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Gauselmann Gruppe trifft mit C-Ampel den Nerv der Zeit

Christian Webber, 10. März 2021, Technik

Die Merkur-Sonne: Das Firmenlogo der Gauselmann-Gruppe (Bildquelle)

Die Gauselmann Gruppe ist ein deutscher Glücksspielkonzern. Bundesweit werden diverse Spielotheken betrieben. Und bei diesen Geschäften ist es schon seit Jahren von Belang, welche Kunden das Etablissement betreten dürfen. Dabei stehen der Spieler- und Jugendschutz im Fokus. Wer zu jung ist bleibt draußen. Wer sich hat sperren lassen bleiben draußen. Doch die C-Ampel hat einen im gewissen Sinne einfacheren Zweck. Denn sie zählt einfach die bisherige Menge an Personen in einem Geschäft. Diese werden beim Einlass erfasst, ohne weitere Daten zu sammeln. Und die C-Ampeln kommen derzeit nicht vornehmlich beim Glücksspiel, sondern in Corona-Zeiten bei ganz normalen Geschäften zum Einsatz.

Wer hätte vor gut einem Jahr gedacht, dass das Einkaufen, der Friseurbesuch oder das gemütliche Beisammensein in einem Restaurant uns vor Herausforderungen stellt. Darauf waren weder die Politik, noch die Lokalitäten vorbereitet. Und Deutschland hängt jetzt schon seit Wochen und Monaten in einer Art Lockdown. Erste Lockerungen fangen so langsam an zu greifen. Doch andere Länder sind hier schon einen Schritt weiter. Dennoch gilt weiter das Prinzip Vorsicht. Zu viele Menschen auf engem Raum erhöhen die Gefahr einer Ansteckung. Deshalb trifft die von der Gauselmann Gruppe entwickelte C-Ampel aktuell eindeutig den Nerv der Zeit.

So funktioniert die von der Gauselmann Gruppe entwickelte C-Ampel

Um Kunden während der Pandemie ein möglichst normales Einkaufserlebnis bieten zu können, ist für gewöhnlich ein ausgefeiltes Hygienekonzept nötig. Bestandteil dieses Konzepts ist nicht selten eine Beschränkung der maximalen Anzahl an Personen innerhalb eines Geschäfts. Doch ist es vergleichsweise teuer, dafür immer einen Mitarbeiter abzustellen, der die Leute beim Betreten zählt und beim Verlassen wieder abzieht. Quasi unmöglich ist dies sogar, sofern der Laden über mehrere Eingänge zu betreten ist. Dafür muss es doch eine elektronische Möglichkeit geben, hat sich wohl die Gauselmann Gruppe gedacht. Prompt wurde die C-Ampel entwickelt. Auf der oben verlinkten Homepage wird das Produkt auch als „Die Einlass-Ampel von Merkur“ beschrieben. Das Konzept ist einfach und wirkungsvoll. Eine Ampel ist jedem Kunden bekannt. Bei Grün darfst du rein. Bei Rot bleibst du draußen. Das Gelb der Verkehrsampel ist hier überflüssig.

Je nach Staat macht die Politik rechtliche Vorgaben. Oder die Geschäfte müssen die Politiker mit einem Konzept überzeugen. Jeweils kann die C-Ampel dafür ein wirkungsvolles Werkzeug sein. Denn der Betreiber stellt die maximale Anzahl an Gäste für seine Lokalität ein. Solange die voreingestellte Personenzahl nicht erreicht ist, verharrt die Ampel bei der Farbe Grün. Ist die eingestellte Anzahl jedoch erreicht, so springt das System auf Rot um – solange bis der nächste Gast das Geschäft wieder verlässt. Inzwischen ist es überdies möglich, die C-Ampel miteinander zu vernetzen. So können mehrere Ein- und Ausgänge via Plug & Play miteinander verbunden werden. Ein großer Pluspunkt ist, dass dieses System komplett kontaktlos funktioniert. Und wer trotz roter Ampelschaltung den Raum betreten möchte, der wird über ein akustisches Signal auf sein Fehlverhalten hingewiesen.

Vorteile der Merkur C-Ampel: Unternehmer müssen kein Personal abstellen, um den Einlass zu kontrollieren. Allein auf dieser Basis ist der Preis von 595 Euro je Ampel sicherlich nicht zu teuer. Und wenn dank dieses Systems die Corona-Auflagen zu erfüllen sind und wieder Gäste ins Geschäft dürfen, war es die Investition erst recht wert.

Gauselmann und Merkur haben viele Jahre Erfahrung mit Einlass-Kontrollen

C-Ampel: Eine Entwicklung von Merkur / Shutterstock.com

Jendrik Volkmann hat sich in seiner Rolle als Produktmanager der Gauselmann Gruppe zum Erfolg der C-Ampel geäußert: „In Schweden dürfen Geschäfte offenbleiben, sofern sie bestimmte gesetzliche Auflagen erfüllen. Daraus ergeben sich der vermehrte Einsatz von Zugangssystemen sowie entsprechend höhere Bedarfe. Mit der C-Ampel liefern wir hierfür eine Lösung.“ Tatsächlich scheint das Konzept aufzugehen. Und die Gauselmann Gruppe, die 2020 erstmals seit vielen Jahren einen Umsatzrückgang (um 30 Prozent) zu vermelden hatte, erschließt sich damit ein Geschäftsfeld. Außerdem soll die Entwicklung an der C-Ampel von Merkur noch nicht abgeschlossen sein. Doch während im Ausland und sogar in anderen Branchen in Deutschland jetzt fleißig geöffnet wird, warten die Merkur Spielotheken weiterhin auf grünes Licht – vielleicht durch die hauseigene C-Ampel?

Ohnehin können wir in dieser Hinsicht der Gauselmann Gruppe und Merkur eine hohe Kompetenz anrechnen. Denn schon in einer Pressemeldung aus 2016 wird ein biometrisches Einlass-System zur Gesichtserkennung vorgestellt. Dieses basiert ebenfalls auf einem Ampel-System. Das Konzept mit Namen Face-Check vermarktet die Gruppe seither auch an Spielbanken, Sportwettshops und die Gastronomie. Allerdings handelt es sich in diesem Fall um ein automatisiertes System zur Gesichtserkennung. Das Programm scannt also das Gesicht und kann so auf das Alter schließen. Zeit die Ampel ein grünes Licht, so darf eingetreten werden. Bei Rot ist der Einlass verwehrt. Und bei Gelb muss ein Mitarbeiter kommen. Mit der C-Ampel wurde ein ähnliches System für die Corona-Bestimmungen geschaffen.

Wann öffnen Spielhallen wieder? Diese Frage blieb bislang größtenteils unbeantwortet. Und je nach Inzidenz könnte es auch standortabhängig sein. Doch Vorstandssprecher Georg Stecker vom Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft warnt: „Wir müssen mit Betriebsschließungen rechnen“. Er spielt direkt darauf an, dass nach einem Jahr Corona die Reserven der Unternehmer aufgebraucht sind.

Gauselmann Gruppe trifft mit C-Ampel den Nerv der Zeit 1200 1000 2021-03-10 09:42:48 Online-Casino.de

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