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Ist Amazon für den aktuellen Bitcoin-Boom verantwortlich?

Martin Hill, 25. Oktober 2017, Wirtschaft

Startet der Bitcoin bei Amazon durch? (Bildquelle)

Bitcoin ist die aktuell gefragteste Trend-Anlage. Die Kursentwicklung ist in 2017 durch die Decke geschossen. Als Zahlungsmittel ist die virtuelle Münze jedoch, abseits diverser Online-Casinos, noch nicht akzeptiert. Dies könnte sich in Kürze ändern. Denn laut Gerüchten möchte Amazon den Bitcoin zur Bezahlung im hauseigenen Online-Shop zulassen. Diese bislang unbestätigte Meldung soll auch für den aktuellen Aufschwung der Kryptowährung verantwortlich sein.

Dies würde den Bitcoin mit einem Schlag ein gutes Stück aus der Grauzone der Bezahlmethoden heben. Schon am kommenden Freitag, so wird gemunkelt, möchte Amazon die Vereinbarung bekanntgeben. Die Digitalwährung würde damit den nächsten großen Schritt gehen und auch in Sachen Bekanntheit nochmals zulegen.

Werden die Amazon Zahlungsmethoden um den Bitcoin erweitert?

Wer aktuell beim Versand-Riesen einkauft, zahlt per Bankeinzug, auf Rechnung oder mit einer Kreditkarte. Es handelt sich jeweils um akzeptierte und jahrelang erprobte Bezahlmethoden. Weiterhin darf via Gutschein eingekauft werden. Entsprechende Geldwertkarten können online erworben oder in einer Tankstelle, Drogerie oder einem Supermarkt in der Nähe eingekauft werden. Was hingegen nicht gestattet, wenngleich häufiger nachgefragt ist, ist das Zahlen via PayPal. Mehrere Millionen Bundesbürger vertrauen diesem Dienstleister. Gespräche mit Amazon über eine Partnerschaft konnten jedoch nie zum Abschluss gebracht werden.

Gelingt den Bitcoins der große Wurf? Als Zahlungsdienstleister bei Amazon akzeptiert zu werden, würde diverse Vorteile mit sich bringen. Neben einem positiven Effekt auf den Aktienkurs, welcher bereits von den Gerüchten befeuert wird, würde sich auch der Bekanntheitsgrad nochmals enorm steigern. Gleichwohl gewänne die Kryptowährung mit diesem Deal gewaltig an Vertrauenswürdigkeit. Immerhin wird praktisch alles zu „Gold“, was mit Amazon in Verbindung gebracht wird.

Katze aus dem Sack: Amazons Quartalszahlen werden in Kürze erwartet. In Zuge dieser Veröffentlichung könnte die Ankündigung über eine Partnerschaft mit Bitcoin herausgegeben werden. Schon am kommenden Freitag, so wird spekuliert, ist es soweit.

Risikofaktor Bitcoin: Vom Höhenflug zum Sturzflug und zurück

Selbst für Amazon wäre die Aufnahme von Bitcoin in die Riege der Zahlungsmethoden nicht risikofrei möglich. Als Anlageform hat sich die Digitalwährung in 2017 zwar als empfehlenswert erwiesen, allerdings sieht Stabilität anders aus. Schon häufiger hat der Bitcoin den eigenen Rekord in Sachen Aktien-Kurs gebrochen, ist bisweilen aber sehr tief abgestürzt. Inzwischen konnte auch der Gold-Kurs geknackt werden. Kurzzeitig war die Kryptowährung au einen Gegenwert von 6.100 US-Dollar geklettert. Inzwischen hat sich der Wert jedoch bei ungefähr 5.500 US-Dollar eingependelt. Experten erzielen bei der Bewertung dieser Anlage selten Einigkeit. Auch über die Zukunft des Bitcoins wird spekuliert. Einige Profis, darunter der Nobelpreisträger für Wirtschaft Rober Shiller, sprechen von einer Blase, die irgendwann platzen wird. Andere Experten prophezeien einen Anstieg auf über 50.000 US-Dollar.

Und Amazon? Der Shopping-Riese ist eine Größe, nicht nur in Deutschland, sondern auch international. Ob der Bitcoin nun aufgenommen wird oder nicht, große Kursschwankungen bei Amazon sind nicht zu erwarten. Lediglich für den Bitcoin wäre es ein starkes Signal. Immerhin hätte der erste Weltkonzern die Kryptowährung als Zahlungsmittel akzeptiert. Dennoch bleibt die Unsicherheit bestehen. Bitcoin ist noch keine gefestigte Größe. So kam es erst kürzlich zur Abspaltung in Bitcoin Gold. In diesem Sinne könnte es eine andere Lösung geben. Spekulationen besagen ebenfalls, dass Amazon eine eigene Währung einführen könnte. Diese wären schließlich mit Echtgeld oder über die Kryptowährung zu beziehen. Der Online-Händler selber hüllt sich nach wie vor in Schweigen.

Gerüchteküche: Woher stammen die Gerüchte über eine Partnerschaft von Amazon mit Bitcoin überhaupt? Die Quelle soll direkt im Silicon Valley sitzen. Die Welt hat hierbei auf Fintech-Kreise verwiesen. Daher stammt auch das Datum, der 26. Oktober 2017, als möglicher Termin zur Bekanntgabe.

Vom Bitcoin Casino bis zum Versandhändler Amazon

Bitcoin überflügelte 2017 den Gold-Kurs (Bildquelle)

Die Online-Casinos gehörten zu den ersten Adressen im World Wide Web wo der Bitcoin allgemein akzeptiert wurde. Die digitalen Münzen können über das Internet versendet werden. Es handelt sich in diesem Sinne um eine dezentrale Währung. Als Kritikpunkt wird häufiger angeführt, dass keine Behörde den Bitcoin kontrolliert. Genutzt wird das sogenannte Peer-to-Peer Verfahren, welches die Gelder direkt von einer Person zur nächsten schickt. Vorteilhaft ist unterdessen, dass eine Bitcoin-Adresse innerhalb von wenigen Sekunden eingerichtet ist. Ebenfalls positiv ist das Tempo zu erwähnen, in welchem Zahlungen möglich sind. Gebühren sind, wenn überhaupt, sehr niedrig. Dies liegt daran, dass die Bank als Zwischenhändler wegfällt. Auch über die Landesgrenzen hinaus ist die Kryptowährung zu verwenden. Allerdings können Transaktionen nicht rückgängig gemacht werden, es sei denn der Empfänger schickt das Guthaben an den Absender zurück.

Viele der Vorzüge, wie die Geschwindigkeit und die geringen Gebühren, sind in der Glücksspiel-Branche beliebt. Deshalb haben Online-Casinos und Wettanbieter bisweilen die Zahlungsmethode bereits aufgenommen. Die Erfolgsgeschichte ist überaus spannend. Seit 2007 wird am Bitcoin gearbeitet. Seit 2009 existiert die Digitalwährung. Zu diesem Datum wurde die erste Transaktion durchgeführt. 2011 war der Bitcoin erstmals mit dem US-Dollar gleichauf. 2013 gab es schließlich den ersten Bitcoin-Geldautomaten. Außerdem erklärte ein Richter in Texas die Kryptowährung offiziell zum Zahlungsmittel. Im Jahr 2014 haben sowohl PayPal, als auch Microsoft Bitcoin-Zahlungen erlaubt. Im Jahr 2015 startete schließlich der Bitcoin mit Preisindex an der Börse in New York. Nachdem in 2017 der Gold-Kurs übertrumpft wurde, könnte jetzt die Partnerschaft mit dem Online-Händler Amazon bevorstehen – der nächste große Schritt?

Ist Amazon für den aktuellen Bitcoin-Boom verantwortlich? 300 250 2017-10-25 18:25:37 Online-Casino.de

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