Illegale Konkurrenz: Spielclubs vs. Casinos

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Illegale Konkurrenz: Spielclubs vs. Casinos

Martin Hill, 10. November 2015, Sport & Spiel

In der Schweiz ist derzeit ein Aufkeimen illegaler Spielclubs zu verzeichnen. Insbesondere die Kantone Solothrun und Bern stehen hierbei unter Beobachtung. Für die ortsansässigen Casinos ist dies eine beunruhigende Entwicklung. Denn wenn Spieler zu den illegalen Clubs ausweichen, entgehen den zugelassenen Spielhallen Beträge in Millionenhöhe.

Diese Entwicklung geht schon jetzt Hand in Hand. Während illegale Spielhallen zunehmen, geht der Umsatz zugelassener Casinos zurück. Inzwischen gehen die Ordnungshüter gegen dieses Dilemma vor. Ob es nicht dennoch einer gesetzlichen Änderung bedarf, um den dauerhaften Kampf gegen die Illegalität zu gewinnen, ist fraglich.

Untersuchungen in illegalen Spielhallen

In Burgdorf wurde in der abgelaufenen Woche eine Durchsuchung durchgeführt. Bei dieser Aktion handelte es sich um die zumindest vierte, bekannte Razzia innerhalb von wenigen Jahren. In Solothurn wurden innerhalb der letzten zwei Jahre ungefähr 30 Lokale durchsucht. Olten gilt inzwischen als florierendes Nest für illegales Glücksspiel. Aber auch Wetten, Waffen und andere gesetzeswidrige Handlungen werden dort vermehrt festgestellt. Dies geht aus Aussagen der Kantonpolizei hervor.

Auch in Zürich wurde erst kürzlich ein Internetshop kontrolliert. Die Polizei der Stadt nahm zwei Automaten mit und konnte Bargeld sichern. Der Betrieb zum Glücksspiel war nicht zugelassen. Zudem wurde Alkohol ohne Genehmigung ausgeschenkt. Bei der Spielbankenkommission wurde der Betreiber angezeigt. Zudem wird er wegen des Ausschanks ohne Genehmigung dem Stadtrichteramt vorgeführt.

In der Stadt Bern ist von fünf Millionen Schweizer Franken die Rede, welche jedes Jahr an illegale Spielhallen abgetreten werden müssen. Das Vorgehen hat sich über die Jahre gewandelt. Den Spielern werden Tablets mitgegeben. Die Auszahlung findet jedoch vor Ort an der Spieltheke statt. Dies erschwert die Aufklärung und die polizeiliche Ermittlung erheblich.

Casinos weisen auch darauf hin, dass gesperrte Spieler den Weg in die Illegalität suchen. Hier sollte gehandelt werden, um diese Personen von ihrer Sucht zu heilen und nicht sie noch an den Rand des Gesetzes zu treiben.

Umsätze gehen durch illegale Aktivitäten zurück

In Restaurants und ähnlichen Etablissements dürfen Spielautomaten betrieben werden, sofern nur um Punkte und nicht um Geld gespielt wird. Aber oftmals werden diese Punkte vom Wirt schlussendlich in Geld umgewandelt. Die Polizei hat Berichte von mehreren Gaststätten vorliegen, wo so verfahren wird.

In den Casinos werden die Einsätze hier auf 25 Schweizer Franken pro Spieleinsatz beschränkt. Bei den illegalen Locations wird jedoch um höhere Beträge, bis 100 Schweizer Franken gespielt. Zur Aufklärung tragen oftmals die Frauen der spielenden Männer bei, welche sich aus Sorge an die legalen Casinos wenden. Anschließend stellt sich heraus, dass die Ehemänner nie im Casino gewesen sind, sondern das Geld anderswo verspielt haben.

Illegale Konkurrenz: Spielclubs vs. Casinos 300 200 2016-09-23 17:25:48 Online-Casino.de

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