Aktuelle Casino Nachrichten für Deutschland
Recht & Gesetze, Sport & Spiel, Steuern, Technik, Unterhaltung und Wirtschaft

Gaming mit geringerem Suchtpotential als Gambling?

Christian Webber, 4. November 2016, Sport & Spiel

Gambling Industry Report (Bildquelle)

Diese These wurde von der University of Oxford aufgestellt. Tatsächlich soll es sich um die erste Studie handeln, welche Symptome anhand der „American Psychiatric Association“ Checkliste untersucht. EurekAlert setzt diese Betrachtung in Verbindung mit dem Glücksspiel, also Gambling. Gleichzeitig wird jedoch eingeräumt, dass weitere Untersuchungen erforderlich sind.

Bevor wir uns näher mit den Fakten der Studie beschäftigen, wollen wir einmal die Gemeinsamkeiten und Unterschiede des Glücksspiels im World Wide Web und der Online-Gamings anschauen.

Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Gaming und Gambling

Mit zwei Buchstaben mehr wird aus „Gaming“ das Wort „Gambling“. Sechs gleiche Lettern sind freilich keine Gemeinsamkeit, wie wir sie suchen. Beide Beschäftigungen können online ausgeführt werden. Zudem ist es jeweils möglich, eine soziale Komponente einzubauen. Wo Online-Rollenspiele in der Gruppe gespielt werden, sitzt der Spieler beim virtuellen Poker ebenfalls mit anderen am Tisch.

Beim Kostenfaktor gibt es Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Wo die Ausgaben beim Glücksspiel nach oben offen sind, wenngleich Spieler sich selber einschränken können, sind Online-Spiele über ein Monats-Abo, begrenzte Content Downloads oder fixe Anschaffungskosten finanziell eher unproblematisch.

Weitere Unterschiede liegen in der Art der Beschäftigung. Gambling ist, wie der Name schon sagt, ein Glücksspiel. Beim Poker, dem Blackjack und Roulette können freilich Strategien angewandt werden. Aber die volle Kontrolle wird nicht gewährleistet. Computerspiele können mit „Skill“, also Fähigkeiten, zum Erfolg geführt werden.

Nachdem wir uns einen Einblick verschafft haben, widmen wir uns der Studie.

Oxford Studie: Untersuchungsergebnisse

Eine Befragung unter 19.000 Herren und Damen, aus Großbritannien, Deutschland, den USA und Kanada wurde durchgeführt. Mehr als 50% der Teilnehmer haben ausgesagt, dass sie kürzlich Internetspiele ausgeführt haben. Zwischen zwei und drei Prozent der Spieler gaben zu, dass sie fünf oder mehr Symptome der abgefragten Liste vorweisen. Bis zu einem Prozent der Betroffenen gaben zudem an, dass sie ein „Bedrängnis-Gefühl“ haben, wenn sie nicht spielen können.

Ähnliche Abfragen werden in Bezug auf das Glücksspiel durchgeführt. Gemeldete Daten aus britischen „Gambling Prevalence Survey“ Umfrage haben ergeben, dass 2,6 Prozent der Spieler im Alter von 18 bis 24 Jahren Symptome vorweisen, welche auf eine Glücksspielstörung hinweisen.

Um aus den APA-Listen als Süchtiger zu gelten, müssen fünf von neun Symptomen zutreffen. Die Checkliste geht hierbei auf Angstzustände, Entzugserscheinungen und die grundsätzliche Beschäftigung mit Online-Spielen ein. Kontrollverlust und Zeitaufwand spielen ebenso eine Rolle, wie der Rückzug vom Sozialleben und die Reduktion von Interessen und Hobbys.

Als Autoren der Studie zeichnen sich Andrew Przybylski vom Oxford Internet Institute, Netta Weinstein von der Universität von Cardiff und Kou Murayama von der Reading University verantwortlich. Ausführliche Ergebnisse erscheinen im American Journal of Psychiatry.

Bildquelle: Fotolia/jojje11 (Bild-ID: #79239550)

Gaming mit geringerem Suchtpotential als Gambling? 300 250 2017-01-20 13:04:09 Online-Casino.de

Weitere Casino News