Lotto: Annahmestellen klagen gegen West-Lotto

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Lotto: Annahmestellen klagen gegen West-Lotto

Martin Hill, 25. April 2016, Recht & Gesetze

Lange Zeit war Lotto im System 6 aus 49 des Deutschen liebstes Kind beim Glücksspiel. Casino-Games und Sportwetten scheinen diese Rolle inzwischen übernommen zu haben. Dennoch füllen wöchentlich noch sehr viele Menschen einen Lotto-Schein aus. Dies ist zwar ebenfalls online möglich, dennoch werden gerade von älteren Mitbürgern gerne die Annahmestellen aufgesucht.

Die Lottoannahmestelle ist häufig der Treffpunkt mit Bekannten. Dort wird der Schein ausgefüllt und bei einem bekannten Ladeninhaber abgegeben. Bereits seit 1,5 Jahren müssen eben diese Betreiber der Lottoannahmestellen aber ordentlich draufzahlen. Gegen die Kostenerhöhung für die Verlängerung der Genehmigung werden deshalb Klagen erwogen.

Lotto- und Toto-Verband entscheidet in Mitgliederversammlung

Der Lotto- und Toto-Verband umfasst, in Bezug auf die Annahmestellen, 3.500 Mitglieder. Die Versammlung der Interessengruppe hat am 24. April 2016 stattgefunden. Man traf sich in Essen, um über eine Klage gegen die Westdeutsche Lotterie, besser als West-Lotto bekannt, zu entscheiden. Derzeit stehen die Zeichen auf Gerichtsverhandlung.

Eine durchgeführte Erhöhung der Gebühren hat den Streit in Gang gesetzt. Auslöser war demzufolge das Land Nordrhein-Westfalen. Um eine Lotto-Annahmestelle zu betreiben, werden inzwischen 250 Euro jährlich verlangt. Dies ist eine Erhöhung um über das Zwölffache, denn zuvor kostete die Verlängerung nur 20 Euro.

Die Lizenz wird hierbei nicht einmal von den Annahmestellen beantragt. Auch die Überweisung wird, ebenso wie die Beantragung von West-Lotto vorgenommen. Die Betreiber der Lotto-Annahmestellen sehen das vorgelagerte Unternehmen West-Lotto damit in der Pflicht. Anders formuliert wird verlangt, dass die Gebühren von der Westdeutschen Lotterie getragen werden.

West-Lotto selber sieht sich jedoch außerstande den Betrag zu übernehmen. Immerhin ist die Rede von 3.600 Annahmestellen, für die jeweils 250 Euro bezahlt werden müssten. Der Betrag würde sich somit auf die stolze Summe in Höhe von 900.000 Euro addieren. Demzufolge ist es nicht verwunderlich, dass der Geschäftsführer des Lotto- und Toto-Verbandes im Vorfeld der Versammlung von „der wichtigsten Mitgliederversammlung der 60-jährigen Verbandsgeschichte“ sprach.

Die vorangehend genannten 900.000 Euro sind zudem tief gestapelt. Denn die Genehmigung wird regelmäßig in Vorfeld für fünf Jahre gezahlt. Je Betreiber wären dies im Höchstfall 1.250 Euro, macht bei 3.500 Annahmestellen 4,375 Millionen Euro.

Die Lotto-Annahmestellen haben an verschiedenen Standorten bereits Rechtsgutachten in Auftrag gegeben. Diese sprechen sich für die Betreiber aus. Interessant ist hier auch, dass von den ehemals 20 Euro ein Teil von West-Spiel übernommen wurde. Die Übernahme wurde bei den 250 Euro jedoch gänzlich versagt.

Sämtliche Klärungsversuche außerhalb des Gerichtssaals sind gescheitert. Jetzt muss in NRW Recht gesprochen werden.

Lotto: Annahmestellen klagen gegen West-Lotto 350 160 2016-12-31 10:05:42 Online-Casino.de

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