lotto-Pech? (Bildquelle)

El Gordo, das ist die spanische Weihnachtslotterie. Nicht selten ist sogar von den größten Gewinnen in der Welt die Rede. In dieser Hinsicht ist Spanien sogar in der Lage die großen Lotterien aus Amerika, Pokerball und MegaMillions, zu überflügeln. Doch beim El Gordo werden Losnummern erworben. Da diese regional verkauft werden, profitiert meist nicht nur eine einzelne Person, sondern eine ganze Gemeinde. In der Vergangenheit ist so mach kleiner Ort mit Reichtum überschüttet worden. Und 2018?

Im spanischen Baskenland, genauer gesagt in Gernika, konnten sich die Glücksspieler kurz vor Weihnachten über einen Geldsegen freuen. Doch nicht nur dort, denn in diesem Jahr hat sich der Gewinn ungewöhnlich weit gestreut. Ob in Andalusien oder Aragonien, überall gab es Familien und Haushalte denen ein unerwartetes Glücksgefühl ins Haus stand. Denn wenn die fünfstellige Nummer bei der Tombola mit dem eigenen Los übereinstimmte, dann hat sich das Leben von hier auf jetzt geändert, wie auch die Tagesschau berichtet.

El Gordo vergibt 170 Mal 4 Millionen Euro an seine Gewinner

„Der Dicke“ so lautet die Übersetzung von El Gordo. Und tatsächlich wurden auch 2018 wieder 2,4 Milliarden Euro im ansonsten finanziell gebeutelten Spanien ausgeschüttet. Seit mehr als 200 Jahren wird diese Tradition, die Weihnachtslotterie in Form einer Tombola, schon abgehalten. Über 3,5 Stunden hat die Ziehung dieses Mal angedauert. Um 12.35 Uhr war es dann soweit. Die Lottofee war in diesem Jahr Carla, sie sang aus der Oper in Madrid. Sie trug die Gewinnziffer klangvoll vor: 03347. Später am Abend waren die ersten Gewinner vor den Kameras. Sie sprachen von ihrem neuen Leben. Einige können ihre Kredite ablösen, andere planen Reisen in die Karibik und wieder andere möchten sich ein neues Auto gönnen.

Doch freut sich nicht jeder Hauptgewinner über 4,00 Millionen Euro. Denn ein ganzes Los ist nicht gerade billig. Stolze 200 Euro müssen dafür auf den Tisch geblättert werden. Daher werden auch häufig Tippgemeinschaften innerhalb von Familien, unter Kollegen oder innerhalb von Ortschaften aufgestellt. Üblich ist, dass Zehntellose vergeben werden. Diese kosten folglich nur noch 26 Euro. Der Gewinn beziffert sich in diesem Fall natürlich ebenso noch auf ein Zehntel. Beim Hauptgewinn wären es immerhin noch 400.000 Euro. Doch sieht auch das staatliche Fernsehen das Schöne am der Tombola darin, die Gewinne zu teilen. An Spanien ist diese Ziehung zu Weihnachten längst Tradition. Doch auch in anderen Ländern wird El Gordo immer beliebter.

So verteilen sich die Gewinner: Die größten Summen wurden an Kunden eines Kaufhauses in Cuena (88 Millionen Euro), sowie in der Region Aragonien (120 Millionen Euro) ausgeschüttet. Weiterhin schlug das Glück noch in Gernika und Bilbao zu.

Traditionen von El Gordo: Vom Gesang bis zum Schülerauftritt

Offiziell gibt es keine El Gordo Lose in DE (Bildquelle)

Die erste Tradition von El Gordo ist die Ziehung zu Weihnachten. Am 22. Dezember 2018 war es wieder soweit. Viele Spanier treffen sich zu diesem Anlass in Kneipen oder anderen öffentlichen Orten zusammen, um eventuelle Gewinne zu feiern oder einfach um das jährliche Ritual zu begehen. Dazu zählt ebenfalls, dass die Nummern in Form einer Gesangseinlage vorgetragen werden. Vorgesungen werden dabei die Losnummern und natürlich die Gewinnsummen. Vorgetragen wird diese Einlage von Schülern. In diesem Jahr hatte Carla die Ehre den Hauptgewinn singen zu dürfen. Dabei hatte das Mädchen Tränen der Rührung in den Augen. Glück und Aufregung haben sich ihren Weg gebahnt, wie die Glücksfee später im Fernsehen sagte.

Eine weitere „Tradition“ ist in Spanien üblich. Denn ein Gewinner steht schon vor der Ziehung fest. Gemeint ist das Finanzamt. Denn wie bereits berichtet ist das Loskauf nicht ganz billig. Und dies liegt auch daran, dass der Staat sein Steuersäckel weit geöffnet hält. 30 Prozent aus den Erlösen der Losverkäufe gehen an den Fiskus. Mit einer Tradition wurde in diesem Jahr ein wenig gebrochen. Denn häufig finden die Gewinne immer nur in wenige Gegenden. Dieses  Jahr freuten sich jedoch in 45 von 50 Provinzen Spaniens Spieler über den warmen Geldregen. Immerhin hat der Staat bei den Gewinnern mit niedrigen Summen Entgegenkommen gezeigt. Denn ab diesem Jahr schlägt die Steuer erst am Summen von 10.000 Euro zu. Vorher wurde schon ab 2.500 Euro abkassiert.

Gewinngemeinschaft: Ehemalige Schüler eines Kollegs in Salvador Arto, sowie einige Lehrer, treffen sich im Oktober und spielen dabei traditionell bei der Weihnachtslotterie mit. In diesem Jahr war ihnen das Glück hold. Jeder von ihnen hat 100.000 Euro gewonnen.

El Gordo in Deutschland spielen: Ist dies erlaubt?

Bei dieser Frage stoßen wir in die Grauzone des Glücksspiels in Deutschland vor. Denn eigentlich werden die Lose nur in Spanien verkauft. Doch international agierende Unternehmen kaufen dort Lose auf und verteilen diese über ihre Portale in Deutschland.

Doch werden die sogenannten Zweitlotterien in der Bundesrepublik hinterfragt. Immerhin umgehen sie das Lottomonopol und damit den sozialen Aspekt einer Lotterie. Übrigens wurde die Weihnachtslotterie in Spanien auf dem Sender Radiotelevision Espanola übertragen, der ebenfalls über den Astra-Satelliten 19.2 Ost in Deutschland zu empfangen ist.

El Gordo 2018: Wo in Spanien landete der 2,4 Milliarden Gewinn? 1200 1000 2018-12-27 11:11:29 Online-Casino.de

Weitere Casino News