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Gaming-Boom in Deutschland: Trotzdem bricht der Spiele-Verkauf ein!

Dieter Maroshi, 13. April 2022, Unterhaltung

Gaming ist längst keine Nische mehr! / Bild: Shutterstock.com

Zunächst klingt diese Entwicklung paradox. Denn das Thema Gaming in Deutschland ist auf einem neuen Rekordhoch angekommen. Der erzielte Umsatz hat erneut zugelegt. Zu den konkreten Zahlen kommen wir später. Umgekehrt gibt es jedoch eine Meldung, die in negativer Art und Weise heraussticht. Denn der Verkauf von Games ist zurückgegangen. Wie passt das zusammen? Wo werden die Gewinne erwirtschaftet? Wir schauen uns die Hintergründe zur aktuellen Meldung an.

Zunächst wollen wir jedoch statistisch schauen, wie es überhaupt um die Gaming-Branche steht. Dazu haben wir zuvorderst bei Statistia zum Thema Gaming nachgeschlagen. Dort lässt sich ablesen, dass die Anzahl der Computerspieler in Deutschland 34,3 Millionen beträgt. Wer 16 Jahre oder älter ist, der spielt mit 50-prozentiger Wahrscheinlichkeit. In der Altersgruppe der 16 bis 29-jährigen sind es sogar 81 Prozent. Das Interesse der Gamer soll vornehmlich bei Action-, Strategie- und Adventure-Titeln liegen. Gaming war über die letzten Jahre und fast Jahrzehnte schon immer ein Wachstumsmarkt. Allerdings gibt es einen guten Grund, warum das „Daddeln“ 2020 und 2021 nochmals deutlich angezogen hat. Denn innerhalb der Corona-Krise brauchten viele Bürger ein Hobby, welches nicht nur Freude bringt, sondern sich auch bequem aus den eigenen vier Wänden ausüben lässt.

Verband Game: Gaming Markt wächst um 17 Prozent auf knapp 10 Milliarden Euro!

Natürlich lässt sich die Pressemitteilung direkt beim Verband Game nachschlagen. Die wichtigsten Kernpunkte zur aktuellen Entwicklung haben wir herausgesucht. Doch wollen wir erst einmal im Jahr 2020 anfangen. Corona kam und es wollte durchaus eine Weile bleiben. Wir wollen jedoch nicht lang vom Lockdown schreiben. Davon haben inzwischen alle die Nase voll. Doch wegen dieser Entwicklung wuchs der Games-Markt in 2020 um 32 Prozent an. Dies ist ein Plus von knapp einem Drittel. Was uns zunächst zu folgender Frage bringt: Welche Leistungen umfasst der Games-Markt überhaupt? Dabei geht es nicht nur um den Verkauf von Spielen. Auch Gebühren für Online-Dienste (z.B. Ingame-Käufe oder Abos), sowie die Hardware für das Gaming zählen dazu. Womit wir auf das aktuell abgeschlossene Geschäftsjahr 2021 blicken. Hier hat sich der Umsatz nochmals um 17 Prozent erhöht. Wir sprechen von knapp 10 Milliarden Euro – konkret sind es 9,8 Milliarden.

Jetzt gilt es freilich zu schauen, in welchen Bereichen der größte Zuwachs stattgefunden hat. Da ist einmal der Erwerb der Spielekonsolen zu nennen, welcher um 23 Prozent zugelegt hat. Da kam die Erscheinung der PS5 sicherlich zupass. Doch auch Zubehör für Spiele-Computer haben um 22 Prozent zugelegt. Größer Gewinner waren jedoch tatsächlich die In-App-Käufe, welche um 30 Prozent haben zulegen können. Natürlich lässt sich die Aufteilung des Umsatzes auch in konkreten Zahlen ausdrücken. So wurden 5.448 Millionen für einmalige Käufe von Spielen, Abonnements, sowie In-App- und In-Game-Käufe ausgegeben. Für den Kauf von Gaming-Hardware gaben Spieler 3.589 Millionen Euro aus. Schlussendlich kommen 719 Millionen Euro für Gebühren von Online-Diensten (Clouds, Abos und sonstige Services) dazu.

Statistische Erhebung: Die Daten basieren auf Umfragen des Marktforschungsunternehmens GfK und von data.ai. Beide Quellen zeigen einen deutlichen Anstieg im ohnehin schon populären Gaming-Markt auf.

Wieso brechen die Käufe von Games im Jahr 2021 ein?

Gaming als Hobby / Shutterstock.com

Wenn wir auf den gesamten Zweig schauen, so steht ein Wachstum bei Computer- und Videospielen von 19 Prozent zu Buche. Es handelt sich um einen Zugewinn von 5,4 Milliarden Euro. Dennoch haben die reinen Verkaufszahlen von Computerspielen abgenommen. Dies gilt übrigens nicht nur für klassische Spiele, sondern ebenso für Abonnements. Abos sind um elf Prozent (von 163 Millionen auf 145 Millionen Euro) zurückgegangen. Bei den Game-Käufen ist ein Rückgang um neun Prozent (von 1.169 auf 1.064 Millionen Euro) zu verzeichnen. Hier stellt sich natürlich die Frage, warum der gesamte Zweig „Umsatz mit Games“ dennoch um 19 Prozent anstieg. Die Lösung liegt bei den In-Game- bzw. In-App-Käufen. Denn diese stiegen von 3.252 auf 4.239 Millionen Euro. Prozentual ist es ein Anstieg um 30 Prozent allein von 2020 auf 2021.

Doch warum werden weniger Spiele gekauft? Wenn wir die deutlich erhöhten Zahlen für In-App-Käufe in die Betrachtung einbeziehen, liegt die Lösung auf der Hand. Die Entwickler von heute bringen in ihren Spielen immer neue Inhalte heraus. Damit schaffen sie es Kunden langfristig an einen Titel zu binden. Gleichwohl müssen Einnahmen generiert werden. Und diese kommen dann halt durch die In-Game-Käufe zustande. Dies könnte langfristig zu einem Trend führen, wo weniger neue Spiele auf den Markt kommen. Dafür wären die Games, die herauskommen, langlebiger. Von Interesse ist auch der Wachstumsmarkt der Gaming-Online-Dienste (bspw. PlayStation Now, Nvidia GeForce Now, Xbox Game Pass, EA Play, Apple Arcade, Ubisoft+, Google Play Pass oder Stadia (Pro), sowie Nintendo Switch online, etc.). Von 2019 auf 2020 stieg der Umsatz um 50 Prozent. Und von 2020 auf 2021 legten die Gaming-Online-Dienste immerhin nochmal um vier Prozent zu. Damit stehen sie in Addition bei 720 Millionen Euro.

Game Verband: Entwickler, Publisher, E-Sports-Veranstalter und weitere Akteure der Games-Branche schließen sich in diesem Verband zusammen.

Gaming-Boom in Deutschland: Trotzdem bricht der Spiele-Verkauf ein! 1200 1000 2022-04-13 09:59:09 Online-Casino.de

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