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eSport: Glücksspiel, Job oder einfach nur Sport?

Professioneller Spieler vor dem PC (Bildquelle)

Während Fußball dauerhaft im Fokus der Medien steht, scheinen eSports ein Nischendasein zu fristen. Allerdings ist der virtuelle Sport ein aufstrebendes Geschäftsfeld. Zu der interessanten Tätigkeit gibt es viele Fragen und unterschiedliche Betrachtungsweisen. Sportvereine haben unlängst begonnen ihre eigenen eSports Abteilungen zu gründen. Die Industrie im Sektor Glücksspiel erwirtschaftet hohe Umsätze. Und in Schweden können eSports sogar studiert werden.

Was ist eSports? Der elektronische Sport wird an der Tastatur und Maus oder am Gamepad ausgetragen. In unterschiedlichen Disziplinen können Spieler gegeneinander antreten. Fifa, Counter-Strike GO und League of Legends sind nur drei von vielen populären Spielen, die sich für eSports eignen. Es werden Turniere ausgetragen und Preisgelder an die Top-Platzierungen vergeben.

Januar 2017: Ein Blick auf den Spielplan der eSports

Wir beginnen mit einem kurzen Rückblick auf die Highlights des vergangenen Jahres. Denn 2016 hat die Weltmeisterschaft von „Defense of the Ancients“ oder kurz DotA stattgefunden. Warum dies eine Erwähnung wert ist? Das Preisgeld für dieses Turnier bezifferte sich auf 20,8 Millionen US-Dollar. In Köln wurde die ESL One in Counter-Strike: Global Offensive ausgetragen.

Jetzt werfen wir einen Blick auf das Jahr 2017:

Vom 06. – 08. Januar hat bereits die ESL One Genting stattgefunden. In Malaysia versammelten sich die besten DotA2 Mannschaften der Welt. Die amtierenden Weltmeister aus China waren natürlich mit an Bord. Das Preisgeld beziffert sich auf 250.000 US-Dollar. Das Siegerteam erhält 100.000 US-Dollar.

In Leipzig geht es am 13. – 15. Januar weiter. Es ist praktisch der Deutschlandstart für die eSports Saison. Gespielt wird Counter-Strike: GO um 100.000 US-Dollar Preisgeld. Weiterhin werden Pokémon-Turniere (Sonne und Mond, sowie Sammelkarten) ausgetragen. Zusammenaddiert beläuft sich das Preisgeld auf bis zu 50.000 US-Dollar.

Die World Electronic Sports Games finden zum gleichen Zeitpunkt statt, wie das Turnier in Leipzig. Gespielt wird das Finale vom 12. – 15. Januar. Demzufolge sind nur die besten 24 Mannschaften zu sehen. Counter-Strike: GO steht mit einem Preisgeld von 1,5 Millionen US-Dollar im Fokus. Aber auch bei Starcraft II werden 402.000 US-Dollar ausgeschüttet.

Am 19. Januar geht es für die League of Legends Freunde weiter. Die Championship Serie wird in Europa und Amerika ausgetragen. Zehn Gruppen kämpfen jeweils über knapp zehn Wochen um den Erfolg.

Den vorläufigen Abschluss bildet die Eleague Major vom 22. – 29. Januar. Erneut ist Counter-Strike das Spiel der Wahl. Die besten 16 Teams versammeln sich im amerikanischen Atlanta.

Freilich werden auch in den kommenden Monaten zahlreiche Turniere mit hohen Preisgeldern ausgespielt. Der Wunsch den Lebensunterhalt mit eSports zu verdienen ist vorhanden. In Schweden hat dieses Konzept bereits eine Bildungseinrichtung aufgenommen.

eSports Studium in Schweden: Profispieler an der Uni

Die Volkshochschule Strömbäcks Folkshögskola hat 15 Schüler angenommen, welche eSports studieren. Das Ziel: Die Schüler zu Profispielern auszubilden. Der Studiengang ist seit Herbst 2016 verfügbar. Bislang handelt es sich um ein Pilotprojekt. Die Schüler wohnen in einem Internat, zusammen mit Schülern des Journalismus und der Pädagogik. Neben der Einschreibegebühr von 400 Euro müssen im Monat bis zu 440 Euro gezahlt werden. Wohnkosten und Verpflegung sind damit bereits abgedeckt.

Das Aufnahmeverfahren: Ein einfaches Bewerbungsschreiben war nicht ausreichend. Die Erfahrung im Gaming war anzugeben. Testspiele und unterschiedliche Prüfungen wurden veranstaltet, um die geeigneten Kandidaten herauszufiltern.

Bislang wird hauptsächlich Counter-Strike: Global Offensive unterrichtet. Allerdings wird das Angebot um generelle Kurse erweitert. Die Industrie steht hier im Fokus. Sollte die Karriere als Profispieler scheitern, so steht einem Engagement in der eGaming-Szene nichts im Weg. Der größte Vorteil ist aber auch gleichzeitig ein Minuspunkt. Denn außerhalb der Szene wird die Ausbildung nicht anerkannt.

Ein erstes Turnier konnten die Spieler der Volkshochschule bereits gewinnen. Wenn auch im kleinen Maße, wurde dennoch ein Preisgeld von 1.600 Euro kassiert.

eSports: Ein Milliardengeschäft im Glücksspiel

Computerspieler vor dem Fernseher (Bildquelle)

Die eSports sind ein aufstrebendes Genre  im Wettgeschäft. Pinnacle Sports hat bereits verkündet, dass 2016 mehr Geld auf eSport Wetten platziert wurde, als dies beim Eishockey der Fall war. Damit hat der virtuelle Sport eine populäre Sportart bereits überflügelt. Da gerade die jungen Spieler die eSports Szene verfolgen, ist ein weiterer Anstieg der Popularität zu erwarten.

Der eSports Betting Report berichtet von Einsätzen in Höhe von 6 Milliarden US-Dollar. 2016 schnitt im Vergleich mit 2015 um 127 Prozent höher bei den Einsätzen ab. Und nicht nur im Internet, auch in Las Vegas konnten bereits eSports Wetten getätigt werden. Ein Wettbüro im Grand Hotel und Casino machte dies möglich. Die Wachstumsbranche eSports ist beim Glücksspiel im Blickpunkt.

Obwohl viele Gelder fließen, wird das Thema in Deutschland noch stiefmütterlich behandelt. Der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) fordert eine Anerkennung des elektronischen Sports. 10 Forderungen wurden an die Politik gestellt, um die Bundesrepublik mit eSports zu versöhnen.

Fußballvereine gründen eSports Abteilungen

Sportvereine sind unlängst auf das Phänomen eSports aufmerksam geworden. In Deutschland hat der FC Schalke 04 bereits eine eigene Abteilung für den elektronischen Sport gegründet. Im Ausland sind Paris Saint-Germain, Galatasaray Istanbul und Panathinaikos Athen die bekanntesten Namen. Aber auch Dynamo Kiew ist in das virtuelle Rennen eingestiegen.

Auch unter den Clubs werden bekannte Titel der Gaming-Branche gehandelt: Counter-Strike, DotA2, StarCraft II, NBA2K oder League of Legends. Profispieler der Branche könnten somit in Zukunft bei den Sportvereinen unter Vertrag stehen. Vielleicht werden die Partien im eSports in nicht allzu ferner Zukunft sogar live auf den Fernseher gestreamt. Auf Twitch sind eSports schon länger ein Thema.

Bildquelle: Fotolia/Micko1986 (Bild-ID:#86663734)
Bildquelle: Fotolia/Keddy (Bild-ID:#106298063)

eSport: Glücksspiel, Job oder einfach nur Sport? 300 250 2018-07-04 14:13:57 Online-Casino.de

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