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Gibt es eine Counter-Strike Glücksspiel-Lizenz?

Martin Hill, 15. August 2016, Sport & Spiel

Unter 18 Jahre ist Glücksspiel illegal (Bildquelle)

Counter-Strike ist ein Computerspiel, ein sogenanntes „Ballerspiel“. Der Entwickler Valve steht dahinter. In jüngster Vergangenheit kam es jedoch zu Beschwerden bezüglich diverser Homepages. Diese haben sogenannte Skins via Glücksspiel vertrieben. Hierfür lag natürlich keine Lizenz vor und sogar Minderjährige (Stichwort: Verantwortungsbewusstes Spielen) hatten, wegen fehlender Kontrollen, leicht Zugang.

Zunächst verteidigte sich Valve, dass diese Homepages nicht von ihnen betrieben wurden, berichtet das Portal IGN.com Da jedoch die Nutzungsbedingungen von Steam verletzt wurden, hat Valve sich doch dazu entschieden, die entsprechenden Websites abzumahnen. Das illegale Glücksspiel wird bekämpft. Angeblich wurden 10 Tage Zeit eingeräumt, um sich an die Nutzungsbedingungen von Steam zu halten. Ansonsten wurden rechtliche Schritte angedroht. Damit sollte das Thema eigentlich geklärt sein, doch weit gefehlt.

Homepage bewirbt sich für Glücksspiel-Lizenz für CS: GO

Steam ist hier der Mittler. Da die Nutzerkonten dieser Plattform Verwendung finden, ist sich auch an die Regeln der Plattform zu halten. Damit hat Valve einen rechtlichen Zugriffspunkt. Aber wie ist das Glücksspiel mit Counter-Strike eigentlich entstanden?

Zunächst konnten Wetten auf den Ausgang entsprechender Spielpartien gesetzt werden. Glücksspieler konnten nun in einem Glücksspiel-Verfahren Skins erhalten oder eben nicht. Es sind Nieten dabei gewesen. Gelegentlich sind jedoch Waffen-Sets ausgegeben worden, die mehrere tausend US-Dollar wert sein konnten.

Valve hat die entsprechenden Lotterien inzwischen verboten. Damit schien das Thema geschlossen. Allerdings hat die Seite SCGO Lounge andere Pläne. Gerne würden sie mit ihrem Glücksspiel fortfahren. Alles was es dafür bedarf, ist eine Lizenz für Glücksspiel vom Staat. Und eben diese wurden jetzt beantragt.

Zunächst wird der Zugriff in diversen Ländern eingeschränkt, bis den entsprechenden Glücksspiel-Gesetzen entsprochen werden kann. In einem offenen Brief wurde sogar erläutert, dass nicht mit einer Gewinnabsicht gehandelt wird. Dies ist sicherlich fraglich, da zumindest über YouTube- und E-Sports-Partnerschaften sicherlich Geld in die eigene Tasche fließt.

Ein Knackpunkt sind aber weiterhin die Nutzungsbedingungen von Steam. Valve verwies die Betreiber darauf, dass diese zu erfüllen sind. Und dort heißt es, dass eine kommerzielle Nutzung untersagt ist. Es ist wenig wahrscheinlich, dass hier ein Erfolg vermeldet werden kann. Denn Glücksspiel und die Partnerschaften lassen schon auf die Intention abzielen, Gewinn erzielen zu wollen.

Möchte das Glücksspiel weiterbetrieben werden, würde eine Lizenz für das jeweilige Land benötigt und zudem wahrscheinlich auch eine andere Verknüpfung als den Steam-Account. Immerhin verweisen entsprechende Seiten inzwischen auf eine Altersbeschränkung. Denn Glücksspiel, wenngleich es sich hierbei um Items aus einem Computerspiel handelt, ist erst ab einem Alter von 18 Jahren erlaubt.

Bildquelle: Fotolia/rosifan19 (Bild-ID: #104081264)

Gibt es eine Counter-Strike Glücksspiel-Lizenz? 300 163 2016-11-03 10:04:38 Online-Casino.de

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