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Gauselmann Gruppe erreicht Umsatzplus im Jahr 2019

Martin Hill, 9. September 2020, Wirtschaft

Die Merkur-Sonne: Das Firmenlogo der Gauselmann-Gruppe (Bildquelle)

Auf die Zahlen des Geschäftsjahres 2020 gucken die Verantwortlichen eher betrübt. Denn die aktuelle Gesundheitskrise hat dem positiven Trend einen Dämpfer verpasst. Doch 2020 ist noch voll im Gange. 2019 haben wir zurückgelassen. Jetzt liegen für das abgelaufene Jahr die Zahlen zum Umsatz der Gauselmann Gruppe vor. Bis zum Februar 2020 ging es kontinuierlich bergauf. Dann kam der Lockdown. Demzufolge möchten wir uns nicht nur mit den Zahlen des Geschäftsjahres 2019 befassen. Diese sind erwartungsgemäß gut ausgefallen. Das Auslandsgeschäft war dabei die treibende Kraft. Doch wollen wir ebenso auf den Abschluss des Jahres 2020 vorausblicken.

Natürlich ist die Gauselmann Gruppe ein Fokusthema im Glücksspiel. Denn es handelt sich um ein deutsches Unternehmen. Die Heimat des Konzerns liegt im Espelkamp. Darüber hinaus wird die Firma regelmäßig von den Mitarbeitern ausgezeichnet. Selbst in Corona-Zeiten tat sich der Anbieter hervor, weil er Mitarbeiter getestet hat. Gauselmann schafft es also gute Geschäftszahlen und ein tolles Betriebsklima zu vereinen.

Entwicklung der Geschäftszahlen im Kalenderjahr 2019

Ein beachtlicher Zugewinn in Höhe von 6,7 Prozent ist beim Umsatz 2019 zu vermelden. Wenn wir alle Teilfirmen der Gauselmann Gruppe zusammenrechnen, so kommen wir auf 3,42 Milliarden Euro. Das Familienunternehmen wird von Paul Gauselmann betrieben, welcher noch immer im Vorstand sitzt. Er äußerte sich zum Wachstum: „Ein tolles Ergebnis, das in erster Linie der Einsatzfreude und der Leistungsbereitschaft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschuldet ist – und dafür möchte ich mich herzlich bedanken.“ Doch nicht nur der Umsatz wuchs. Auch die Zahl der Beschäftigten nahm in der Zeit vor Corona zu. 451 neue Angestellte wurden angeheuert. Damit stieg die gesamte Anzahl an Beschäftigten auf eine Menge von 13.846 an. Bei einem genaueren Blick auf die Zahlen wird schnell deutlich, woher der Anstieg des Umsatzes kommt – nämlich vom Auslandsgeschäft.

Nachdem es den Glücksspielanbietern in Deutschland in den vergangenen Jahren erschwert wurde legal Geschäfte zu machen, fokussierte sich die Gauselmann Gruppe vermehrt auf das Ausland. Dabei hatte der Konzern großen Erfolg. Denn inzwischen wird über 60 Prozent des Umsatzes in der Fremde erzielt. Paul Gauselmann nimmt auch dazu Stellung: „Die Umsätze im Ausland sind vor Corona kontinuierlich gestiegen. Das hat die Abhängigkeit von unserem Kernmarkt Deutschland verringert, in dem sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen leider seit Jahren verschlechtert haben.“ Der Konzern-Boss spielt auf immer strengere Restriktionen in den Spielhallen und Casinos an, welche die Kunden ins Internet oder sogar auf den Schwarzmarkt treiben.

Eigenkapital wächst ebenfalls: Nicht nur der Umsatz stieg an. Auch das Eigenkapital nahm um 10,7 Prozent – also um 108 Millionen Euro – zu. Dank einer Eigenkapitalquote von 66,4 Prozent war es der Gauselmann Gruppe möglich, praktisch alle der fast 14.000 Angestellten während der aktuellen Gesundheitskrise zu halten – obwohl europaweit sämtliche Standorte geschlossen waren.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2020 der Gauselmann Gruppe

Merkur Casinos mit Auszeichnung als „Kundenliebling“ / Shutterstock.com

800 Spielhallen hatten über Wochen geschlossen. Ähnlich erging es den Wettshops und den Casino-Standorten. Auch konnten die Casinos auf den Kreuzfahrtschiffen nicht betrieben werden. Kurz und knapp: Im Jahr 2020 gab es für die Gauselmann Gruppe einen harten Lockdown. Die positive Nachricht vorweg: Die aktuellen Zahlen vom Umsatz legen nahe, dass das Unternehmen finanziell nicht wegen eines schwachen Quartals in Schieflage geraten wird. Doch braucht niemand eine Glaskugel zu bemühen, um einen Abschwung im Geschäftsjahr 2020 zu prophezeien.

Nicht nur die Spielhallen hielten einen verspäteten Winterschlaf. Sogar die Automaten-Fabrik in Lübbecke musste auf Kurzarbeit umschalten. Dass es 2020 zu einem Einbruch im Umsatz kommt, ist abzusehen. „Alles andere wäre auch ein Wunder“, erklärte Firmensprecher Mario Hoffmeister. Gauselmann hat es, wie andere Glücksspielkonzerne, gleich doppelt getroffen. Denn auch im Sportwetten-Markt ist das Unternehmen aktiv. Und der Sport hat ebenfalls über viele Wochen komplett geruht. Je nachdem, wie es mit der Pandemie weitergeht, könnte sogar das Geschäftsjahr 2021 noch betroffen sein. Doch wollen wir nicht spekulieren, wie groß der Einbruch wohl aussehen mag.

Kein erneuter Lockdown: Es gibt jedoch auch Argumente, welche für Gauselmann sprechen. Denn natürlich war die Konkurrenz ebenfalls von der Pandemie betroffen. Doch nicht alle Unternehmen haben die gleichen Reserven im Eigenkapital. Außerdem scheint ein erneutes Herunterfahren des Arbeitslebens aktuell undenkbar. Obendrein kam Deutschland, wo sich noch immer der Kernmarkt befindet, im europaweiten Vergleich, sehr gut durch die Krise.

Gauselmann Gruppe schafft es seine Angestellten zu begeistern

Selbst in dieser aktuell schwierigen Lage verzichtet der Konzern auf Entlassungen. Tatsächlich hat das Unternehmen in der Vergangenheit fast schon 4.000 Mitarbeiter geehrt. Gemeint sind Angestellte, die zehn, 25, 30, 40 und 45 Jahre in der Firma verbracht haben. Gemeinsam kommen diese Leute auf 58.350 Berufsjahre bei der Gauselmann Gruppe. Zuletzt wurden im August 2020 gleich 18 Mitarbeiter für über 25 Jahre Zugehörigkeit ausgezeichnet. Paul Gauselmann äußerte sich dazu wie folgt: „Diese ausgeprägte Identifikation mit dem Unternehmen macht mich schon ein bisschen stolz. Mir war es immer wichtig, dass sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wohlfühlen – und es freut mich, dass das offenbar der Fall ist.“

Tatsächlich kam es auch im Jahr 2020 für die Tochter „Merkur Casino“ zur Auszeichnung als Kundenliebling. Auch als bester Arbeitgeber wurde die Gauselmann Gruppe bereits ausgezeichnet.

Gauselmann Gruppe erreicht Umsatzplus im Jahr 2019 1200 1000 2020-09-09 07:39:42 Online-Casino.de

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