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Ist 2017 das Jahr des Bitcoin in den Online-Casinos?

Martin Hill, 17. Januar 2017, Wirtschaft

Startet der Bitcoin bei Amazon durch? (Bildquelle)

Was ist ein Bitcoin und warum sollte dieser gerade 2017 in den Online-Casinos eingeführt werden? Zunächst handelt es sich bei Bitcoins um eine virtuelle Währung, auch Kryptowährung genannt. Diese darf zum anonymen Bezahlen verwendet werden. Gleichwohl handelt es sich um ein Zahlungsmittel, ähnlich wie der Dollar oder Euro, welcher Kursschwankungen unterliegt. In der jüngeren Vergangenheit stieg der Wert immer weiter an. Im Jahr 2017 hat der Bitcoin erstmals die Marke von 1.000 US-Dollar geknackt.

Dem Sinn nach darf der Begriff aus dem englischen mit „digitale Münze“ übersetzt werden. Als Erfinder des Bitcoin gilt Satoshi Nakamoto. Im Jahr 2008 wurde das Konzept erstmals in Form eines White Papers vorgestellt. Die Personen hinter dem Coin waren selbst überrascht, wie schnell sich ihr Business entwickelt hat.

Wie funktioniert die Kryptowährung Bitcoin?

Freilich darf der Bitcoin genutzt werden, auch ohne die technischen Feinheiten zu verstehen, welche im Hintergrund ablaufen. Gerade in Bezug zur Zahlung im Internet ist jedoch Vertrauen wichtig, weshalb das Vorgehen hinterfragt wird.

Bitcoins funktionieren ähnlich, wie das Versenden einer E-Mail. Nach Installation des Wallets (engl. Brieftasche) können Bitcoin-Adressen angelegt werden. Diese werden nur erstellt, sofern eine Notwendigkeit besteht. Durch die Weitergabe der Adresse an Freunde, darf Geld verschickt oder empfangen werden. Jede Adresse ist einmalig zu verwenden.

Kryptographie sorgt für Integrität. Die Reihenfolge der Zahlungen wird in einer Blockkette durchgeführt. Daher werden Transaktionen nur veranlasst, wenn das Kapital dem Absender zugeordnet werden kann. Jede Zahlung erhält eine Signatur. Dadurch wird eine anschließende Modifikation durch Dritte verhindert. Schon nach zehn Minuten beginnt die Bestätigungsphase.

Um mehr über Bitcoins zu erfahren, darf gerne die originale Abhandlung „Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System“ von Satoshi Nakamoto nachgelesen werden.

Warum stehen Online-Casinos als nächstes auf der „Bitcoin-Liste“?

Bitcoins funktionieren unabhängig vom Staat. In Zeiten der politischen Ungewissheit mit Brexit und Trump als US-Präsident scheint die Währung weiter zu erstarken. Die Überweisungen gehen benutzerfreundlich von der Hand. Es sind nicht einmal Banken eingebunden. Tatsächlich bleibt die gesamte Finanzwelt außen vor.

Bei den Browsergames war die Zahlungsmethode schon im Jahr 2013 angekommen. Bigpoint führte die Bitcoins ein. Goodgame Studios folgten zwei Jahre später. Inzwischen sind zudem einige namhafte Unternehmen umgeschwenkt. Dell, Reddit und der Microsoft Account erlauben unter anderem die Zahlung mit Bitcoins. In Großbritannien ist das Zahlungsmittel anerkannt. Im Jahr 2016 erlaubte sogar eine Schweizer Behörde die Zahlung mit Bitcoins.

Im Sektor der Online-Casinos wird vermehrt mit E-Wallets gearbeitet. In Deutschland ist die Sofortüberweisung sehr populär. Skrill und Neteller sind ausländische Anbieter, die sich eines guten Rufes erfreuen. Bitcoin hat jedoch schon zumindest einen Fuß in der Tür der Online-Casinos. Die ersten virtuellen Spielbanken haben sich auf die Kryptowährung eingelassen. Weitere werden im Jahr 2017 folgen.

Wird 2017 das entscheidende Jahr für die Bitcoins?

Wie eingangs erläutert haben das Interesse am Bitcoin und damit der Wechselkurs zugenommen. Die Saxo Bank verbindet diese Entwicklung mit einer größeren Nachfrage in den kommenden Monaten. Experten haben dafür eine Erklärung.

Donald Trump ist Präsident der USA. Seine Pläne werden sich kaum ohne weitere Ausgaben umsetzen lassen. Schon jetzt beläuft sich der Schuldenberg von Amerika laut einer Schätzung auf über 20 Billionen US-Dollar. Weitere Schulden könnten zu einer Inflation führen, was wiederum die Zinsraten steigen lässt. Schwellenländer müssten, durch den steigenden Dollar, Alternativen finden und hier käme der Bitcoin ins Spiel.

Eine Bindung zu Banken hat das virtuelle Zahlungsmittel nicht vorzuweisen. Andere große Märkte, beispielsweise China, könnten sich den Bitcoin zunutze machen. Die Saxo Bank spekuliert sogar auf eine Verdreifachung des Bitcoin Preises im Laufe des kommenden Jahres. Sollten China und Russland das alternative Zahlungsmittel für sich entdecken, wäre ein solcher Anstieg wohl möglich. Fehlende Gebühren bei der Überweisung und eine wachsende Nutzergemeinde ebnen dem Bitcoin aktuell den Weg. Auch Indien hat das Zahlungsmittel auf dem Zettel.

Wird der Bitcoin in Sachen Anlage das neue Gold?

Bitcoin überflügelte 2017 den Gold-Kurs (Bildquelle)

Nathaniel Popper von der New York Times schrieb 2015 ein Buch mit dem Titel „The Untold Story auf Bitcoin“. Darin wurde die Kryptowährung als „digitales Gold“ beschrieben. Am vierten Januar war die digitale Währung auf einen Kurs von 1.197 US-Dollar angewachsen. Der Goldkurs lag zu diesem Zeitpunkt bei 1.166 US-Dollar.

Einige Experten haben den Bitcoin in Sachen Wertanlage bereits empfohlen, darunter auch Bill Gross von Janus Capital. Er sprach sich für Bitcoins aus und verglich den Kurs als sicherer als die Fiat Aktie. Umso unverständlicher, dass die EU eine Regulierung im Jahr 2016 für unnötig erachtete. Schon jetzt hat die Währung einen klangvollen Namen in der Finanzwelt. Der kommende Einstieg der Online-Casinos könnte sich ebenfalls positiv auf die Bitcoins auswirken.

Ungewissheit hat dem Bitcoin in der jüngeren Vergangenheit den Rücken gestärkt. Die Wahl von Donald Trump und auch der Brexit haben den Gegenwert der Kryptowährung ansteigen lassen.

Der Bitcoin könnte damit das erste Zahlungsmittel der Welt werden, welches den Goldkurs als wertvollstes Zahlungsmittel auf dem Planeten ablöst.

Bildquelle: Fotolia/Tomasz Zajda (Bild-ID: #132647999)
Bildquelle: Fotolia/ulchik74 (Bild-ID: #100715119)

Ist 2017 das Jahr des Bitcoin in den Online-Casinos? 300 250 2017-01-17 08:07:12 Online-Casino.de

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