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Grand Casino Baden will kostenlose Spiele anbieten

Ralf Schneider, 22. November 2016, Unterhaltung

Grand Casino Baden - Bildquelle: https://www.grandcasinobaden.ch/

Gerade erst wurde bekannt, dass das traditionelle Grand Casino Baden schon im Frühjahr kommenden Jahres die Pforten auch online eröffnen will. Für viele Spieler eine wunderbare Vorstellung, das Haus nicht mehr verlassen und insbesondere keine Kleiderordnung mehr berücksichtigen zu müssen. Bis es soweit ist, will man hier kostenlose Spiele anbieten. Stellt sich die Frage, ob Gratisspiele auch in anderen Spielbanken eine Lösung sein könnten, um langfristig mehr Spieler anzulocken und dadurch letztlich mehr Umsatz zu generieren.

Online Konzept mit kostenlosen Spielen

Was online längst Gang und Gäbe ist, klingt im Zusammenhang mit landbasierten Spielbanken wie dem Grand Casino Baden wie reine Zukunftsmusik. Warum sollten sich die Traditionshäuser auch dazu entschließen, kostenlose Spiele zur Verfügung zu stellen?

Schließlich sind es die Umsätze, die die Unternehmen der Branche am Leben halten. Allerdings sind sie es auch, die immer weiter rückläufig sind. Eine Besserung ist bisher in den wenigsten Spielbanken in Sicht. Nun wartet Baden mit der „ultimativen Lösung“ auf und sorgt damit für Aufsehen.

Die erste echte Spielbank wird im Frühjahr online gehen. Und dort soll es ausschließlich kostenlose Spiele geben, die dem Konzern letztlich keinerlei Gewinne einbringen. Spieler wiederum erhalten für das Sammeln von Punkten an virtuellen Roulette Tischen und Spielautomaten vor allen Dingen Sachpreise. Könnte das Konzept Schule machen? Und wäre es sogar denkbar, lokal kostenlose Spiele anzubieten? Grand Casino Chef Brose sagt zu der ungewöhnlichen Idee des Gratiscasinos:

„Wir werden vor allem Sachpreise ausspielen und rund 15.000 Mitglieder unseres Gästeclubs können ohne Einsätze um Punkte spielen, die dann im Casino einlösbar sind.“

Warten auf die Konzession

Grund für diese Entscheidung ist die Tatsache, dass man zunächst auf eine Konzession warten muss. Andernfalls wäre es gar nicht zulässig, Spielern echte Einsätze abzuverlangen. Letztlich könnte man das kostenfreie Konzept weiterführen, doch über kurz oder lang setzt Brose hohe Umsätze voraus, denn nur so hat die Zukunft der lokalen Spielbanken ebenfalls eine Chance. Vielleicht ist der Ansatz gar nicht schlecht, denn bis heute ist es nicht möglich, in einem landbasierten Casino ohne Geldeinsatz zu spielen. Lediglich das „über die Schulter schauen“ am Roulette Tisch wird geduldet, bringt dem Zuschauer aber weder Anerkennung noch Sachpreise ein.

Was online so wunderbar funktioniert, kann lokal doch nicht falsch sein – oder? Sicherlich müsste jede Spielbank, die kostenlose Slots und Tische anbietet, einen gewissen Umsatzrückgang in Kauf nehmen. Denkbar wäre jedoch, dass die Kundengewinnung auf lange Sicht genauso gut funktioniert wie in der Online Branche. Eine Überlegung, die möglicherweise schon bald Schule machen wird.

Online Casinos setzen Spielbank unter Druck

Innere Ansicht der Spielbank Grand Casino Baden

Faktisch spielen Menschen bevorzugt auf Online Portalen, weil sie hier nicht dem „Zugzwang“ unterliegen und selbstbestimmt wählen dürfen, ob oder wie viel sie in ihre Leidenschaft, das Spielen, investieren. Im Umkehrschluss bedeutet dies: Immer mehr Spieler wandern in Online Casinos ab – auch, wenn sich die meisten von ihnen in der rechtlichen Grauzone befinden. Das Glücksspielgesetz befindet ist schließlich bis heute ein Meister darin, klare Aussagen zu vermeiden, was die virtuelle Branche betrifft.

Warum dann nicht vom Erfolg der Online Anbieter profitieren und kostenlose Spiele in der Spielbank zur Verfügung stellen? Manchem Unternehmen könnte diese Idee durchaus dienlich sein, denn wenn sich Kunden erst einmal von dem Reiz des Spielens überzeugen konnten, entscheiden sie sich langfristig ohnehin dafür, ihr Glück mit echtem Einsatz auf die Probe zu stellen.

In Zeiten, in dem die Umsatzrückgänge in Spielbanken kaum mehr zu stoppen sind, wären Personal- und weitere Kosten kaum mehr ein Grund, der sich vorschieben ließe – um zu erklären, warum Kunden eben nicht kostenlos spielen dürfen. Die digitale Welt hat es vorgemacht.

Sie sollten sich Betreiber lokaler Unternehmen der Glücksspielbranche als Vorbild nehmen, anstatt sie als scharfe Konkurrenz anzusehen. Sind Spielbanken überhaupt noch zu retten? Wir meinen „Ja“.

Die fremden Gefilde der digitalen Welt und die technologischen Fortschritte sind durchaus eine Chance für lokale Casinos, die bereits kurz vor dem Aus stehen. Es wird Zeit, umzudenken anstatt zu resignieren. Und vielleicht ist das Grand Casino Baden erst der Anfang. Das World Wide Web bietet schließlich Platz für viele kreative Ideen – und für Umsatzsteigerungen, die selbst nicht viel kosten außer ein wenig Mut.

Grand Casino Baden will kostenlose Spiele anbieten 800 531 2016-12-31 09:39:18 Online-Casino.de

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