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Illegales Glücksspiel mit Betonklotz unterbunden

Martin Hill, 8. September 2016, Recht & Gesetze

Glücksspiel in Österreich (Bildquelle)

In Schärding/Österreich stellte die Bezirkshauptmannschaft einen Betonklotz vor einem Lokal auf, in welchem illegales Glücksspiel betrieben wird. Mehrfach wurde der Lokalbetreiber angezählt, die Automaten versiegelt. Seit Dienstagmorgen ist das Stadtcafe am Schärdinger Stadtplatz ein Mahnmal für andere Gastronomiebetreiber, die ihre Automaten ohne Konzession betreiben.

Betreiber wiedersetzte sich mehrmals der Versiegelung

Das übliche Gebaren der Behörden sieht wie folgt aus. Zunächst wird der Betreiber auf sein Fehlverhalten hingewiesen. Eine Versiegelung der Spielautomaten mit dem Amtssiegel folgt. Diese Schritte wurden erfolglos gegen Mario Subota, Betreiber des Cafés, eingeleitet.

Durch die Entfernung des Siegels machte sich Subota strafbar. Er wurde angezeigt und mit Geldstrafen belegt, die inzwischen eine sechsstellige Höhe angenommen haben. Bezahlt wurden die Schulden freilich bis heute nicht. Und auch die Lokalität wurde weiterhin betrieben. Der Wirt selber fühlt sich unrecht behandelt.

Seine eigenen Aussagen beziehen sich darauf, dass die Spielautomaten von ihm außer Betrieb genommen worden sind. Die Bezirksmannschaft beruft sich unterdessen auf den Bruch des Amtssiegels. Daraus schlossen die Beamten, dass die illegalen Automaten erneut im Einsatz gewesen sind. Auch die Anschaffung neuer Automaten wurde angekreidet.

Der Weisung, die Geräte zu entfernen, wurde nicht Folge geleistet. Und wer nicht hören will, muss laut Bezirkshauptmannschaft eben fühlen.

Betonklotz mit 600 kg vor Lokal platziert

Wie auch auf einem österreichischen Nachrichtenportal berichtet wird, wurden ungewöhnliche Maßnahmen ergriffen. Denn von Seiten der Behörden wurde ein Lastwagen von der Straßenmeisterei verwendet, um einen Klotz mit 600 kg vor der Lokalität zu platzieren. Die Gäste haben zu diesem Zeitpunkt ihr Frühstück eingenommen.

Aber das Vorgehen der Finanzpolizei und Bezirkshauptmannschaft lässt keinen Zweifel an der Kernaussage. Wer illegales Glücksspiel betreibt und sich zudem noch gegen die Vorgaben stellt, dem droht Ungemach. Die Idee mit dem Betonklotz kam vom Sohn eines Arbeiters der Bezirksmannschaft.

Nicht nur beim Betreiber des Lokals erregt der Betonklotz Aufmerksamkeit. Seit der Aufstellung ist der Klotz ein Motiv für Selfies. Touristen und Einheimische positionieren sich vor dem Lokal und fertigen einen Schnappschuss an.

Der Betreiber beharrt jedoch bei seiner Aussage. Die Automaten seien nicht betrieben und in einem gesonderten Raum mit der Aufschrift „außer Betrieb“ gelagert worden. Es wird, auch über den Anwalt, von Schikane und Behördenwillkür gesprochen.

Ein weiterer „Stein des Anstoßes“ ging von einem Passanten aus. Dieser stolperte über den Klotz und möchte jetzt den Ladenbetreiber zur Rechenschaft ziehen. Obwohl die Spielautomaten inzwischen abtransportiert worden sind, bleibt das Café geschlossen. Die Beamten verweisen darauf, dass Subota erst nachweisen muss, dass er kein illegales Glücksspiel mehr anbieten werde.

Bildquelle: Fotolia/reneberger123 (Bild-ID: #111092515)

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