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Jugendschutz: Sheldon Adelson in der Kritik

Martin Hill, 19. August 2015, Sport & Spiel

Sheldon Adelson ist ein Casino Mogul. Er betreibt mehrere Glücksspielstätten. Weiterhin richtet sich seine aktuelle Kritik insbesondere gegen das Online-Glücksspiel. Aktuelle Bilder legen jedoch nahe, dass auch minderjährige Spieler in den Casinos von Adelson Zutritt erhalten können.

Dies ist insofern paradox, als dass Sheldon Adelson den Jugendschutz oftmals vorschiebt, um gegen das Online-Gambling zu wettern. Insbesondere online wird auch an vielen Stellen zum verantwortungsbewussten Spielen aufgerufen.

Adelsons Anti-Glücksspiel Kampagne

Der Milliardär verdient sein Geld mit Glücksspiel und tritt für ein Verbot der Onlinevariante ein. Geht es ihm wirklich um den Jugendschutz? Oder handelt es sich vielmehr um eigenen Bestandsschutz? Denn wenn mehr Personen online spielen würden, kämen weniger Besucher in die Casinos von Herrn Adelson.

Mit dem notwendigen Kleingeld kann der Milliardär dennoch auf seine Kampagne aufmerksam machen. In einem Videozusammenschnitt sprach der 82-jährige von einem Zusammenhang des Spiels Angry Birds und Online-Poker. Ihm ging es hierbei um die Gemeinsamkeit, wie leicht Kinder und Jugendliche diese Angebote nutzen können.

Diese Aussagen konnten nur wenig ernst genommen werden. Jetzt hat Adelson aber auch einige Politiker um sich versammelt, die seine Meinung vertreten sollen. Die Kampagne „Stop Internet Gambling“ ist daher noch nicht vorbei.

Minderjährige beim Glücksspiel in Adelsons Casinos?

Tim James hat ein Video aufgenommen, welches Adelsons Casinos zeigt. Eine Minderjährige soll dabei mit gefälschtem Ausweis Zutritt zum Spielen erlangt haben. Weiterhin wird ein 19-jähriger gezeigt, der Venetian spielt und Alkohol konsumiert. Mit 19 Jahren gilt man in Amerika noch als Minderjährig.

Die Angestellten haben das Alter jeweils nicht vorschriftsmäßig kontrolliert. Ein weiterer Selbstversuch der Minderjährigen hat gezeigt, dass auch bei fünf Versuchen einen Account für Online-Poker zu erstellen, kein Erfolg zu vermelden war. Dieser Argumentation folgend ist es leichter als Minderjähriger in einem realen Casino von Adelson zu spielen, als Zugriff beim Online-Poker zu erhalten.

Wie fair diese Stichproben abgelaufen sind, kann allerdings nicht nachvollzogen werden.

Adelson gegen Online-Gambling

Neben aktuellen Schlagzeilen, gibt es auch ältere Spots, in denen der Casino-Mogul das Online-Gambling mit Terroraktionen von Al-Qaida in Verbindung bringt. Es wird angedeutet, dass fiktive Pokerseiten zur Geldbeschaffung dienen würden. Eine echte Begründung oder konkrete Beispiele für eine Verbindung zum Terror können aber keineswegs belegt oder auch nur angedeutet werden.

Weiterhin wird darauf angespielt, dass der Terror über Online-Spiele-Seiten Einzug in die amerikanischen Haushalte finden wird. Adelson ist ein großer Unterstützer der Republikaner. Je nach Kandidat hätte er mehr oder weniger Einfluss. Trump wird eher nicht zum Präsidentschaftskandidaten gewählt werden. Er wäre aber eher für positive Veränderungen im Gambling-Sektor.

Jugendschutz: Sheldon Adelson in der Kritik 300 200 2016-09-05 16:22:49 Online-Casino.de

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