Holland: Apps im Bereich Glücksspiel wurden gelöscht

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Holland: Apps im Bereich Glücksspiel wurden gelöscht

Martin Hill, 17. Oktober 2016, Technik

Landkarte der Niederlande

Während das Glücksspiel via Internet in Deutschland streckenweise zur Grauzone erklärt wurde, gibt es in den Niederlanden gar keine Regeln. Daher ist es nicht ungewöhnlich, dass sich die niederländische Aufsichtsbehörde einschaltet und die Lösung diverser Apps veranlasst.

Macwelt berichtete ebenfalls, beruft sich hierbei aber auf die holländische Originalquelle: Kansspelautoriteit. Hintergrund der Lösung ist der Jugendschutz, denn gerade Minianwendungen werden sehr gerne von Kindern und Jugendlichen in Anspruch genommen.

Niederländische Aufsichtsbehörde sucht und findet Apps zum Ausschließen

Die niederländische Glücksspielaufsicht hat sich die Kontrolle der Apps auf die Fahnen geschrieben. In einer ersten Aktion, die im Mai 2016 in Angriff genommen wurde, wurde nach Apps gefahndet. Diese sollten Glücksspiele auf das Smartphone oder Tablet bringen. Ziel war jedoch nicht eine Liste zu erstellen, sondern entsprechende Anwendungen vom Download auszuschließen.

Die Aufsicht entdeckte zunächst 49 Apps, welche zur Löschung freigegeben wurden. Weitere sechs Minianwendungen folgten kurze Zeit später. Häufig war das Wetten auf Sportereignisse Thema der Apps. Ohne eine vernünftige Regelung des Online-Glücksspiels, bei welcher der Spieler- und Jugendschutz einzuschließen ist, sind entsprechende Anwendungen nicht ohne Bedenken freizugeben.

Spielerschutz: Ab welchem Alter nutzen Kinder und Jugendliche ein Smartphone?

Apps werden vornehmlich auf dem Smartphone oder Tablet genutzt. An dieser Stelle stellt sich die Frage, wann Kinder und Jugendliche mit der Bedienung entsprechender Geräte beginnen. Uns liegen Daten von Statista vor, wonach die ersten Erfahrungen mit sechs bis sieben Jahren gesammelt werden. Bereits 20 Prozent der Kinder hatten 2014 schon ein Smartphone genutzt. Bei den Acht- bis Neunjährigen waren es sogar 25 Prozent. Im Alter bis elf Jahren steigt die Kurve auf 57 Prozent an.

Jugendliche von zwölf bis 13 Jahren haben die Smartphone-Nutzung zu 85 Prozent verinnerlicht. In der Altersgruppe bis 15 Jahren gab es eine kleine Flaute bis 84 Prozent, wohingegen bis 18 Jahren 88 Prozent das moderne Mobiltelefon schon genutzt haben.

Glücksspiel ist jedoch nur ein Problem, welches mit der Nutzung eines Touchscreens einhergehen kann. Missbrauch der Daten, zusätzliche Kosten, Cybermobbing, Kontakt zu Fremden und jugendgefährdende Inhalte sind weitere „Baustellen“. Die geistige Reife ein Smartphone zu nutzen, wird Kindern bis zwölf Jahren meist abgesprochen. Allerdings muss dies eine Einzelfallentscheidung der Eltern sein, da der Nachwuchs in dieser Altersgruppe in der Reife Unterschiede vorweist.

Eltern sollten die Mediennutzung ihrer Kinder überprüfen, die zeitliche Dauer einschränken und dabei reges Interesse zeigen. In diesem Sinne gelten die Erziehungsberechtigten auch als Kontrollorgan, dass Kinder keinen Zugriff auf ein etwaiges Glücksspielangebot bekommen können.

Bildquelle: Fotolia/Felix Pergande (Bild-ID: #76415132)

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