Glücksspiel in der EU: Was gibt es Neues?

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Glücksspiel in der EU: Was gibt es Neues?

Martin Hill, 8. Oktober 2015, Recht & Gesetze

Online-Glücksspiel ist nach wie vor ein kontroverses Thema. Von Suchtverbänden wird gewarnt, von Unternehmen wird geworben. Der Staat versucht hier eine Mittelposition einzunehmen. Immerhin kommen zahlreiche Einnahmen durch den Glücksspiel-Sektor in die Kassen. Gleichzeitig werden Gesetze erlassen oder geändert, um den Schutz der Spieler und der Jugend zu gewährleisten.

Auch die EU ist inzwischen in der Thematik integriert. Denn es handelt sich europaweit um einen Wachstumsmarkt. Die Zukunft wird sich jedoch wandeln. Das iGaming ist im Kommen und könnte die klassischen Automatenspiele irgendwann ablösen. Aber auch andere Casino-Spiele, wie Roulette oder Poker, sind nach wie vor gefragt.

Statistisches zum Thema Glücksspiel aus der EU

Welches finanzielle Volumen im Glücksspiel steckt, zeigt eine europaweite Statistik. Die Europäische Kommission geht von einer Summe von 84,9 Milliarden Euro aus, welche in diesem Markt innerhalb der EU fließen. Das Wachstum im Vergleich zum letzten Jahr würde sich auf drei Prozent belaufen. Die Erhebung wurde von 6,8 Millionen Verbrauchern innerhalb der EU erhoben, welche online spielen.

Der europaweite Glücksspielmarkt gliedert sich in unterschiedliche Teilbereiche. Das Online-Glücksspiel macht aktuell wohl 12 Prozent des Gesamtumsatzes oder auch 10 Milliarden Euro des Gesamten aus. Es wird jedoch angenommen, dass ein weiterer Anstieg in den kommenden Jahren erfolgen wird.

Es wird von einem Wachstum ausgegangen, welches eine Summe von einer Milliarde Euro im Jahr umfasst.

Warum sich die EU für das Thema Glücksspiel interessiert

Zunächst einmal handelt es sich um einen großen Markt mit globalem Interesse. Die Grenzen sind geöffnet. Sind Casino-Spiele in einem Land verboten, beim Nachbarn aber nicht, so pilgern die Spieler über die Grenzen. Allerdings sind die meisten Nationen bemüht, ihre Einnahmen und Steuern innerhalb des Landes zu erwirtschaften.

Um ansatzweise einheitliche Regelungen zu schaffen ist anzunehmen, dass die EU auf Rahmenbedingungen hinarbeiten wird. Diese geben den Ländern bestimmte Rechte und Pflichten vor, welche verbindlich einzuhalten sind und auch überprüft werden.

Verbraucherschutz würde in einer europäischen Umsetzung sicherlich Priorität genießen. Wer noch nicht volljährig ist, benötigt einen gesonderten Schutz. Weiterhin wird gegen die Geldwäsche vorgegangen werden. Manipulationen, dies ist insbesondere auf den Sport bezogen, sind bestmöglich auszuschließen.

Für die EU wird es eine Herkules-Aufgabe werden, die unterschiedlichen Gesetze und Systeme der Nationen unter einen Hut zu bringen. Denn wo der Glücksspielmarkt teilweise in staatlicher Hand ist, herrscht anderswo eine freie Wirtschaft in dem Sektor. Ein gemeinsames Vorgehen gegen Betrug und illegale Betreiber würde den Ländern und den Unternehmen zum Vorteil gereichen.

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