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Fabian Ernst gab in Dänemark Wetten auf eigenen Club ab

Fabian Ernst im Training für Besiktas Istanbul (2011) / Shutterstock.com

Fabian Ernst ist aus der 1. Bundesliga bestens bekannt. Seine Profikarriere begann bei Hannover 96. Später wechselte er zum Hamburger SV, dem SV Werder Bremen und dem FC Schalke 04. Seine Profikarriere ließ er in der Türkei ausklingen, wo er bei Besiktas Istanbul und Kasimpasa tätig war. Für die deutsche Nationalmannschaft brachte es Ernst auf 24 Spiele. Er wurde Deutscher Meister und DFB-Pokal-Sieger (beides 2004). Auch in der Türkei holte er Meisterschaft und Pokal. Heute ist er Miteigentümer eines Clubs in Dänemark. Doch hat er Sportwetten auf den eigenen Verein und auf andere Mannschaften seiner Liga abgeschlossen.

Sein Verein ist Næstved BK aus Dänemark. Dieser spielt aktuell in der 1. Division, der NordicBet Liga. Seit der Gründung 1939 waren die größten Erfolge des Vereins zwei Mal Zweiter in der Meisterschaft zu werden. Einmal gelang der Einzug ins Pokalfinale. Auch im UEFA-Pokal war der Club mehrfach vertreten. Fabian Ernst gehört der Club gemeinsam mit Alex Quaye. Dieser wiederum betreibt in Ghana eine Fußballakademie.

Fabian Ernst platziert Wetten in Dänemark

Der typische Fußballfan daheim setzt Geld bei Sportwetten, um die Spiele noch interessanter zu machen. Warum sollte dies bei ehemaligen Fußballprofis anders sein. Zumindest gelten andere Regeln, wenn noch immer eine Verbindung zum Profifußball besteht. Fabian Ernst gehört ein dänischer Club. In seiner Rolle als Mitbesitzer ist es ihm verboten auf Spiele im eigenen Wettbewerb zu wetten. Doch der ehemalige Bundesligakicker und Nationalspieler will von dieser Regel einfach nichts gewusst haben. Handelt es sich um eine fadenscheinige Ausrede oder handelte Fabian Ernst unbeabsichtigt falsch? Dieser Frage musste der dänische Sportverband DIF nachgehen, um ein Strafmaß zu finden. Denn obendrein hat Ernst nicht nur auf den eigenen Club, sondern ebenfalls auf andere Vereine aus der Liga Sportwetten platziert.

Vorteilhaft hat sich für den ehemaligen Profi ausgewirkt, dass er im gesamten Verfahren äußerst transparent agiert hat. „Ich kann die Vorwürfe bestätigen, aber ich möchte auch betonen, dass ich die Wetten als Hobby abgeschlossen habe und nicht, um Einfluss auf die Liga, auf unsere Mannschaft oder die Gegner zu nehmen“, so Ernst. Weiterhin führt der ehemalige Fußballprofi fort: „Ich wette in meiner Freizeit regelmäßig auf verschiedene Sportarten, Teams und Ereignisse. Ich wohne in Hannover in Deutschland und greife nicht in den Alltagsbetrieb meines Vereins ein. Ich habe mich deshalb als Fan betrachtet mit den gleichen Privilegien wie alle anderen Næstved-Anhänger und hatte angenommen, dass ich damit keine Regeln breche.“ Weit gefehlt. Denn jetzt muss Fabian Ernst die Konsequenzen tragen, wie auch beim Nordschleswiger nachzulesen ist.

Næstved in Dänemark: In der zweiten dänischen Liga finden wir den Ernst-Club auf dem vorletzten Platz. Aktuell ist der Spielbetrieb unterbrochen. Ob und wann in Dänemark wieder Fußball gespielt wird und wie mit Auf- und Absteigern verfahren wird, ist noch nicht bekannt.

Bei Fabian Ernst schützt Unwissenheit vor Strafe nicht

Wetten auf den eigenen Club sind verboten (Bildquelle)

Das Regelwerk lässt keine zwei Meinungen zu. Als Angestellter oder Eigentümer eines Fußballclubs darfst du keine Wetten auf Spiele aus der eigenen Liga setzen. Und Fabian Ernst setzte sogar einen Betrag auf den Sieg der eigenen Mannschaft. Allein aus dieser Tatsache geht tatsächlich hervor, dass keine böse Absicht vorlag. Denn natürlich will der Verein gewinnen. Dass gilt für den Gegner aber auch. Match Fixing steht daher nicht als Vorwurf im Raum, wie auch DIF-Sprecher Poul Broberg bestätigt: „Die Wetten auf Spiele von Næstved und weitere Matches aus der Liga wurden aus Naivität und Unwissenheit abgegeben. Beides ist verboten, wenn man in der gleichen Liga aktiv ist, aber es hat nie einen Verdacht auf Match Fixing gegeben.“ Ein Regelbruch liegt jedoch vor und dieser zieht eine Strafe nach sich.

Die Abgabe der Wettscheine geht bereits auf das Jahr 2019 zurück. Ernst setzte insgesamt auf sechs Begegnungen aus der 1. Division in Dänemark. Einmal war dabei sein eigenes Team beteiligt. Dabei kam er auf einen Einsatz von 2.620 Euro. Der Gewinn lag bei 200 Euro. Ab dem Beginn der nächsten Saison muss Fabian Ernst eine zweimonatige Sperre absitzen. In diesem Zeitraum darf er für seinen Verein nicht aktiv sein. Darüber hinaus gilt es eine Geldstrafe zu entrichten. Diese beziffert sich auf 10.000 Kronen. Umgerechnet handelt es sich um eine Summe im Wert von gut 1.340 Euro.

Ehrlich und transparent: So hat sich Fabian Ernst nach eigener Aussage verhalten. Weiterhin übernimmt er die volle Verantwortung für seinen Fehltritt.

Sportwetten Manipulation zum Re-Start der Bundesligen

Einige Experten sehen den Re-Start der Bundesligen diesbezüglich kritisch. Denn es handelt sich aktuell um die einzige Liga, die auf diesem Niveau ihren Betrieb wiederaufgenommen hat. Nicht nur Zuschauer aus Deutschland und der ganzen Welt nehmen eventuell am Fußballzirkus teil. Auch die Wettmafia könnte sich jetzt auf den deutschen Markt konzentrieren. Schließlich läuft das Leder in kaum einem anderen Land über das Spielfeld.

Bislang gibt es jedoch keine konkreten Verdachtsfälle. Zudem richtet sich die Aufmerksamkeit vieler Überwachungsunternehmen jetzt ebenfalls sehr konkret auf die erste und zweite Liga in Deutschland. Dies soll einen fairen Spielbetrieb ermöglichen. Generell sind Tennis und Fußball ganz oben in der Liste der manipulierten Sportarten zu finden.

Fabian Ernst gab in Dänemark Wetten auf eigenen Club ab 1200 1000 2020-05-18 11:22:11 Online-Casino.de

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