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70.000 illegale Accounts: Falsche Registrierung

Martin Hill, 16. November 2015, Sport & Spiel

Wer im Internet am Glücksspiel teilnehmen möchte, der muss sich registrieren. Dies ist notwendig, um dem Spieler eine Identität zuordnen zu können. Weiterhin ist es ein wichtiger Aspekt beim Schutz des Spielers.

Nicht zuletzt geht diese Maßnahme bereits auf das Jahr 2010 zurück. Die Registrierung war vormals schon ein üblicher Prozess, der in diesem Jahr verbindlich wurde. Ziel war es nicht, das Online-Spielen zu erschweren. Der Prozess sollte die Kontrolle jedoch verbessern. Der Erfolg dieser Maßnahme ist jedoch zweifelhaft. Jetzt wurden von der belgischen Glücksspielkommission 70.000 irreguläre Spieler-Accounts entdeckt.

Überprüfung der Daten aus der Registrierung

Eine Registrierung war immer nötig. Denn wer online um Geld spielt, dem muss auch ein Konto zugeordnet werden können. Bis ins Jahr 2010 war es jedoch problemlos möglich, sich eine falsch virtuelle Identität zuzulegen. Die Kontrolle der Geldeingänge, beziehungsweise deren Herkunft, wurde ebenso wenig kontrolliert, wie die Identität der Nutzer.

Dies hat folgenden Gruppen Tür und Tor geöffnet:

Kriminelle: Durch den Tausch in die Spielwährung und den Rücktausch nach Gewinnen und Verlusten war schwerer nachzuvollziehen, woher bestimmte Summen gekommen sind. Der Geldfluss konnte schlechter rückverfolgt werden.

Jugendliche: Ein falscher Geburtstag und der Spieler wurde, zumindest online, als volljährig anerkannt. Dass einige Nutzer hierbei schwindeln, um das Online-Glücksspiel nutzen zu können, ist ein offenes Geheimnis.

Spielsüchtige: Wer in seinem Casino im Heimatort gebannt wurde, der hat im Internet weiterhin die Möglichkeit zu spielen. Dies gilt vielleicht auch für Süchtige, die bereits online bei einer Plattform gesperrt wurden. Denn durch eine falsche Identität war das Spielen wieder möglich.

Der belgische Justizminister Koen Geens hat die Glücksspielkommission aufgerufen sich dieser Baustelle zu widmen. Seit September wurden daher die nationalen Registernummern mit den hinterlegten Daten (Adresse und Name) verglichen. Bereits jetzt konnten mehr als 70.000 falsche Accounts beim Glücksspiel aufgedeckt werden. Ab 2016 soll Spielen unter falschen Namen der Vergangenheit angehören.

FBI gegen nicht lizenzierte Online-Glücksspiele

Das FBI handelt derzeit gegen illegale Anbieter im Bereich Glücksspiel und Sportwetten. Eine Initiative, die illegale Unternehmen stören und zerstören soll, wurde unter dem Namen „Internet Sports Books“ gegründet. Es handelt sich um eine weitere Organisation, die neben dem FBI und dem Crime Complaint Center den Kampf aufnimmt.

Besonders die „grenzüberschreitende Kriminalität“, wie es auch der Assistent Direkter Chris Warrener der Abteilung „Criminal Investigative“ des FBI bezeichnet, soll im Fokus stehen. Das illegale Glücksspiel soll unterbunden werden, damit die legale Variante und die geplante Regulierung in geordneten Bahnen verlaufen können.

70.000 illegale Accounts: Falsche Registrierung 300 200 2016-11-22 18:28:43 Online-Casino.de

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