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Gambling Industry Report gewährt spannende Einblicke

Martin Hill, 24. Juni 2019, Technik

Gambling Industry Report (Bildquelle)

Wie sehen die Trends der Glücksspielbranche aus? Welche besonderen Gefahren warten auf die Unternehmen? Diese und weitere spannende Fragen werden im dritten Gambling Industry Report beantwortet, der vom US-amerikanischen Unternehmen Iovation Inc. veröffentlicht wurde. Der Konzern arbeitet bereits seit gut 15 Jahren als Analyst für ganz unterschiedliche Branchen und kennt sich auch im Bereich des Glücksspiels bestens aus.

Iovation Inc. und die Glücksspielbranche: Analysieren, aufzeigen, verbessern

Um die Bedeutung des Gambling Industry Report genauer nachvollziehen zu können, ist erst einmal ein Blick auf das Unternehmen hinter dem Bericht notwendig. Das ist die Iovation Inc., bei der es sich um ein Tochterunternehmen der US-amerikanischen Wirtschaftsauskunftei TransUnion handelt. In Verbindung gebracht Iovation Inc. seit seiner Gründung im Jahre 2004 vor allem mit der Analyse, dem Durchführen von Studien und der Auswertung unterschiedlicher Daten in ganz verschiedenen Branchen. Gerade mit Blick auf die Glücksspielindustrie ist der Konzern aber noch auf deutlich mehr Geschäftsfeldern aktiv.

So nutzt Iovation Inc. zum Beispiel seine Analysen dafür, um den Anbietern Tipps für mögliche Verbesserungen zu geben. Gleichzeitig schützt der Konzern als Dienstleister aber auch Online Casinos vor Betrügern und Kriminellen. In diesem Zusammenhang werden zum Beispiel Zahlungen abgesichert und mögliche verdächtige Transaktionen an den Glücksspielanbieter gemeldet.

Interessant: Laut eigener Aussage hat Iovation Inc. bereits mehr als 47 Millionen betrügerische Zahlungsvorgänge stoppen können. Insgesamt habe man zudem bereits mehr als vier Milliarden Transaktionen zwischen Spielern und Casinos gesichert.

Gambling Industry Report: Immer mehr läuft über mobile Geräte

Ein ganz wesentliches Thema ist auch im diesjährigen Gambling Industry Report das mobile Spiel. In den letzten Jahren war bereits ein klarer Trend zu den Mobilgeräten erkennbar, der sich ganz offensichtlich fortsetzt. Aber auch die generelle Aktivität der Spieler wurde laut des Berichts deutlich gesteigert. 2012 hätten die Spieler in den Partnercasinos von Iovation Inc. demnach einen Betrag von rund 100 Milliarden US-Dollar eingezahlt. Sechs Jahre später ist dieser Wert auf das Fünffache angestiegen. Die mobilen Zahlungen spielen dabei eine immer größere Rolle. Zurück ins Jahr 2012: Hier steckten die mobilen Lösungen für die Casinos noch in den Kinderschuhen. Gerade einmal sechs Prozent aller Zahlungen wurden damals auf mobilem Wege abgewickelt.

Ebenfalls sechs Jahre später ist auch hier ein satter Anstieg erkennbar: Laut Bericht werden mittlerweile 70 Prozent der Transaktionen über mobile Endgeräte durchgeführt. Und die Unternehmen können sich das zu Nutze machen. So zeigt der Bericht auch auf, dass Anbieter mit mindestens einer Casino App im Portfolio deutlich erfolgreicher sind, als Casinos ohne eine passende App. Einen nicht ganz unwesentlichen Anteil soll an diesem Fortschritt laut Gambling Industry Report auch der Internetriese Google haben. Dieser hatte 2017 die Echtgeld-Sperren für seinen Playstore in einigen Ländern aufgehoben und so laut Bericht dafür gesorgt, dass die Anbieter die mobilen Lösungen stärker vorangetrieben haben. In Deutschland allerdings bleiben die Echtgeld-Apps im Playstore weiterhin außen vor.

Betrugsgefahr für die Anbieter nimmt zu

Besser Schutz vor Betrügern. (Bildquelle)

Offenbart hat der Gambling Industry Report allerdings auch Fakten, die zumindest für Außenstehende so etwas überraschend kommen. Zum Beispiel die Zahlen rund um die Betrugsversuche bei den Anbietern. Insbesondere auf die Neukundenboni haben es offenbar viele Betrüger abgesehen, die auf diese Art und Weise zusätzlich profitieren wollen. Lag die Anzahl der Vorfälle in diesem Segment 2015 nur bei 50.000 pro Jahr, konnte man 2018 insgesamt rund 210.000 Bonus-Betrugsversuche in den Partner-Casinos feststellen. Damit aber nicht genug: Immer mehr Spieler versuchen laut des Berichts, auch innerhalb des Spiels zu betrügen. So gab es 2018 rund 125.000 Fälle, in denen Spieler im Spiel den Anbieter austricksen wollen. 2013 lag die Zahl hier mit 10.000 Vergehen deutlich geringer.

Abgesehen von den „üblichen“ Kreditkartenbetrügereien hat sich laut des Reports aber auch eine ganz neue Variante von krimineller Energie in der Branche breit gemacht. Immer öfter würden demnach die VIP-Accounts der Casinos von einem Spieler an einen anderen verkauft werden. Der Käufer könnte dabei aus dem kriminellen Milieu stammen und die Vorzüge des VIP-Accounts dann zum Beispiel für die Geldwäsche und die Finanzierung von terroristischen Organisationen nutzen. Durchaus ein stattliches Problem. Allerdings: Der Bericht zeigt auch auf, dass sich die Casinos auf verschiedenen Wegen gegen derartige Vorfälle wehren können. In erster Linie sollte zum Beispiel eine modernere Technologie zum Einsatz kommen, mit der dann auch versteckte Verbindungen zwischen Spielerkonten oder deren Endgeräten nachvollzogen werden könnten.

Geringer Schaden: Auch im Bereich des Kreditkarten-Betrugs haben die Zahlen laut des Reports in den letzten Jahren zugenommen – und das stetig. 2014 wurden zum Beispiel rund 20.000 US-Dollar auf diesem Wege erbeutet, 2016 waren es 42.000 US-Dollar und 2018 52.000 US-Dollar. Die Schadenssumme ist somit gemessen an den Umsätzen und Transaktionssummen der Casinos überschaubar.

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