Aktuelle Casino Nachrichten für Deutschland
Recht & Gesetze, Sport & Spiel, Steuern, Technik, Unterhaltung und Wirtschaft

Fälschung und Betrug im Borgata Casino?

Martin Hill, 17. August 2015, Unterhaltung

Zwei unterschiedliche Versuche auf Betrug werden aktuell verhandelt. Jeweils war das Borgata Casino beteiligt. Einmal wurden eindeutig Poker-Chips gefälscht. In einem anderen Fall geht es um Markierungen in Kartendecks bei Baccarat Spielkarten.

Beide Betrugsversuche haben zu einem Schaden am Casino geführt, den die Betreiber nicht auf sich sitzen lassen wollen. Vor Gericht müssen sich die vermeintlichen Betrüger rechtlich verantworten.

Phil Ivey: Klage und Gegenklage zu markierten Kartendecks

Dem Baccarat Spieler Phil Ivey wird Edge Sorting vorgeworfen. Dabei handelt es sich um eine Technik, wo der Spieler per Druck auf der Kartenrückseite eine Markierung anbringt. Er ist damit in der Lage diese Karte zu identifizieren. Um dies zum eigenen Vorteil zu nutzen, werden zumeist hohe oder niedrige Karten manipuliert.

Mit diesem Trick kann der Spielverlauf ein wenig gesteuert werden, was den Spieler natürlich begünstigt. Die Klage des Borgata Casinos aus Atlantic City wurde vom Gericht zugelassen. Dieses Vergehen geht jedoch schon auf das Jahr 2012 zurück. Bislang argumentierten die Anwälte des Spielers, dass die Mitarbeiter des Casinos die gleichen Chancen hatten, wie Ivey. Denn in mehr als 100 Spielstunden hätte jedem die Unregelmäßigkeit auffallen müssen.

Das Edge Sorting soll in diesem Fall jedoch nicht auf eine Markierung des Spielers zurückgehen. Vielmehr sollen die Kartendecks, welche im Umlauf waren, fehlerhaft produziert worden sein. Daraus resultierte der Vorteil des Spielers. Ivey hat entsprechend zur Gegenklage angesetzt und fordert 10 Millionen US-Dollar. Cheng Yin Sun ist Mitklägerin und war zur entsprechenden Zeit die Mitspielerin von Ivey.

Der Gerichtsentscheid steht noch aus. Ivey war kürzlich in einen ähnlichen Fall verwickelt, wo das Casino Crockfords in London die vermeintlichen Gewinne einbehalten durfte.

Christian Lusardi: Gefälschte Poker-Chips

Christian Lusardi hat sich in China Fälschungen der Poker-Chips mit einem Borgata Aufkleber versehen lassen. Beim Poker Turnier 2014 in New Jersey ist den Mitarbeitern die Fälschung nicht aufgefallen. Der betrügerische Spieler verfiel nachträglich aber in Panik. In seinem Zimmer, im Haarahs Casino Hotel sollten mehr als 500 Chips den Weg durch die Toilette finden.

Die Folge war eine Verstopfung, welche von einem Klempner behoben werden musste. Das Casino hat von den Chips erfahren und Nachforschungen haben den Täter ergeben. Der vermeintliche Wert der Chips hätte 2,7 Millionen US-Dollar betragen. Die Mitspieler beim Poker Turnier wurden bereits über den Betrug informiert.

Lusardi ist geständig. Ihm drohen jetzt drei Jahre Haft für kriminellen Unfug, zuzüglich fünf Jahren Haft für Fälschung. Zudem wird eine Summe von über 470.000 US-Dollar an den Veranstalter des Turniers und die Beschädigung der sanitären Einrichtungen gefordert.

Das Gericht entschied auf 60 Monate Haft und Zahlung von 1,14 Millionen US-Dollar.

Fälschung und Betrug im Borgata Casino? 300 200 2016-09-23 17:09:03 Online-Casino.de

Weitere Casino News