Glücksspiel: Hessen vs. Baden-Württemberg

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Glücksspiel: Hessen vs. Baden-Württemberg

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Während in Frankreich derzeit das Halbfinale der Europameisterschaft auf dem Plan steht, beschäftigt sich auch die Politik mit dem Sport. Allerdings stehen hier die Wetten und damit der Glücksspielstaatsvertrag auf der Agenda. Die Vertreter zweier Bundesländer haben sich diesbezüglich zu Wort gemeldet.

Thomas Strobl, Innenminister in Baden-Württemberg, findet scharfe Worte gegen die Pläne aus Hessen. Dort wird eine unbegrenzte Genehmigung für privates Glücksspiel gefordert. Die Politik aus Stuttgart sieht hingegen ein Festhalten am bestehenden Staatsvertrag vor. Dieser steht jedoch auch von Seiten der EU unter Beschuss.

Wie weit soll der Glücksspielmarkt in Deutschland geöffnet werden?

Eben jene Frage könnte der Kernpunkt der Debatte sein. Wo sich Hessen und Baden-Württemberg politisch häufig einig sind, differieren die Meinungen beim Glücksspiel. CDU und Grüne, welche jeweils regieren, streiten heftig über die Medien.

Strobl äußerte sich kürzlich zu dem heiklen Thema. Zunächst nahm er persönlich Abstand von den Fußballwetten, indem er erläuterte, dass er davon ausgeht Deutschland gewinne die EM. „Ich verstehe zu wenig vom Fußball, deshalb lasse ich von Fußballwetten besser ganz grundsätzlich die Finger“. Politisch muss er sich jedoch mit der Thematik beschäftigen.

Der Sportwettenmarkt wird hier nur zu einem kleinen Teil staatlich gesteuert. Denn das Oddset, welches von Lotto betrieben wird, steht bei den Nutzerzahlen weit hinter Anbietern im Web zurück. Dabei sind die Unternehmen, welche ihre Sportwetten über das Internet anbieten derzeit illegal. Sie sollten es aber nicht sein.

Schuld ist hier die schleppende Vergabe der Lizenzen. Hessen musste hierbei von Baden-Württemberg Kritik einstecken. Allerdings hängt die Lizenzierung in der Schwebe, weil Klagen gegen die maximale Vergabe an Lizenzen eingegangen sind. Damit der Staat ebenfalls Einnahmen verbuchen kann, sollten nur 20 Lizenzen vergeben werden.

Peter Beuth führt in seiner Position als Innenminister der CDU in Hessen aus, dass die Vergabe von Konzessionen wegen fehlender Rechtssicherheit nicht zu Ende geführt werden konnte. Er hat den Staatsvertrag bereits für gescheitert erklärt und möchte eine umfassende Reform anstoßen. Seiner Ansicht nach sollten alle 133 derzeit illegalen Vertreter dieser Art genehmigt werden. Dies würde auch den Poker Bereich (andere Kartenspiele, wie Blackjack, werden häufig bei Casino-Seiten geboten) umfassen.

Auch den Höchsteinsatz möchte Beuth kippen. Dieser liegt derzeit bei 1.000 Euro je Monat. Sein Partner aus der Schwarz-Grünen Koalition steht hinter ihm. Daher kommt die Kritik aus Baden-Württemberg von Strobl.

Er spricht den Sinn der von Beuth geplanten Änderungen ab. Zudem führt Strobl an, dass Hessen als Land, welche für die Vergabe der Konzessionen zuständig sein sollte, eben jene Regeln zum großen Teil grundsätzlich aufheben möchte. Es wird darauf angespielt, dass in Hessen nur von eigenen Unzulänglichkeiten abgelenkt werden soll.

Es bleibt jedoch die Frage bestehen, wie weit der Glücksspielmarkt geöffnet werden soll oder laut EU vielleicht sogar geöffnet werden muss.

Bildquelle: Fotolia/sidorovstock

Glücksspiel: Hessen vs. Baden-Württemberg 900 450 2016-09-06 18:17:37 Online-Casino.de

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