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Gold auf Rekord-Kurs: Deutsche im Gold-Rausch

Dieter Maroshi, 31. Juli 2020, Wirtschaft

Gold hat Rekord-Niveau erreicht / Shutterstock.com

Neun Jahre hat es gedauert. Solange brauchte der Gold-Kurs, um sein eigenes Allzeit-Hoch zu knacken. Doch jetzt ist es geschafft. Dabei ist die Nachfrage nach Münzen und Barren weltweit sogar gesunken. Wie kann das sein? Gold-ETFs, also Indexfonds auf das Edelmetall, gelten als Treiber bei den Preisen. Warum steigt der Gold-Preis jetzt? Dies hat mit Sicherheit etwas mit der Unsicherheit der Menschen zu tun. Die Zukunft ist, besonders in Hinblick auf die Geldanlage, derzeit ungewiss. In Amerika steigt die Arbeitslosenquote und auch in Europa gilt es erst noch zu schauen, wie die Wirtschaft die noch nicht überstandene Corona-Krise wegsteckt. Gold bewährt sich erneut als Währung während einer Krise.

Das vorherige Gold-Hoch wurde am 3. September 2011 erreicht. Damals stand der Kurs auf 1.881,65 US-Dollar. Heute sind es 1.969,22 US-Dollar. Doch auch in Euro wurde die Rekordmarke geknackt. Denn derzeit steht der Goldpreis bei über 1.665 Euro. Und ein weiterer Anstieg gilt in Expertenkreisen als wahrscheinlich. Besonders in Deutschland scheint die Nachfrage nach Gold sehr hoch zu sein.

Deutsche erwerben 83,5 Tonnen Gold in Form von Münzen oder Barren

83,5 Millionen Tonnen in Münzen oder Barren haben allein die Deutschen im ersten Halbjahr des Jahres 2020 gekauft. Dies geht aus einem aktuellen Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hervor. In dieser Zeit ist der Kurs von 1.524,81 auf über 1.665 Euro angestiegen. Bezogen auf den letzten 12-Monats-Zeitraum fand sogar ein Anstieg um 37,12 Prozent statt. Es scheint kein Zufall, dass Gold gerade mitten in der Corona-Krise an Wert zulegt. Der Shutdown scheint zwar überstanden, doch aktuell kämpft Deutschland mit dem Beginnen der zweiten Welle. Die Fallzahlen steigen, ebenso wie der Gold-Kurs. Den Menschen ist diesbezüglich die Unsicherheit anzumerken. Und die Bundesrepublik ist ein guter Indikator was die Anlage in Form von Gold betrifft. Denn gemessen auf die Einwohnerzahl gilt Deutschland als goldaffinstes Land der Welt.

Weltweit gemessen sank die Nachfrage nach Barren und Münzen jedoch. Und zwar war hier ein Rückgang um 17 Prozent zu vermerken. Die westliche Welt schlug scheinbar vermehrt bei dieser Anlageform zu, während im Osten der Absatz zurückging. Diesbezüglich ist der Rekord-Wert bei den Gold-ETFs zu nennen. Denn über diese Fonds wurde im ersten Halbjahr allein eine Menge an 734 Tonnen Gold erworben. Die Anleger investieren hierbei in Indexfonds. Und die Fonds wiederum kaufen sich im Gegenzug beim Edelmetall ein. Ein Wachstum im zweiten Quartal um 300 Prozent bei den Einkäufen ist ein deutliches Indiz bezüglich der finanziellen Unsicherheit anderer Anlageformen. Und diese Zukäufe haben den aktuellen Gold-Rekord beflügelt.

Alternative Geldanlage: Wie verhält sich der Euro zum US-Dollar? Oder zum Yen? Wer hier den perfekten Überblick hat, kann es mal mit dem sogenannten Währungs- oder Devisentausch versuchen. Diesbezüglich bietet sich der Marktführer Forex geradezu an. Gewissermaßen lässt sich also eine Wette auf steigende oder fallende Kurse abschließen.

Warum ist Gold als einzige Wertanlage nur bedingt geeignet?

Gold in unterschiedlichen Formen / Shutterstock.com

Gold ist gut in der Krise. Warum wird jedoch selten ausschließlich auf das Edelmetall gesetzt? Dafür gibt es natürlich Gründe. Einmal stechen die Gold-Kurse immer in Krisenzeiten besonders heraus. Zwischen den Krisen pendeln sie häufig leicht nach oben oder unten. Große Sprünge sind hier kaum zu erwarten. Und ein Erfolg in der Goldanlage, abseits einer Krise, ist schwer zu planen. Dazu kommt, dass ein Goldinvestment weder Zinsen bringt, noch Dividenden abwirft. Hier stechen besonders diverse Aktien deutlich hervor. Und tatsächlich gibt es diesbezüglich sogar eine Faustformel: Die Gold-Rendite soll langfristig nur halb so hoch sein, wie bei den Wertpapieren.

Obwohl der Gold-Preis steigt, bricht die Nachfrage nach Gold-Schmuck ein. Oder gerade deshalb? Immerhin müssten die Kunden in den Geschäften ihre Ringe, Halsketten, Ohrringe und Co ebenfalls teurer bezahlen. Der Juwelier kauft seinen Rohstoff oder seine Fertigware, die auf dem Rohstoff Gold basiert, schlussendlich ebenfalls teurer ein. Besonders auffällig ist der Nachfragerückgang in Indien, wo ein Abwärtstrend um 74 Prozent zu beobachten ist. China sackte um 33 Prozent ab. Allein auf das zweite Quartal bezogen, lag der Rückgang bei 53 Prozent. Dies liegt freilich auch daran, dass die Juweliere von Shutdown betroffen waren und daher ihre Ware nicht an den Mann oder die Frau bringen konnten. Auch in den Goldminen und auf den Recycling-Höfen gab es bezüglich des Abbaus wegen Corona einen Rückgang zu vermelden. Dies befeuert den Kurs ebenfalls.

Faustformel: Der Goldwert steigt parallel zur Geldentwertung. Demzufolge hängt der Kauf in Deutschland und Europa ebenfalls ein Stück weit mit einem Vertrauensverlust in den Euro zusammen. Andererseits fiel im März auch der Goldpreis mitten in der Corona-Krise um 15 Prozent.

Ist es für ein Gold-Investment schon zu spät? Wie sieht es beim Silber aus?

Leider fehlt uns die Kristallkugel. Einige Experten rechnen mit einem weiteren Anstieg. Trotz kleinerer Korrekturen kennt der Chart beim Gold seit September 2018 praktisch nur eine Richtung – nach oben. Neben dem Gold-Preis ist auch Silber auf einem guten Weg. Allerdings hatte der Silber-Kurs 2011 mit über 48 US-Dollar seinen Höchststand erreicht. Aktuell steht Silber bei knapp 24 US-Dollar. Hier könnte tatsächlich noch ein größeres Wachstumspotential vorhanden sein.

Gold auf Rekord-Kurs: Deutsche im Gold-Rausch 1200 1000 2020-07-31 16:16:30 Online-Casino.de

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