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Erstmals eSports im Casino Luzern: Ein Trend fasst Fuß

Dieter Maroshi, 6. Oktober 2017, Sport & Spiel

eSports ist ein Trend mit Zukunft - auch in den Casinos? (Bildquelle)

Erobern eSports künftig die Casinos? Große Turniere werden auf der ganzen Welt ausgetragen, auch in Deutschland hat der Trend bereits einen Fuß in der Tür. Es wird erwartet, dass sich das Interesse über die kommenden Jahre verstärkt. Dieser Entwicklung können und wollen sich auch unsere Nachbarländer nicht entziehen. In der Schweiz findet jetzt erstmals ein eSports Turnier im Casino Luzern statt.

Die Teilnehmer treten im Sport-Spiel Fifa 18 gegeneinander an. Dies ist für Electronic Arts (EA), den Herausgeber, eine gute Werbung. Tatsächlich wird das Turnier am 22. Oktober 2017 anlässlich des Erscheinens von Fifa 18 gespielt. Die Veranstalter kommen vom RoyalCup, einem Verein aus Luzern. Die Duelle werden im Modus „1 vs. 1“ ausgetragen.

Casino in Luzern: Näheres zum eSports-Turnier

Im Sport ist Fußball die klare Nummer eins. Beim eSports ist dies nicht unbedingt der Fall. Dennoch gehört Fifa zu den am häufigsten nachgefragten Spielereihen. Ausrichter RoyalCup ist unter Profis als größte Liga im Web wohl fast jedem eSportler ein Begriff. 160 Spieler werden erwarten, die in Runden eins gegen eins gegeneinander antreten. Austragungsort ist der Panoramasaal vom Grand Casino Luzern. Gespielt wird auf der Playstation 4. Wenngleich die Teilnahme erst ab 18 Jahren möglich ist, so erhalten doch Besucher zu diesem Event immerhin freien Eintritt. Wer am Turnier teilnehmen möchte, muss die Gebühr von 60 Schweizer Franken entrichten.

Im Zeitrahmen von 11:00 bis 15:45 Uhr wird die Gruppenphase durchgeführt. Die jeweils besten zwei einer Vierergruppe qualifizieren sich für die Hauptrunde. In noch recht anonymen Gruppen finden sich die Spieler um 16:15 Uhr zum 32-Finale zusammen. Bereits um 17:05 Uhr ist das 16-Finale terminiert. Nur 25 Minuten später startet das Achtelfinale. Im Viertelfinale treffen die besten acht Spieler um 18:55 Uhr aufeinander. Zum 1. Halbfinale ändert sich der Modus ein wenig. Das Spielprinzip bleibt erhalten. Aber die verbliebenen Teilnehmer stehen mehr im Fokus. Denn die Duelle werden jetzt auf der großen Bühne ausgetragen. Das 2. Halbfinale startet um 19:45 Uhr. Mit dem Finale, zur Prime-Time um 20:15 Uhr, schließt das Event. Das Turnier wird live bei Twitch gestreamt, so dass von überall auf der Welt zugeschaut werden kann.

Rahmenbedingungen: Gespielt wird Fifa 18 auf der Schwierigkeitsstufe „Weltklasse“. Eine Halbzeit geht über 6 Minuten. Verletzungen und Abseits sind eingeschaltet. Eine Verlängerung wird, natürlich nur bei Unentschieden, über zwei Mal zwei Minuten gespielt. Anschließend gibt es Elfmeterschießen. Es ist aus den vorhandenen Formationen zu wählen. Preise und Pokale gibt es für die besten drei Spieler. Ein Preisgeld wird immerhin in vierstelliger Höhe vergeben.

Über das Standing von eSports generell und in Vereinen

esports.com als neue Trendplattform (Bildquelle Esports.com)

Neue Geschäftsmodelle im eSports sind im Kommen. Ein Blick auf www.esports.com lohnt sich entsprechend. Die Schöpfer verkünden selbstbewusst: „We are gamers, and we know what gamers want.“ Tatsächlich entsteht dort eine Online-Community rund um das Thema des elektronischer Sport, inklusive Shop und eSports-Wetten. Grundsätzlich ist es nicht erstaunlich, dass immer mehr Geschäftsmodelle in dieser Branche entstehen. Laut Statista bezifferte sich die Anzahl der eSports Zuschauer im Jahr 2016 auf 323 Millionen weltweit. Diese Anzahl wird bis in das Jahr 2020 voraussichtlich auf 589 Millionen angewachsen sein. In Deutschland ist der Trend eSports zumindest Personen im Alter von 16 bis 34 Jahren zu über 50 Prozent bekannt.

Darum möchte der DFB eSports im Amateurfußball anbieten

Sogar der Deutsche Fußball Bund hat die Zeichen der Zeit erkannt.  Gerade in einer Zeit, wo einige Vereine mit rückläufigen Mitgliederzahlen zu kämpfen haben, kann mit einem Angebot an Videospielen für Ausgleich gesorgt werden. Christian Pothe vom DFB-Jugendausschuss teilte folgendes mit: „Wie möchten mittelfristig allen Mitgliedsverbänden und –vereinen ein eSports-Angebot ermöglichen, um es ihnen zu erleichtern, den Sprung in das nächste Jahrzehnt zu schaffen.“ Ein Probeturnier in Hamburg war dabei den Vereinsmitgliedern vorbehalten. Dies soll auch so bleiben, um die Vereinskultur zu erhalten. Es wird gezielt an einem Mix aus virtuellem und realem Fußball nachgedacht.

Profi-Vereine denken bisweilen schon einen Schritt weiter

Der VfL Wolfsburg und FC Schalke 04 haben unlängst eSports integriert. Preisgelder nehmen astronomische Höhen an, wie Weltmeister Salehi Takhasomi zu berichten weiß. Kürzlich ist auch der 1. FC Nürnberg auf diesen Zug aufgesprungen. Auf der vereinseigenen Homepage findet sich inzwischen ein Verweis, dass eSports bei Nürnberg ins Programm findet. Gleichermaßen nehmen die Nürnberger gezielt junge Fans und Werbepartner ins Ziel. Und um einen perfekten Start hinzulegen, wurden sogleich zwei Spieler fest verpflichtet. Hierbei handelt es sich um Daniel Butenko und Kai Hense, in Spielerkreisen besser als „Bubu“ und „Hensoo“ bekannt. Den Spielern wurden sogar bereits Trikots mit symbolträchtigen Nummern zugewiesen. Bubu bekommt die 07. In diesem Jahr wurde zuletzt der Pokalsieg gefeuert. Hensoo erhält die 68, welche auf die letzte Meisterschaft der Nürnberger verweist.

McDonalds plant Engagement im eSports

Auch für Marken ist eSports von Interesse. Gerade wo bei McDonalds die Besucherzahlen unter den Millenials rückläufig sind, soll gegengesteuert werden. Derzeit ist im Gespräch, ob nicht sogar ein eigenes eSports-Team auf die Beine gestellt werden soll. Als Werbetreibender ist ein Engagement so gut wie beschlossen

Erstmals eSports im Casino Luzern: Ein Trend fasst Fuß 300 250 2017-10-06 11:35:22 Online-Casino.de

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