Kölner Casino soll Bilanz in NRW aufbessern

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Kölner Casino soll Bilanz in NRW aufbessern

Martin Hill, 1. November 2015, Wirtschaft

Spielbanken haben es bisweilen derzeit schwer. Die Konkurrenz aus dem Web scheint übermächtig. Dennoch haben es diverse Vertreter bereits gezeigt, dass auch die klassischen Casinos mit dem richtigen Marketing noch erfolgreich wirtschaften können. Dies gilt aktuell leider nicht für die Spielbanken in Nordrhein-Westfalen.

Das aktuelle Geschäftsjahr verspricht keine guten Aussichten. In 2015 sind die vier Spielcasinos im Minus. Betreiber Westspiel plant mit einer Fehlsumme in Höhe von gut neun Millionen Euro. Dieser Betrag ist jetzt auch zum Thema im Finanzausschuss des Landtages geworden. Immerhin ist Westspiel eine Tochter der NRW-Bank.

Wie 2014 noch ein Jahresüberschuss erzielt wurde

Die Spielbanken in Nordrhein-Westfalen sind natürlich nicht von einem Jahr ins Nächste in die negativen Zahlen gerutscht. Die Casinos befinden sich in Duisburg, Aachen, Dortmund und Bad Oeynhausen. Trotz Abwärtstrend war es im letzten Jahr möglich, mit einem Umsatzplus abzuschließen.

Dies ist jedoch nur auf den Verkauf zweier Gemälde zurückzuführen. Diese stammen aus der Feder des US-Malers Andy Warhol. Die Bilder haben Einnahmen in der Größenordnung von 111,4 Millionen Euro eingebracht. Diese Summe ist beim Land verbucht worden. Westspiel hat von diesem Betrag aber nur wenig zu sehen bekommen.

Entwicklung der Gäste über die vergangenen Jahre

Auf lange Sicht sind die Besucherzahlen gesunken. Innerhalb der letzten zehn Jahre hat sich die Anzahl der Besucher sogar halbiert. Ungefähr 1,5 Millionen Kunden besuchten die Spielbanken im Jahr 2004. Zehn Jahre später waren noch 866.000 Gäste zu besuch. Der Ertrag aus Spieleinnahmen ging ebenfalls von 195 auf 77 Millionen Euro zurück.

Dennoch wäre ein Gewinn nicht unwahrscheinlich, müsste nicht die Spielbankabgabe bezahlt werden. Hier sind 20 Millionen an die Wohlfahrtspflege des Landes geflossen. Weitere 8,8 Millionen Euro mussten an die Städte der Spielhallen abgetreten werden. Diese Gelder zehren den Gewinn aus und sorgen für ein Minus im Geschäftsjahr.

Wie ein Kölner Standort einen positiven Trend herbeiführen soll

Mehrere Jahre versucht Westspiel schon ein Casino in Köln unterzubringen. Am Messestandort oder in der Cäcilienstraße waren Pläne immer abgelehnt worden. Es soll ein architektonisches Meisterwerk sein, welches auch Touristen anzieht. Aktuell gibt es Anzeichen, dass sich ein entsprechender Standort in der Nähe des Bahnhofes einrichten lässt.

Die Stadt Köln würde von der Spielbankabgabe profitieren. Durch die angestrebte Clubatmosphäre sollen neue und junge Kunden gewonnen werden. Von der FDP äußert sich jedoch ein Zweifler mit Namen Ralf Witzel. Der Finanzexperte denkt, dass es an Zuspruch bei der großen digitalen Konkurrenz mangelt. Von Seiten der SPD wird ein Sanierungskonzept für die Casinos gefordert.

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